Aktuelle Zahlen für die Praxis

Jetzt noch schnell zur Grippe-Impfung?

Alltag in der Zahnarxtpraxis – viele Patienten sind derzeit erkältet, verschnupft und husten. Klar, die Grippe macht wieder die Runde. Doch wie kann man sich im Praxisalltag am besten davor schützen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippe-Impfung ausdrücklich für alle Menschen über 60, für chronisch Kranke jeden Alters, für Schwangere und für Medizin- und Pflegepersonal. Adobe Stock_New Africa

Das Nationale Referenzzentrum für Influenza (NRZ) hat bisher in 30 von 107 Sentinelproben Influenza-Viren gefunden, dies entspricht einer Influenza-Positivenrate von 28 Prozent. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) erklärt deshalb: „Dies deutet auf den Beginn einer Grippewelle in Deutschland in der zweiten Kalenderwoche 2020 hin.“

Die aktuellsten vorliegenden Zahlen stammen aus der Woche vom 4. bis 10. Januar. Die Grippesaison liegt im Zeitraum zwischen der 40. Kalenderwoche und der 20. Kalenderwoche des darauffolgenden Jahres. In dieser Zeit zirkulieren die Influenzaviren auf der nördlichen Halbkugel. Die Grippewelle beginnt zumeist im Januar.

Eine neue Grippewelle im Anmarsch?

Das Robert Koch-Institut (RKI)  hat die aktuellen Daten ebenfalls fest im Auge. Eine Grippewelle liegt dann vor, wenn die Influenza-Aktivität und damit die Influenza-Positivenrate auch in der dritten Kalenderwoche 2020 erhöht ist. In der zweiten Meldewoche 2020 erreichten das RKI 2.821 labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle, insgesamt sind es seit Beginn der aktuellen Grippesaison 8.597. Die Grippesaison begann in der 40 Kalenderwoche 2019. Seitdem wurden insgesamt 23 Todesfälle mit Influenzavirusinfektion an das RKI übermittelt, darunter 19 mit Influenza A-Nachweis und vier mit Influenza B-Nachweis.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippe-Impfung ausdrücklich für alle Menschen über 60, für chronisch Kranke jeden Alters, für Schwangere und für Medizin- und Pflegepersonal. Die Deutsche Herzstiftung rät Herzpatienten zur Grippeschutzimpfung, da diese durch ihre Vorerkrankung besonders gefährdet sind.

Eine Impfung ist auch jetzt noch empfehlenswert

Das RKI empfiehlt eine Grippeimpfung ab Oktober - bis sich der Impfstoff vollständig aufbaut, dauert es zehn bis 14 Tage. Doch auch später ist eine Impfung noch empfehlenswert, selbst dann, wenn eine Grippewelle bereits eingetreten ist.

Wer sich jetzt noch impfen lässt, bestätigt die neuen Studiendaten, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vor wenigen Tagen präsentiert hat. Demnach haben immer mehr Menschen in Deutschland eine positive Einstellung zum Impfen. Im Rahmen ihrer bundesweiten Repräsentativbefragung "Einstellungen, Wissen und Verhalten von Erwachsenen und Eltern gegenüber Impfungen" hat die BZgA im Zeitraum Juli bis September 2018 bundesweit 5.054 Menschen im Alter von 16 bis 85 Jahren befragt.

Die Zahl der Impfbefürworter steigt auf 77 Prozent!

Insgesamt 77 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich „befürwortend“ oder „eher befürwortend“ für eine Impfung aussprechen. 17 Prozent haben teilweise Vorbehalte, sechs Prozent lehnen eine Impfung ab. Die gute Nachricht dahinter: Der Anteil der Erwachsenen, die Impfungen befürworten oder eher befürworten, ist gestiegen - 2012 lag er noch bei 61 Prozent.

Bei aller Aufgeschlossenheit gibt es dennoch auch Menschen, die verunsichert sind und Vorbehalte und Ängste gegenüber Impfungen haben. So ließ mehr als ein Viertel der Befragten in den vergangenen Jahren einer oder gar mehrere anstehende Impfungen nicht durchführen. Davon hatten 29 Prozent Angst vor Nebenwirkungen, 21 zweifelten an dem Schutz der jeweiligen Impfung vor einer Krankheit.

Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, sagt: „Dass immer mehr Menschen in Deutschland Impfungen positiv gegenüberstehen, ist eine erfreuliche Entwicklung, denn Impfungen sind der bestmögliche Schutz vor ansteckenden Infektionskrankheiten.“

Masernimpfung für Erwachsene kennen nur 28 Prozent

Allerdings belegen die Ergebnisse der aktuellen Studie auch, dass es in der Bevölkerung Wissenslücken gibt. So sind zum Beispiel die Impfempfehlungen gegen Masern im Erwachsenenalter in der Gruppe der nach 1970 Geborenen nur 28 Prozent der Befragten bekannt. Die BZgA will dem künftig mit gezielten Informationen entgegenwirken

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