Sie wurden erfolgreich abgemeldet!

Versorgung im ländlichen Raum sichern

Zwei Brandenburger Landarztstipendien gehen an Zahnärzte

Das Landärzteprogramm soll in Brandenburg auf Zahnärzte ausgeweitet werden. Ziel ist, die zahnmedizinische Versorgung im ländlichen Raum zu sichern. MHB
ao
Politik
  •  
In Brandenburg sollen künftig jedes Jahr zwei der insgesamt 18 Landarztstipendien für angehende Zahnärztinnen und Zahnärzte zur Verfügung stehen. Das sieht der vom Landeskabinett beschlossene Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028 vor.

Damit werde die von ihr geforderte Erweiterung des Landärzteprogramms auf Zahnärzte nun umgesetzt, teilte die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KZVLB) mit. „Wir freuen uns sehr, dass aus der Ankündigung im Koalitionsvertrag nun ein konkreter Schritt wird“, erklärte Dr. Eberhard Steglich, Vorstandsvorsitzender der KZVLB. Angesichts der wachsenden Herausforderungen bei der Gewinnung zahnärztlichen Nachwuchses sei das ein wichtiges Signal für die Zukunft der zahnmedizinischen Versorgung im Land.

Auch die Vertreterversammlung der KZVLB begrüßte die Erweiterung des Landärzteprogramms auf Zahnärzte. „Die zahnmedizinische Versorgung im ländlichen Raum steht vor großen Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig, dass die Landespolitik jetzt auch bei der Zahnmedizin gezielt Anreize für eine Tätigkeit in Brandenburg schafft“, sagte Dr. Matthias Stumpf, Vorsitzender der Vertreterversammlung. Der Entwurf des Doppelhaushalts muss allerdings noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen.

Zwei Stipendien würden den bestehenden Bedarf noch nicht decken, seien aber ein wichtiger Anfang. Angesichts der begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Landes sei es gut, dass jetzt der erste Schritt erfolgt sei. „Darauf können wir aufbauen“, ergänzte Rouven Krone, Vorstandsmitglied der KZVLB.

Berufliche Perspektive für angehende Zahnärzte vor Ort

Laut René Wilke, Minister für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Brandenburg, braucht die wohnortnahe medizinische und zahnmedizinische Versorgung vor allem eines: gut ausgebildete Fachkräfte, die auch bereit seien, dauerhaft im Land zu arbeiten. „Wir wollen deshalb auch angehende Zahnärzte frühzeitig für eine berufliche Perspektive vor Ort gewinnen und zur Sicherung der zahnmedizinischen Versorgung im ländlichen Raum beitragen“, machte Wilke deutlich.

Das Landärzteprogramm hat sich laut KZVLB in der Humanmedizin bereits als Instrument der Nachwuchsgewinnung etabliert. Für die Zahnmedizin besteht aus Sicht der KZVLB ein vergleichbarer Handlungsbedarf. Die Studienkapazitäten im Land sind jedoch begrenzt. Bislang besteht in Brandenburg nur an der privaten Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) die Möglichkeit, Zahnmedizin zu studieren.

Melden Sie sich hier zum zm Online-Newsletter an

Die aktuellen Nachrichten direkt in Ihren Posteingang

zm Online-Newsletter


Sie interessieren sich für einen unserer anderen Newsletter?
Hier geht zu den Anmeldungen zm starter-Newsletter und zm Heft-Newsletter.

Zum Seitenanfang springen