Wissenswertes zum Virus

Corona-News kompakt

+++ Endlich freie Sicht für Brillenträger +++ "Radio Wartezimmer" erinnert an Autokino +++ So hält man einen Impfstoff beim Transport konstant bei 70 Grad Minus +++ Homeoffice ist bald wieder vorbei +++


Corona-News KW 50

Brille und Maske vertragen sich nicht immer gut – besonders jetzt im Winter. Schnell beschlagen die Gläser durch die an den Rändern des Mund- und Nasenschutz emporsteigende feucht-warme Atemluft und behindern die Sicht. Diesem Problem hat sich ein Hersteller aus Bingen am Rhein gewidmet und einen Abstandhalter für Masken entwickelt. Das Teil kommt aus dem 3-D-Drucker und kostet nur ein paar Euro. Dabei kommt das Hilfsmittel optisch wie eine große Nasenklammer daher, liegt aber nur sanft auf.

Wer die Träger und Schlaufen der Masken an den Ohren störend findet, kann sich auf den Mundschutzhalter, der über den Kopf gespannt wird, umsteigen. Er eignet sich für Einweg-OP-Masken sowie für alle anderen Masken, die mit einem Gummiband versehen sind, teilte die Firma mit. Die Anwendungssicherheit hinsichtlich der Virenübertragung kam in der Mitteilung nicht zur Sprache. 

Zu Corona-Zeiten werden Patienten beim Arzt öfters gebeten, statt im Wartezimmer, draußen zu warten. Nun wird es aber zunehmend kälter und da ist es nicht so pfifig, vor der Tür zu frieren. Besser ist doch, die Patienten warten in ihrem Auto Platz und werden per Mini-Transponder über eine Radiofrequenz anonym aufgerufen. Diese Idee hatte Stefan Spieren, Hausarzt und Lehrbeauftragter der Universität Witten/Herdecke, und entwickelte sie mit einem befreundeten Medizintechniker.

Erinnerung ans Autokino kommen hoch

Installiert wird ein eigener Minisender, ein kleiner FM-Transmitter, der unter anderem für die Übertragung eines Audiosignals vom Handy zum Autoradio verwendet wird. Sobald er mit einem Mischpult und der Telefonanlage gekoppelt wird, ist der eigene „Radiosender“ einsatzbereit für das Praxispersonal.

Der Aufruf erfolgt dann anhand der Uhrzeit des Termins - nicht mit dem Namen. Die Bedienung erinnert an den Ablauf im Autokino. Besonders die älteren Patienten, die eher zur Risikogruppe gehören, können mit der verwendeten UKW-Welle noch etwas anfangen. Die Anschaffung ist mit 50 Euro günstig, die Reichweite allerdings begrenzt. Das sollte beachtet werden.

 

 

Die Welt wartet auf die Zulassung der ersten Corona-Impfstoffe. Damit verbunden ist ein enormer logischer Aufwand, vor allem, weil der Flugverkehr in der Pandemie stark eingeschränkt ist und auch der grenzüberschreitende LKW-Transport nicht überall einfach zu gewährleisten ist. Vor allem abgelegene Regionen oder solche die nur kleinere Flieger mit weniger Transportkapazitäten empfangen können, wie beispielsweise in Mittel- und Südamerika, werden es schwer haben. Welche Herausforderungen sich einstellen bei der weltweiten Verteilung erläuterte zu Beginn der Woche Prof. Dr. Yvonne Ziegler von der Frankfurt University of Applied Sciences.

Minus 70 Grad sind eine Herausforderung für die Logistik

Dabei geht es um die Einhaltung der Temperaturen der Vakzine bis zu den regulatorischen Anforderungen bei Pharmatransporten und nicht zuletzt um die Sicherheit der Transporte. Zwar hat die Logistik-Industrie Erfahrungen mit dem Transport von Impfdosen bis zu 2 Grad, weniger aber mit bis zu minus 70 Grad.

Hier bewegen wir uns im Tiefkühlbereich - dafür müssen Kühlcontainer angepasst werden. Nach dem Transport müssen zudem genug Lagermöglichkeiten geschaffen werden, um den Kühlzustand zu halten bis die Dosen verimpft werden. Trockeneis, das zu Einsatz kommt, muss immer wieder produziert und aufgefüllt werden.

