Erlebnisbericht

Unterwegs mit dem Krocky-Mobil

Einmal im Jahr steigt Kieferorthopädin Dr. Heike Fleddermann aus Neuss mit ihren Mitarbeiterinnen in den Bus - nein, das ist kein gemeinsamer Betriebsausflug, es geht um Aufklärungsarbeit! Eine Praxismitarbeiterin berichtet.

Kieferorthopädin Dr. Heike Fleddermann (links) mit Maskottchen Krocky und Praxismitarbeiterin Deniz Cetin - in diesem Jahr machte das Krocky-Mobil von der Initiative für Kiefergesundheit am 4. Juni Halt in Neuss. privat

"'Möglichst lange ein tadelloses Gebiss zu haben ist nicht nur ästhetisch von Vorteil, sondern auch gesundheitlich sehr wichtig', erklärt Fleddermann geduldig ihren Zuhörern - also allen Kindergarten-und Vorschulkindern und deren Eltern, die heute im Bus Platz gefunden haben. 

Seit 1998 macht das Krocky-Mobil - ein Informationsbus der Initiative für Kiefergesundheit, der durch ganz Deutschland reist und kieferorthopädische Aufklärung bietet - auch Halt in Neuss. Das Fahrzeug ist mit vielfältigen zielgruppengerechten Schautafeln ausgestattet - vom Zahnputzbecken über Demonstrationsmaterial bis zur integrierten „Zahndisco“ ist alles vorhanden.

"Wie viel Schokolade darf ich essen?" - für viele Kinder DIE entscheidende Frage

Unsere Praxischefin Frau Dr. Fleddermann engagiert sich schon seit 20 Jahren für das Krocky-Mobil. Jedes Jahr ist es ihr und uns immer wieder eine Freude mit ansehen zu können, mit wie viel Spaß und Leichtigkeit die Kinder von uns etwas lernen wollen. Viele wollen zum Beispiel wissen, wie lange sich die Zähen putzen müssten, ob Orangensaft tatsächlich schlecht für die Zähne sei und ob sie Kaugummis kauen dürften.

Die Eltern fragen oft nach den richtigen Getränken für ihre Kinder, wann sie sich das Lutschen am Daumen oder Schnuller abgewöhnen sollten, und ab welchem Alter man denn die Zähne putzen sollte. Hier wird deutlich, dass es weiter Aufklärungsbedarf gibt! 

Dr. Heike Fleddermann erklärt den Kindergarten-und Vorschulkindern und deren Eltern, welche Folgen schiefe Zähne und Fehlstellungen im Kiefer haben können: "Denn wer auf Dauer nicht richtig beißt, der belastet den Kiefer und die Kiefergelenke falsch." | privat

Im Bus erklären wir Kindern und Eltern nicht nur, wie man sich richtig die Zähne putzt, sondern auch die Aufgabe und Funktion der Zähne. Zudem informieren wir über ein gesundes Frühstück und warnen vor falschen Angewohnheiten, die zu Zahnfehlstellungen führen können. Denn viele wissen gar nicht, dass über die Hälfte aller Zahnfehlbildungen nicht angeboren, sondern erworben sind und vermieden werden könnten.

"Warum sind gesunde Milchzähne wichtig?" - auch Eltern müssen weiterhin aufgeklärt werden

"Der lange Erhalt der Milchzähne ist daher von großer Wichtigkeit", betont Dr. Fleddermann vor ihren Zuhörern. "Diese beginnt bei der Zahnhygiene und geht bis zum regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt und Kieferorthopäden, bei denen kontrolliert wird, ob das Gebiss sich richtig entwickelt."

Darum sind gesunde Milchzähne wichtig:

Häufig sind bereits Milchzähne geschädigt bevor sich der zweite Zahn an seine Stelle schieben kann. Zahnärzte und Kieferorthopäden versuchen den Milchzahn möglichst lange zu erhalten, und das hat ja triftige Gründe: Abgesehen von ernährungsbedingter Wichtigkeit für das Kauen, sind Milchzähne bekanntlich auch Platzhalter der bleibenden Zähne.

