Update Bruxismus-Leitlinie: Das ist neu!
Die Leitlinie „Diagnostik und Behandlung des Bruxismus“ aus 2019 wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie sowie der DGZMK überarbeitet, aktualisiert und ergänzt. Neu hinzugekommen sind die Kapitel „Weitere Behandlungsansätze“ (7.12), „Behandlung von Komorbiditäten“ (7.13) und „Behandlung von Kindern mit Bruxismus“ (7.14).
Die Aktualisierung basiert auf einer systematischen Literaturrecherche vom 1. Juli 2018 bis zum 30. April 2024. In der Folge wurden alle Kapitel überarbeitet, geschärft und teilweise feiner granuliert. So wurde das Kapitel „Aufklärung, Selbstbeobachtung und Selbstmanagement“ (7.6) in „Beratung / Aufklärung“, „Selbstbeobachtung“, „Selbsthilfe und Selbstmanagement“ und „Beeinflussung von Risikofaktoren“ unterteilt. Auch das Kapitel „Pharmakologische Behandlung“ (7.9) wurde untergliedert in „Medikamentöse Therapie“ und „Injektionen mit Botulinumtoxin“.
Neu hinzugekommen sind zwei Empfehlungen
„Behandlung von Kindern mit Bruxismus“ ist zwar als eigenständiges Kapitel eine Neuerung, führt aber in Teilen lediglich frühere Textpassagen zusammen. Inhaltlich werden darin alle wichtigen Abschnitte der Leitlinie und die entsprechenden Empfehlungen und Statements gebündelt, die die Behandlung von Kindern betreffen und zuvor in verschiedenen Kapiteln verteilt waren.
Es gibt mehrere Erhöhungen des Empfehlungsgrads. Das betrifft insbesondere die umfassende Aufklärung: „Patienten sollen über die festgestellten Befunde, Diagnose, ätiologischen Zusammenhänge, Risikofaktoren, Prognose, Therapiemöglichkeiten und deren Kosten sowie die Risiken der Behandlung und Nichtbehandlung aufgeklärt werden.“ Auch hinsichtlich physiotherapeutischer und physikalischer Maßnahmen wurde der Empfehlungsgrad erhöht: „Für die Behandlung von CMD-Symptomen, die auch durch Bruxismus getriggert werden könnten, sollte dem Patienten eine Verordnung physiotherapeutischer Maßnahmen angeboten werden.“
Neu hinzugekommen sind zwei Empfehlungen. Zum einen: „Selbsthilfemaßnahmen in Form von Entspannungsübungen, Atemübungen oder Progressive Muskelentspannung nach Jacobson sollten zur Therapie des WB und SB empfohlen werden.“ Zum anderen: „Patienten sollten zu möglichen Risikofaktoren für die Entstehung von Bruxismus beraten werden.“
DGFDT, DGZMK: „Diagnostik und Behandlung von Bruxismus“, Langfassung, Version 2.1, 2026, AWMF-Registriernummer 083-027, register.awmf.org/de/leitlinien/detail/083-027 (Zugriff am 1. Juli 2026)


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