Anklage wegen "rücksichtsloser Gefährdung" und Betrug

Zahnarzt extrahiert vom Hoverboard aus – und wird verurteilt

US-Zahnarzt Seth Lookhart wurde am Freitag in 46 Anklagepunkten für schuldig befunden. Er hatte 2016 auf einem Hoverboard stehend eine sedierte Patientin behandelt, dies gefilmt und das Video an Freunde verschickt.

Zunächst sieht das Video wie eine zufällig gefilmte, einmalige Schnapsidee aus, in dem folgenden spektakulären Gerichtsverfahren löste es indes Ermittlungen aus, die mit einer Verurteilung in 46 Fällen endeten. Die Anklagepunkte lauteten am Ende unter anderem "ungesetzliche zahnärztliche Handlung", "rücksichtslose Gefährdung" von Patienten – und Betrug, wie die Rechtsabteilung der Medicaid Fraud Control Unit (MFCU) in Alaska mitteilte.

Der Richter des Obersten Gerichtshofs, Michael Wolverton, nannte die von der Staatsanwaltschaft in dem fünfwöchigen Prozess vorgelegten Beweise "überwältigend". Er erklärte, dass Lookhart offenbar glaubte, mit seinem Betrug auf unbestimmte Zeit durchzukommen und dass sein Vorhaben narrensicher sei. Mit dem herumgeschickten Video aus Juli 2016 war es den Behörden jedoch möglich „eine erhebliche Menge forensischer Beweise“ vorzulegen.

Das Video aus dem Juli 2016, das der Zahnarzt erwiesenermaßen mehreren Freunden schickte, zeigt, wie Lookhart der sedierten Patientin auf einem Hoverboard stehend einen Zahn extrahiert.

Laut CNN scherzte Lookhart in mindestens einem Gespräch, dass die Durchführung von oralen Eingriffen auf einem Hoverboard ein "neuer Standard der Pflege" sei, hieß es in der Anklage unter Berufung auf telefonische Aufzeichnungen. 

Das Alaska Department of Law dankte mehreren ehemaligen Patienten von Lookhart für ihre Mithilfe bei der Aufklärung des Falls, darunter auch Veronica Wilhelm, die in dem Video zu sehen ist. Sie sagte laut CNN aus, dass sie damals ohne ihr Wissen gefilmt worden sei. Die Frau wusste nicht von der Existenz des Videos, bis sie von Ermittlern kontaktiert wurde.

Zum Abschluss seiner Einlassung erklärte das Gericht, die wichtigsten Beweise seien jene aus Lookharts eigenen Texten, Fotos und Videos gewesen. Der Zahnarzt wird voraussichtlich am 30. April rechtskräftig verurteilt.

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