Warnhinweise zur Impfung

PEI veranlasst Rote-Hand-Brief zu AstraZeneca

Nach den gehäuft aufgetretenen Hirnvenenthrombosen in Zusammenhang mit der Impfung mit AstraZeneca hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) einen Rote-Hand-Brief vom Hersteller mit Warnhinweisen veröffentlicht.

In Deutschland sind laut PEI bisher 14 Hirnvenenthrombosen im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung bekannt geworden, zwei Fälle von Sinusvenenthrombosen entstanden nach der Impfung mit dem Vakzin von BionTech/Pfizer. Adobe Stock_ Giovanni Cancemi

Die aufgetretenen Komplikationen äußerten sich in einer Kombination von Thrombosen und einem Mangel an Thrombozyten, die einigen Fällen mit Blutungen einhergingen, informiert AstraZeneca in dem Schreiben. „Dies schließt schwere Fälle ein, die sich als venöse Thrombose präsentierten, einschließlich des Auftretens in ungewöhnlichen Bereichen, wie zum Beispiel zerebrale Sinusvenenthrombose, Mesenterialvenenthrombose sowie arterielle Thrombose, bei gleichzeitiger Thrombozytopenie." Tödliche Ausgänge seien möglich.

Die meisten dieser Fälle traten innerhalb der ersten 7 bis 14 Tage nach der Impfung und bei Frauen unter 55 Jahren auf. Eine mögliche Erklärung für die Komplikationen ist laut Hersteller die verstärkte Anwendung des Impfstoffs in dieser Bevölkerungsgruppe.

Nach der Impfung auf Anzeichen und Symptome achten

Mit dem Rote-Hand-Brief richtet sich der Hersteller auch an Angehörige der Gesundheitsberufe. Sie sollten auf die Anzeichen und Symptome einer Thromboembolie und/oder Thrombozytopenie achten. 

Geimpfte sollten sofort einen Arzt aufzusuchen, wenn sie nach der Impfung Symptome wie Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen entwickeln. Außerdem sollten alle Personen, die nach der Impfung neurologische Symptome aufweisen, wie starke oder anhaltende Kopfschmerzen oder verschwommenes Sehen; oder bei denen nach einigen Tagen auf der Haut Blutergüsse (Petechien) außerhalb des Verabreichungsortes der Impfung auftreten, umgehend einen Arzt aufsuchen.

Der PRAC hält Impfstoff für sicher

Der Ausschuss für Risikobewertung in der Pharmakovigilanz bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (PRAC) hatte ein letzte Woche Signalverfahren eingeleitet, um den Sachverhalt weiter zu untersuchen. Er kam zu dem Schluss, dass das Vakzin von AstraZeneca sicher sei und empfahl, dass die Produktinformation mit einem Warnhinweis versehen werden soll.

Kaum schwerwiegende Nebenwirkungen nach Impfungen

Das PEI informiert in seinem aktuellen Sicherheitsbericht darüber, dass bei den Impfungen gegen SARS-CoV-2 in Deutschland bislang kaum schwerwiegende Nebenwirkungen gemeldet worden sind.

Bis zum 12. März wurden mehr als 8,8 Millionen Impfungen durchgeführt. Hierbei betrug die Melderate für alle drei Impfstoffe zusammen 2,2 pro 1.000 Impfdosen, für Meldungen über schwerwiegende Reaktionen lag sie bei 0,3 pro 1.000 Impfdosen. So traten bei 2.287 (11,9 Prozent) der insgesamt 19.194 gemeldeten Verdachtsfälle schwerwiegende unerwünschte Reaktionen auf.

Beim Vakzin von BionTech/Pfizer wurden in Zusammenhang mit der Impfung 10.498 Fälle gemeldet, beim Impfstoff von Moderna waren es 736 Fälle und bei AstraZeneca-Impfstoff 7.663 Fälle. In 297 Meldefällen konnte der Impfstoff nicht identifiziert werden.

Die Melderate von Verdachtsfällen von Nebenwirkungen – wie Fieber, Schüttelfrost und grippeähnliche Beschwerden – ist für den Impfstoff von AstraZeneca derzeit höher als die für die beiden mRNA-Impfstoffe.

Bisher gab es 351 Todesfälle nach COVID-19-Impfungen

In 2.287 Verdachtsfällen wurden schwerwiegende unerwünschte Reaktionen gemeldet. Davon sind 351 Personen im Alter von 24 bis 102 Jahren in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung gestorben. Der Median des Alters betrug 86 Jahre, das mittlere Alter 74 Jahre.

Hiervon betrafen 286 Todesfälle Personen, die mit Comirnaty geimpft worden waren. Bei 57 gemeldeten Todesfällen ist nicht klar, mit welchem Impfstoff geimpft worden war. In vier Fällen starben Personen nach der Impfung mit Moderna und ebenfalls in vier Fällen nach der Impfung mit AstraZeneca.

Zwei Fälle von Sinusvenenthrombosen traten nach der Impfung mit BionTech/Pfizer auf

Bis heute sind 19 Fälle von Sinusvenenthrombose im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung bekannt. In zwölf Fällen wurde auch eine Thrombozytopenie gemeldet. Mit Ausnahme von zwei Fällen betrafen alle Meldungen Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren. Die beiden Männer waren 36 und 57 Jahre alt. In sechs Fällen war der Ausgang tödlich.

Zwei Fälle einer Sinusvenenthrombose wurden nach Impfung mit dem Vakzin Comirnaty von BionTech/Pfizer gemeldet. In keinem Fall lag hier eine Thrombozytopenie vor. Die Patientinnen waren 47 und 86 Jahre alt.

43533884344188434418943441904353389 4353390 4344193
preload image 1preload image 2preload image 3preload image 4preload image 5preload image 6preload image 7preload image 8preload image 9preload image 10preload image 11preload image 12preload image 13preload image 14preload image 15preload image 16preload image 17preload image 18preload image 19preload image 20preload image 21preload image 22preload image 23preload image 24preload image 25preload image 26preload image 27preload image 28preload image 29preload image 30preload image 31preload image 32preload image 33preload image 34preload image 35preload image 36preload image 37preload image 38preload image 39preload image 40preload image 41preload image 42preload image 43preload image 44preload image 45preload image 46preload image 47preload image 48preload image 49preload image 50preload image 51preload image 52preload image 53preload image 54preload image 55preload image 56preload image 57preload image 58preload image 59preload image 60preload image 61preload image 62preload Themeimage 0preload Themeimage 1preload Themeimage 2preload Themeimage 3preload Themeimage 4preload Themeimage 5preload Themeimage 6preload Themeimage 7preload Themeimage 8preload Themeimage 9preload Themeimage 10preload Themeimage 11preload Themeimage 12preload Themeimage 13preload Themeimage 14preload Themeimage 15preload Themeimage 16preload Themeimage 17preload Themeimage 18preload Themeimage 19preload Themeimage 20preload Themeimage 21preload Themeimage 22preload Themeimage 23preload Themeimage 24preload Themeimage 25preload Themeimage 26preload Themeimage 27preload Themeimage 28
Bitte bestätigen Sie
Nein
Ja
Information
Ok
loginform
Kommentarvorschau
Kommentarvorschau schliessen
Antwort abbrechen
Ihr Kommentar ist eine Antwort auf den folgenden Kommentar

Keine Kommentare