Tag der gesunden Ernährung

BZÄK: "Verbraucher haben ein Recht auf eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung"

Die Zusammensetzung der Nahrung hat direkten Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten, auch innerhalb der Mundhöhle. Darauf weist die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) zum Tag der gesunden Ernährung am 7. März hin.

Der Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) hat es sich zum Ziel gesetzt, den Menschen vor Augen zu führen, welche Maßnahmen sich positiv auf ihre Gesundheit auswirken - und dafür den Aktionstag "Tag der gesunden Ernährung" ins Leben gerufen. Seit 2007 findet der Aktionstag immer am 7. März statt. Adobe Stock/progressman

So ist laut BZÄK in fast allen industriell hergestellten Lebensmitteln versteckter Zucker enthalten – sei es in Getränke oder sogar in Herzhaftem. „Karies entsteht durch eine übermäßige Zufuhr von Kohlenhydraten, sprich Zucker. Denn Kariesbakterien wandeln Zucker zu zahnschädigenden Säuren um“, führt BZÄK-VizepräsidentProf. Dietmar Oesterreich aus.

Folgenschwer sei das vor allem bei sehr kleinen Kindern. "Deutschlandweit sind aktuell etwa 15 Prozent der unter Dreijährigen von Karies betroffen, in sozialen Brennpunkten sogar bis zu 40 Prozent", berichtet Oesterreich.

Positionen der BZÄK zum Thema Ernährung

"Die Lust auf Süßes kann durch ein entsprechendes Ernährungsverhalten verstärkt werden, Kinder gewöhnen sich an den süßen Geschmack von Produkten mit zusätzlichem Zucker. Auch bei Erwachsenen kann ein Zuviel an Zucker, vor allen Dingen zwischendurch, Karies und auch eine Parodontitis verstärken." (siehe BZÄK-Position "Zucker in Speisen und Getränken)

"Neben der Reduktion der Zuckerzufuhr besitzt die Aufnahme von entzündungshemmenden und entzündungsauflösenden Nahrungsbestandteilen (zum Beispiel Omega-3-Fettsäuren) und Plaquebildung reduzierenden Nahrungsbestandteilen einen positiven Einfluss auf die Mundgesundheit." (siehe BZÄK-Position "Bedeutung der Ernährung im Rahmen zahnmedizinischer Erkrankungen")

„Der Verbraucher hat ein Recht auf eine verständliche Lebensmittelkennzeichnung, insbesondere mit Blick auf die Menge an Zucker“, fordert Oesterreich.

Freiwillige Vereinbarungen reichen nicht aus

"Wir in der Bundeszahnärztekammer haben die Verhandlungen zur Reduktionsstrategie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft aufmerksam verfolgt und sind der Meinung, dass freiwillige Vereinbarungen nicht ausreichen, weil die Verlässlichkeit fehlt. Wirksame Maßnahmen bis 2025 sind ein zu langer Zeitraum, denn Eltern, die vor dem Supermarktregal stehen und gesunde Nahrung für ihre Kinder wählen wollen, müssen sich heute darauf verlassen können.“

35 Kilogramm Zucker essen die Deutschen pro Jahr und Kopf – mehr als doppelt so viel wie von der WHO empfohlen. Der Wert bildet jedoch nur den Konsum von Haushaltszucker ab. Hinzu kommt ein steigender Verbrauch von Mono- und Disacchariden, die Lebensmitteln zugesetzt werden – und zunehmend zum Problem werden.

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