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Mikroplastik: Keine Entwarnung

In den USA schlagen Aktivisten Alarm: Mikroplastik belastet die Großen Seen. In Deutschland sieht es nicht besser aus, der Kunststoff steckt zwar nicht mehr in Zahnpasta, aber in Duschgels, Lippenstift und Shampoo.

Nachdem auch der Hersteller Dr. Liebe bei seinem Produkt "Pearls & Dents" 2014 die Rezeptur verändert hat und auf das Kunststoffgranulat Ethylen-Vinylacetat-Copolymere (EVA) als Putzkörper verzichtete, sind alle Zahnpasten in Deutschland frei von Mikroplastik. Dafür steigt laut Bund die Zahl anderer Kosmetikprodukte, die Mikroplastik enthalten. Archivbild zm-mg

Während in Deutschland der Verzicht der Kosmetikhersteller auf Mikroplastik bisher lediglich auf freiwilliger Basis erfolgt, greift in den USA in einigen Bundesstaaten schon die Politik ein. In Illinois und Indiana etwa wurden die Partikel kurzerhand verbannt, berichtet die New York Times. Der Grund: Aufgrund der Konzentration von Mikroplastikperlen in den Seen Lake Erie und Lake Ontario sind Forscher besorgt wegen der Frischwasserqualität.

Auch in Deutschland ist die potenzielle Gefahr, die von Mikroplastik für Mensch und Umwelt ausgeht, bekannt. Denn das enthaltene Mikroplastik gelangt nach Angaben von Wissenschaftlern über die Klärwerke ins Trinkwasser, die Luft, Lebensmittel und den Nahrungskreislauf von Speisefischen und Nutztieren, wie Sie in unserem Beitrag "Plaste in der Paste" aus den zm5/2014 lesen können.

Zahl der Kosmetikprodukte mit Mikroplastik steigt

Trotzdem gibt es weiter hunderte Produkte am Markt, die das Mikroplastik verwenden. In seiner Aufstellung listet der Bund aktuell 642 Kosmetikprodukte - 138 mehr als vor einem Jahr auf -, die Granulate enthalten, darunter sind Gesichtspflegeprodukte, Schminke, Deos, Dusch- und Waschgels, Shampoo und Kontaktlinsenreiniger namenhafter Hersteller.

Verbrauchern können letztlich nur darauf achten, dass in den Inhaltsangaben der Hersteller kein Polyethylen, Polypropylen oder andere Kunststoffe aufführt sind. Problem: Aufgrund der aktuellen Kennzeichnungspflichten verbergen sich diese hinter für den Endverbraucher teils schwierig zu dechiffrierenden Abkürzungen wie AC, ACS, PA, PE, PES, PET, PI, PP, PU, PUR, P-7 oder Nylon-12.

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