Im Laufe der Zeit, wenn sich der bleibende Zahn immer mehr aus seinem Keim entwickelt und in Richtung seines vorgesehenen Platzes schiebt, wird die Wurzel des Milchzahns resorbiert. Dadurch verliert der Milchzahn seinen Halt im Kiefer, er fängt an zu wackeln und fällt schließlich aus. So wird der vom neuen Zahn benötigte Platz in der Zahnreihe frei.

"Kariesfreie Zähne allein reichen schließlich nicht aus - sie müssen als Gebiss zusammen funktionieren!" lautet die Botschaft des zahnspangentragenden Krokodils Krocky. | Initiative für Kiefergesundheit

Verliert ein Kind nun einen Milchzahn zu früh, entsteht eine Lücke im Gebiss. Die anderen Zähne kippen in diese Lücke und schieben sich unter Umständen soweit hinein, bis die Lücke geschlossen ist. Auch die übrigen Zähne wandern mit und innerhalb von Monaten  kann ein komplettes Gebiss sich deutlich zu einer gravierenden Fehlstellung verschoben haben.

Tipps für Eltern

Reichlich Kalzium, gründliches Kauen, wenig Süßes sowie die richtigen Getränke und Trinkgefäße sind in Sachen Ernährung gut für die Zähne. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung versorgt Zähne und Zahnfleisch der Kinder mit allen Mineralstoffen, die für den Aufbau und die Festigung der Zähne nötig sind. Man sollte deshalb möglichst kalziumreiche Lebensmittel für seine Kinder wählen, etwa täglich Milch und Milchprodukte. Das Kalzium aus Milchprodukten wird besonders gut vom Körper aufgenommen. Kalziumreiche Gemüsesorten, zum Beispiel Brokkoli, Fenchel oder Grünkohl, und kalziumreiche Mineralwässer ( > 150 mg Kalzium/Liter) können darüber hinaus als Kalziumquellen genutzt werden.

Richtiges Kauen erhöht den Speichelfluss im Mund. Das ist wichtig für die Zähne, da der Speichel Lebensmittelreste und schädliche Säuren wegschwemmt und wichtige Mineralstoffe für den Aufbau der Zähne bereit hält. Der Speichel erfüllt somit eine wichtige Schutzfunktion. Bieten Sie Ihrem Kind Lebensmittel an, die es gut kauen muss - wie Vollkornbrot, Müsli oder Gemüserohkost. Gesunde Zwischenmahlzeiten für Ihr Kind sind zum Beispiel ein Stück Apfel mit Joghurt, Karotten oder Käsewürfel.

Aber Achtung: Im Tagesablauf sollte es möglichst lange Abschnitte geben, in denen das Kind keine zuckerhaltigen Lebensmittel isst. Mit dem Begriff  „Zucker“ werden unterschiedliche Zuckerarten zusammengefasst. Ob Haushaltszucker, Fruchtzucker, Traubenzucker, Honig oder Sirup - alle Arten von Zucker sind  schädlich für die Zähne.

Ein verbreiteter Irrtum ist aber, dass Zucker den Schmelz zerfrisst. Er greift den Zahnschmelz nicht direkt an, sondern ist Futter die Bakterien, die auf und zwischen den Zähnen sitzen. Die im Zahnbelag enthaltenen Bakterien verstoffwechseln die Kohlehydrate der Nahrung. Dabei wandeln sie Zucker zunächst in Säuren um. Diese Säuren entkalken den Zahnschmelz. Ist der Schmelz porös geworden, können Mikroorganismen in den Zahn eindringen und ihn dort weiter schädigen.

Kieferorthopädin Dr. Heike Fleddermann (links) mit Weiterbildungsassistentin Ida Rrapaj | privat

Besonderen Spaß macht den Kindern dann noch ein kleiner Praxistest zur Überprüfung der individuellen Mundhygiene. Hierbei werden die Zahnbeläge  angefärbt und anschließend unter fluoreszierendem Licht sichtbar gemacht. Anschließend werden die Zähne unter fachmännischer Anleitung wieder sauber geputzt - und das geht es wieder in die "Zahndisco" zur Kontrolle. Zum Abschluss erhält jedes Kind ein kleines Präsent. Auch für die Lehrer und Erzieher wird Informationsmaterial zusammengestellt und mitgegeben."

Ida Rrapaj –Weiterbildungsassistentin
Kieferorthopädische Praxis Dr. Heike Fleddermann, Neuss

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