Kassenärztliche Bundesvereinigung

TI-Anbindung: Erstattung der Kosten für ermächtigte Ärzte geregelt

Ermächtigte Ärzte und Einrichtungen bekommen in ausgewählten Fällen noch bis Ende 2020 die Anschluss- und Betriebskosten für die Telematikinfrastruktur (TI) über die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) erstattet. Seit Jahresbeginn war die Finanzierung unklar.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich mit den Krankenkassen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) auf eine Übergangslösung verständigt, wonach die KVen bis zum 31. Dezember 2020 die Auszahlung der Pauschalen für die TI für ermächtige Ärzte und Einrichtungen übernehmen. Adobe Stock_abrastack

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich mit den Krankenkassen und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) auf eine Übergangslösung verständigt. Die Vereinbarung sieht vor, dass die KVen bis zum 31. Dezember 2020 die Auszahlung der Pauschalen für die TI für ermächtige Ärzte und Einrichtungen übernehmen. Danach übernimmt die DKG diese Aufgabe.

Die Übergangslösung gilt ausschließlich für Ermächtigte, die mit ihrer Praxis oder Einrichtung bereits an die TI angeschlossen sind sowie für die, die noch im alten Jahr die TI-Technik bestellt haben und demnächst installiert bekommen.

Ärzte und Zahnärzte, die fristgerecht bis zum 31. März die notwendige Technik für die TI-Anbindung bestellen, dürfen nicht bestraft werden, fordern KBV und KZBV.

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Dazu wurde die TI-Finanzierungsvereinbarung zwischen KBV und GKV-Spitzenverband rückwirkend zum 1. Januar 2019 angepasst. Dies wurde erforderlich, da die Finanzierungsvereinbarung zwischen Krankenkassen und DKG widersprüchliche Regelungen enthielt.

Kostenerstattung für MVZ läuft ausschließlich über die KVen

Durch die Anpassungen wurde jetzt auch klargestellt, dass die Kostenerstattung für Medizinische Versorgungszentren (MVZ) ausschließlich über die KVen läuft. Eine Abrechnung über die DKG ist nicht möglich. Andere ermächtigte Einrichtungen erhalten die Kostenerstattung immer über die Regelungen der DKG-TI-Finanzierungsvereinbarung, unabhängig davon, ob sie an die IT-Strukturen eines Krankenhauses angeschlossen sind.

Von daher entfällt die Vorgabe, dass MVZ und andere ermächtigte Einrichtungen unter Umständen eine Verzichtserklärung an die KVen oder die KBV hätten senden müssen. Die DKG wird ihre TI-Finanzierungsvereinbarung ebenfalls entsprechend anpassen.

Hintergrund: Ermächtigte Ärzte

Über den Kreis der zugelassenen und angestellten Ärzte beziehungsweise Psychotherapeuten hinaus können Ärzte beziehungsweise Psychotherapeuten zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung ermächtigt werden sofern

  • der Arzt beziehungsweise Psychotherapeut über besondere Untersuchungs- und Behandlungsmethoden oder Kenntnisse verfügt, ohne die eine ausreichende ärztliche Versorgung der Versicherten nicht sichergestellt wird oder
  • um eine bestehende oder unmittelbar drohende Unterversorgung abzuwenden oder
  • um einen zusätzlichen lokalen Versorgungsbedarf abzuwenden oder
  • um einen begrenzten Personenkreis (zum Beispiel Rehabilitanden in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation oder Beschäftigte eines abgelegenen oder vorübergehenden Betriebs) zu versorgen.

Dabei ist genau festgelegt, wie lange, wo und in welchem Umfang der Arzt tätig sein darf.

Nur persönlich ermächtigte Ärzte und Psychotherapeuten werden in der Zählung berücksichtigt. Ärzte und Psychotherapeuten in ermächtigten Einrichtungen (Institutsermächtigungen, also zum Beispiel Psychiatrische Institutsambulanzen) werden nicht berücksichtigt, da diese Informationen in der Regel auch nicht an die Kassenärztlichen Vereinigungen beziehungsweise die Kassenärztliche Bundesvereinigung übermittelt werden.

Ermächtigte Ärzte und Psychotherapeuten können nicht direkt dem hausärztlichen oder fachärztlichen Sektor zugerechnet werden. Aus diesem Grund müssen folgende Besonderheiten beachtet werden:

  • Die Anzahl der ermächtigten Hausärzte (ohne Kinderärzte) ist gleich 0.
  • Ermächtigte Internisten können nicht in hausärztlich tätige Internisten und fachärztlich tätige Internisten unterteilt werden. Deshalb wird in diesen beiden Kategorien als Anzahl der Wert 0 angegeben. Als Folge davon ist bei den Teilnehmenden Ärzten die Summe der hausärztlich tätigen Internisten und der fachärztlich tätigen Internisten kleiner als die Anzahl der Internisten.

Bundesarztregister der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gesundheitsberichterstattung des Bundes

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