Studie

Stillen beugt Zahnfehlstellung vor

Stillen reduziert laut einer Langzeitstudie das Risiko von Kiefer- und Zahnfehlstellungen. Konkret: Nach drei bis sechs Monaten sinkt das Risiko für einen Überbiss um 33 - das für schiefe Zähne um 41 Prozent.

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Die möglichen Gründe sind bekannt, werden von den Studienautoren aber noch einmal beschrieben: Trinken an der Mutterbrust bedeutet für Säuglinge eine Höchstleistung. Sie arbeiten kräftig mit Kiefer und Zunge, üben die Nasenatmung und lernen, den richtigen Muskeldruck aufzubauen, heißt es. Prof. Karen Peres von der Universität Adelaide hat die Folgen dieser Faktoren in ihrer in der Fachzeitschrift Pediatrics veröffentlichten Arbeit näher untersucht. Das australisch-brasilianische Forscherteam um Peres beobachtete dafür 1.300 Kinder über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren.

Da die Wissenschaftler jeden Stillvorgang dokumentierten, war es ihnen möglich, zwischen ausschließlich und teilweise gestillten Säuglingen zu unterscheiden, heißt es in einer Mitteilung des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) zur Studie. Danach erfassten die Autoren der Studie auch, wie oft die Kinder einen Schnuller nutzten.

Die Korrelation ist eindeutig - der Ursache-Wirkungs-Zusammenhang nicht

Nach Ablauf der fünf Jahre untersuchte Peres Team die Kinder auf Zahnfehlstellungen. Ergebnis: Je länger die Mütter gestillt hatten, desto seltener hatten die Kinder Zahnfehlstellungen. Ausschließliches Stillen über drei bis sechs Monate hinweg reduziert nach Angaben der Studienautoren beispielsweise das Risiko für einen Überbiss um 33 Prozent und das für schiefe Zähne um 41 Prozent.

Dies beweise zwar noch nicht, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Stillen und Zahngesundheit besteht, relativieren die Wissenschaftler, Peres vermutet jedoch, dass Stillen eine angemessene Entwicklung der orofazialen Strukturen fördert, da es einen richtigen Muskeltonus und die Nasenatmung unterstützt. 

Die Studie wurde veröffentlicht in der Zeitschrift Pediatrics Vol. 136 No. 1  im Juli 2015
DOI 10.1542/peds.2014-3276

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