Terminservice- und Versorgungsgesetz

BZÄK: Arztgruppengleiche MVZ bedrohen die Versorgung

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat den Referentenentwurf zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) kommentiert: "Ein guter Schritt, aber an entscheidender Stelle nicht genug!"

Positiv zu bewerten seien die Vorhaben zur Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung, insbesondere durch eine bessere Versorgung in ländlichen und strukturschwachen Regionen, sowie eine stärkere Nutzung der Digitalisierung im Versorgungsalltag.

Positiv: Mehrkostenvereinbarungen für KFO, die Abschaffung der Punktwertdegression

Speziell im zahnärztlichen Bereich begrüßt die BZÄK, dass Mehrkostenvereinbarungen nach der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) zukünftig auch im kieferorthopädischen Bereich zulässig sind, die Abschaffung der Punktwertdegression und die lange anstehende Klärung der erlaubnisfreien Herstellung und Anwendung von Blutzubereitungen durch Zahnärzte.

Dagegen kritisiert die BZÄK, dass der Entwurf keine Regelungen vorsieht, die dem Trend des Aufkaufs und der Gründung von zahnärztlichen MVZ durch Großinvestoren zum Zweck des Aufbaus von Dentalketten Einhalt gebietet. Sie appelliert daher an die die Bundesregierung, zeitnah entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
 
Die Zahnärzte sind sich einig, dass arztgruppengleichen MVZ die gesetzliche Grundlage entzogen und damit der Einstieg fachfremder Großinvestoren in MVZ verhindert werden muss, da dies erhebliche negative Auswirkungen auf die Patientenversorgung hat.

Negativ: arztgruppengleiche MVZ

Der Plan des Gesetzgebers, mithilfe von MVZ das Problem der Unterversorgung im ländlichen Raum beheben, habe im zahnärztlichen Bereich nicht funktioniert – im Gegenteil: "MVZ werden vor allem in Ballungsräumen gegründet und üben eine Sogwirkung auf junge Zahnärzte aus."

"Die Zeit drängt, denn es droht die Gefahr, dass die persönliche Verantwortung des Zahnarztes und die Einhaltung der Berufspflichten nicht mehr überwacht werden können", heißt es in der Mitteilung der BZÄK. Die im Referentenentwurf vorgesehenen Korrekturen bei MVZ klammerten diese Problematik völlig aus.

Am 11. Mai tritt das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in Kraft. Unsere gesammelte Berichterstattung finden Sie hier.

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Meike Sonnenburg
Die Aufregung, die unsere Standesvertreter erfasst hat, verstehe ich nicht ganz. Das Gesetz wurde im Gesetzgebungsverfahren doch auch von diesen begutachtet und es gab keine grundsätzlichen Bedenken. Es kommt nun eine zusätzliche Organisation dazu, die es
mehr anzeigen ...
als fachübergreifendes MVZ schon seit Jahren gibt und die sich bewährt hat. Für viele Zahnärzte ist dies eine Alternative zur Niederlassung. So muss man sich nicht in die Knechtschaft einer Bank und das Risiko der Praxisgründung begeben und kann sein Geld verdienen. Was ist daran schlecht - außer für die zahlreichen Berater und Depots, die ihr Geschäft mit den jungen und wirtschaftlich recht unerfahrenen Zahnärzten machen - ? Das Argument, dass Geld verdient werden soll, ist doch lächerlich. Jede Praxis muss Geld verdienen. Ich sehe eher die Chance, dass sich Zahnersatz verbilligt und so für mehr Menschen erschwinglich wird.

Vor 1 Jahr 1 Woche
1541087185
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