WhatsApp-Dienst "AU-Schein.de"

Eine Krankschreibung für neun Euro?

mth
NachrichtenPraxis
Im Dezember ging AU-Schein.de online. Das Angebot: Wer erkältet ist, kriegt für neun Euro einen Krankenschein - via WhatsApp. Der Anbieter: ein Rechtsanwalt. Was halten Ärzte und Krankenkassen von dem Service?

Die in Hamburg ansässige "Dr. Ansay AU-Schein GmbH" bietet Erkälteten an, sich via WhatsApp eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen zu lassen - für neun Euro. Medienberichten zufolge haben allerdings erst ein Dutzend Erkrankter diesen "Service" genutzt.

Über ein Online-Formular werden zunächst die klassischen Erkältungssymptome abgefragt. Die weitere Kommunikation mit einer Ärztin, inklusive der Übermittlung persönlicher Daten und eines Fotos der elektronischen Gesundheitskarte, erfolge dann über den "Ende-zu-Ende-verschlüsselten Messenger-Dienst" und entspreche damit auch der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), hieß es von Firmengründer Dr. jur. Can Ansay. Die Krankschreibung werde dann digital als Foto sowie gedruckt per Post zugesandt.

Ärzteverbände äußern sich kritisch zu dem Angebot.

Stellungnahmen zu AU-Schein.de

www.aerztekammer-hamburg.org/files/aerztekammer_hamburg/aerztinnen_aerzte/recht/rechtsvorschriften/Hamburgisches_Kammergesetz_17042018.pdf _blank external-link-new-window

Dr. Pedram Emami, Präsident der ÄK HH

Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH

Ann Marini, stellvertretende Sprecherin des GKV-SV

Maike Janczyk, Referentin der AOK-BV-Pressestelle

Helge Dickau, Unternehmenskommunikation / Public Relations der DAK-Gesundheit

Iris Kampf, Pressesprecherin

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