Ein Beispiel für die Dimensionen: Je nach Flugzeugtyp sind zwischen 1.200 und 2.000 Kilogramm Trockeneis zulässig. Damit können sechs bis zehn Paletten pro Flug gekühlt werden, erklärt Ziegler. Nicht zuletzt an die Sicherheit des kostbaren Medizingutes muss gedacht werden: „Da die Impfstoffe vermutlich auch einen hohen Schwarzmarktwert haben werden, sind hohe Sicherheitsvorkehrungen, zum Beispiel Zugangskontrollen, Überwachungssysteme – und sogar ein Drohnenabwehrsystem für Lagerhallen – ebenso wichtig“, ergänzt sie.

In Deutschland wird die Bundeswehr geeignete Kasernen als Zwischenlager zur Verfügung stellen. Das erklärte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gegenüber und folgt damit dem Amtshilfeantrag des Bundesge­sund­heits­mi­nis­teriums. Mit einem Umfang von bis zu 26 Impfzentren und 26 mobilen Impfteams will die Bundeswehr die Impfaktion unterstützen.

Die Mehrheit der Betriebe will nach der Pandemie das Maß an Homeoffice wieder auf das Level davor herunterfahren. Das zeigt eine repräsentative Befragung von über 1.500 deutschen Betrieben, die das Institut für Arbeitsmarkt-​ und Berufsforschung (IAB) und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt haben.

So gaben 67 Prozent der Betriebe an, nach Ende der Epidemie Arbeit von zu Hause wieder im gleichen Umfang wie vor Beginn durchzuführen. Nur 18 Prozent wollen Telearbeit und Homeoffice nach Ende der Corona-​Epidemie weiter ausbauen, während 9 Prozent diese Arbeitsformen sogar verringern möchten.

Befragt nach Gründen, den Anteil mobiler Arbeit wieder zu verringern, geben diese Unternehmen an, dass sich die Tätigkeiten der Beschäftigten in den Betrieben nicht dafür eignen. "Erschwerte Zusammenarbeit" und "die Unternehmenskultur" werden ebenfalls genannt. Einige wollen auch Ungleichbehandlung im Betrieb vermeiden. Betriebe, die die Arbeit von zuhause ausbauen wollen, geben als Gründe "mehr Flexibilität" und eine "verbesserte Work-​Life-Balance" als Vorteile für ihre Beschäftigten an. Zudem nennen sie eine höhere Attraktivität als Arbeitgeber und reduzierte Fahrtzeiten.

Homeoffice: Betriebsgröße und Strukturen spielen ein Rolle

In welchem Umfang Arbeit von zu Hause aus möglich ist, hängt von der Branche und der Betriebsgröße ab. So will mehr als jeder zweite Betrieb mit mindestens 250 Beschäftigten mehr Homeoffice oder Telearbeit ermöglichen. Besonders häufig sind das Betriebe aus den Wirtschaftszweigen Verkehr und Lagerei (38 Prozent), Information und Kommunikation sowie Betriebe des verarbeitenden Gewerbes (23 Prozent). Betriebe mit bestehenden Regelungen zum Homeoffice oder zur Telearbeit haben häufiger die Absicht, diese Arbeitsformen auszubauen.

Hingegen wollen Betriebe aus dem Baugewerbe (91 Prozent), im Wirtschaftszweig Erziehung und Unterricht (89 Prozent) oder auch im Gesundheits-​ und Sozialwesen (80 Prozent) eher zum Ausmaß vor der Krise zurückkehren.

Der Marburger Bund fordert, dass das Fachpersonal in Impfzentren hohe Priorität bei der Impfung bekommen muss. Er kritisiert in seiner Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesgesundheitsministeriums, dass dieser weder Vorgaben zur Frage der Verantwortlichkeiten bei der Verteilung der Schutzimpfung noch konkrete Auswahlkriterien zur Priorisierung von Gruppen bei der Verteilung in Zeiten von Impfstoffknappheit enthalte.

Viel Kontakt mit Menschen? Dann Prio "sehr hoch"

Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) soll Personal in medizinischen Einrichtungen mit besonders hohem Expositionsrisiko mit der Priorität „sehr hoch“ eingestuft werden. Als Beispiel werden Notaufnahmen und die medizinische Betreuung von Covid-19-Patienten genannt. Auch aus epidemiologischer Sicht sei es wichtig, dass das Fachpersonal, das in den Impfzentren und in den mobilen Impfteams eingesetzt wird, dieselbe oberste Prioritätsstufe erhalte. Denn gerade dieses Personal werde Kontakt zu sehr vielen Menschen haben, betont der Marburger Bund.

