Starker Vitamin D-Mangel erhöht Risiko für schwere Atemwegsinfektionen
In der bisher größten Studie dieser Art haben Forschende der Universität Surrey zusammen mit den Universitäten Reading und Oxford den Zusammenhang zwischen dem Vitamin D-Status und der Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten aufgrund von Atemwegsinfektionen untersucht.
Atemwegsinfektionen sind für ältere Menschen eine ernste Gefahr
Erwachsene mittleren und höheren Alters haben ein hohes Risiko, an Atemwegsinfektionen zu erkranken. Infektionen der unteren Atemwege (Lungenentzündung und Bronchitis) zählen weltweit zu den 20 häufigsten Todesursachen bei 50- bis 74-Jährigen und zu den zehn häufigsten bei über 75-Jährigen.
Die Wissenschaftler analysierten Daten der UK Biobank 36.258 Teilnehmern im Alter von 40 bis 69 Jahren und stellten fest, dass Personen mit schwerem Vitamin D-Mangel (unter 15 nmol/L) ein um 33 Prozent höheres Risiko für eine Krankenhauseinweisung aufgrund einer Atemwegsinfektion aufwiesen als Personen mit einem Vitamin D-Spiegel von 75 nmol/L oder höher.
Zudem zeigte sich, dass mit jedem Anstieg des Vitamin D-Spiegels um 10 nmol/L die Einweisungsrate aufgrund von Atemwegsinfektionen um vier Prozent sank.
„Vitamin D stärkt nicht nur Knochen und Muskeln, sondern seine antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften tragen vermutlich auch dazu bei, das Risiko von Atemwegsinfektionen zu verringern, die zu Krankenhausaufenthalten führen können. Diese Studie liefert konkrete Daten, die diese Theorie stützen“, betont Hauptautorin Abi Bournot von der Universität Surrey.
Bournot AR, Hart KH, Johnsen S, Givens DI, Lovegrove JA, Ordóñez-Mena JM, de Lusignan S, Bartlett DB, Lanham-New SA, Darling AL. Association between serum 25-hydroxyvitamin D status and respiratory tract infections requiring hospital admission: unmatched case-control analysis of ethnic groups from the United Kingdom Biobank cohort. Am J Clin Nutr. 2026 Feb;123(2):101179. doi: 10.1016/j.ajcnut.2025.101179. Epub 2025 Dec 29. PMID: 41475552.


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