Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern

Stipendien in der Zahnmedizin im Gespräch

Um möglichen Engpässen bei der zahnmedizinischen Versorgung in Mecklenburg-Vorpommern entgegenzusteuern, hat die CDU im Landtag Stipendien für Zahnmedizinstudierende ins Gespräch gebracht.

Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Humanmedizinstudierende mit Stipendien, um sie für die Tätigkeit auf dem Land zu gewinnen. Ob solche Programme auch für Zahnmedizin vorstellbar sind, wird gerade in der Politik diskutiert. Adobe Stock_ tong2530

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Sebastian Ehlers, hat sich für eine Ausweitung des Programms ausgesprochen, das bereits für Medizinstudierende im Land existiert. "Die Zahlen über die Entwicklung der Versorgungsdichte und des Durchschnittsalters der Zahnärzte erfordern entschiedenes Handeln", erklärte Ehlers.

Stipendien als Anreize zur Sicherung der Versorgungsdichte

"Eine zahnärztliche Unterversorgung droht insbesondere in ländlichen Regionen. Um dem entgegenzutreten, müssen Anreize zur Sicherung der Versorgungsdichte geschaffen werden." Ein Element könnte laut Ehlers die Ausweitung des Programms für Medizin-Stipendien sein.

Ehlers: "Die Anreize für die Vergabe der Stipendien im Bereich der Humanmedizin wurden offenbar richtig gesetzt. Da im Bereich der Zahnmedizin ebenfalls Herausforderungen hinsichtlich der Versorgungsdichte absehbar sind, sollte die Erweiterung des Kreises der Zuwendungsempfänger von der Human- auf die Zahnmedizin zeitnah geprüft werden."

Stipendium für Medizinstudierende

Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Humanmedizinstudierende mit Stipendien, um diese für eine spätere ärztliche Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen.

Wer die Finanzspritze erhält, verpflichtet sich, nach dem Studium und der entsprechenden Facharztweiterbildung für eine Dauer von mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen oder im öffentlichen Gesundheitsdienst Mecklenburg-Vorpommerns ärztlich tätig zu sein.

Das Stipendium beträgt 300 Euro monatlich und kann bis zum Ende des Medizinstudiums (dem Bestehen des dritten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung), jedoch längstens für vier Jahre und drei Monate, ausgezahlt werden. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit M-V stellt bis 2022 dazu eine Million Euro zur Verfügung. Voraussetzung ist eine Immatrikulation an einer Universität in Mecklenburg-Vorpommern (Rostock oder Greifswald).

In Mecklenburg-Vorpommern zeichnen sich - aufgrund des demografischen Wandels im Berufsstand - künftige Probleme bei der zahnmedizinischen Versorgung auf dem Lande ab. Deshalb hatte die Kammer bereits ein Konzept vorgelegt, um möglichen Engpässen entgegenzuwirken.

Zukunftskonzept für die Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern zeichnen sich Probleme in der zahnmedizinischen Versorgung auf dem Land ab.

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Den Vorschlag Ehlers kommentiert der Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, gegenüber den zm so: "Natürlich ist es notwendig, verschiedene Lösungsansätze im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel und den Entwicklungen im ländlichen Raum zu diskutieren. Anreize in der Form von Stipendien könnte dabei ein Mosaikstein sein. Erste Ergebnisse gibt es bei Studierenden der Humanmedizin. Diese Effekte müssen gut beobachtet werden."

Oesterreich: Auch die Selbstverwaltung ist gefordert!

Aber schon jetzt werde es deutlich, dass auch die Selbstverwaltung gefordert sei, eigene Konzepte zu entwickeln, betont Oesterreich: "Die Zahnärztekammer M/V möchte daher eine Berufszufriedenheitsstudie durchführen, um auf solider Datengrundlage und vor allen Dingen entlang der Erfahrungen und Wünsche des Berufsstandes weitere Aktivitäten der Selbstverwaltung zu entwickeln und gegebenenfalls mit weiteren Playern umzusetzen."

Aktuelle Zahlen der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

Aktuell (Stand 30. Januar 2019) verzeichnet die Kammer 2.138 Kammermitglieder, davon sind 1.071 niedergelassen und 204 in Praxen angestellt (einschließlich Assistenten), 154 Zahnärzte sind außerhalb der Praxen tätig und 709 Zahnärzte sind im Ruhestand beziehungsweise zurzeit ohne zahnärztliche Tätigkeit. Der Altersdurchschnitt der niedergelassenen ZÄ beträgt heute 54,06 Jahre.

 

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Zahnärztezahlen von 1991 bis 2019 in Mecklenburg-Vorpommern. | ZÄK M-V

Die Grafik verdeutlicht den demografischen Wandel im Berufsstand. | ZÄK M-V

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