„Gerade die Personen, die aufklären, beraten und gegebenenfalls untersuchen, als auch diejenigen, welche die eigentliche Impfung durchführen, müssen zuvorderst vor einer Ansteckung geschützt werden. Dies gilt nicht nur unter dem Gesichtspunkt des Eigen- und Fremdschutzes, sondern auch im Interesse einer reibungslosen Durchführung der Impfungen“, heißt es in der Stellungnahme des größten deutschen Ärzteverbandes.

 

Mädchen sind über Corona besorgter als Jungen. Das ergab die Zwischenbilanz eine Studie der Universität Innsbruck in Tirol bei drei bis zwölfjährigen Kindern. An der ersten Erhebung beteiligten sich 220 Kinder und 438 Eltern aus Hotspotregionen wie dem Paznaun- oder Grödnertal.

Die erste Auswertung zeigt in Bezug auf Traumatisierung und Angstempfinden noch keine signifikanten Auffälligkeiten. Jedoch gehe es jetzt darum, zu schauen, wie sich die Werte hier weiterentwickeln, heißt es bei den Autoren. Und: Durch die Quarantäne hätten die Kinder stark an Lebensqualität verloren. Nach dem Ende der Quarantäne habe sich gezeigt, dass dies zu 80 Prozent durch fehlende soziale Kontakte zustande kommt.

Die Autoren haben beispielsweise auch gefragt, ob die Kinder sehr besorgt waren, dass ein Familienmitglied erkranken könnte. Das Ergebnis: 62 Prozent der Mädchen haben dies sehr stark erlebt, allerdings nur 52 Prozent der Jungen. Auch hätten Mütter ihre Söhne diesbezüglich besser eingeschätzt als ihre Töchter, so die Autoren weiter. Ihr Fazit: Mädchen haben ein intensiveres Bedrohungserleben und damit verbunden auch mehr Trauma- und Angstsymptome, allerdings fällt dies ihren Müttern weniger auf.

Eine zweite Runde der Befragung startet am 14. Dezember. Ziel der Studie ist es, ein Früherkennungsinstrument von Belastungssymptomen zu entwickeln, das in der Schule und im Kindergarten eingesetzt werden kann.

Die Pandemie zeigt auch gute Seiten: So gibt es dank der strengen Abstandsregeln weniger Kopfläuse. Eine Auswertung der AOK Rheinland/Hamburg ergab, dass es in diesem Jahr weniger Übertragungen gibt als im Jahr zuvor: Zwischen Januar und September 2020 wurden von niedergelassenen Ärzten rund 30 Prozent weniger Läusemittel verordnet als zwischen Januar und September 2019.

Für diese Analyse hatte die Kasse die Daten Tausender Versicherter aus dem Rheinland und aus großen Teilen des Ruhrgebiets verarbeitet. Gefährlich seien die Kopfläuse zwar nicht, dafür aber ausgesprochen lästig, meldet die Kasse. Experten gingen davon aus, dass die Kopflaus niemals ganz den Rückzug antreten werde, aber immerhin werde ihre Ausbreitung in Corona-Zeiten offensichtlich deutlich gebremst.

Sechs von einhundert Kindern kriegen normalerweise Kopfläuse

Läusebefall sei aber keine Frage von mangelnder Hygiene. Theoretisch könnte es jeden treffen, so die AOK. In den meisten Fällen seien Kinder betroffen, vor allem die Gruppe der Sieben- bis Zwölfjährigen. Hier hätten in den vergangenen beiden Jahren jeweils ungefähr sechs von einhundert Kindern beim Arzt die Diagnose Läusebefall bekommen. Die Zahl der Betroffenen könnte allerdings noch höher liegen, denn Arzneimittel gegen Kopfläuse seien auch ohne vorherigen Arztbesuch in der Apotheke erhältlich. Erwachsene würden dagegen nur selten von Kopfläusen heimgesucht. Hier treffe es dann am häufigsten die Gruppe der 20- bis 40-Jährigen und Frauen rund fünf Mal häufiger als Männer.


Das neu identifizierte Coronavirus SARS-CoV-2 verursacht die "Corona virus disease 2019" (Covid-19) und ist Auslöser der COVID-19-Pandemie.

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