apoBank-Studie

So ticken Ärztinnen, Zahnärztinnen und Apothekerinnen!

Sie sehen sich nicht primär als Unternehmerinnen, Umweltschutz ist für sie wichtig und sie wollen mehr Geld. Die apoBank hat Heilberuflerinnen gefragt, was für sie im Job zählt. Ein Geschlechtervergleich.

Was erwarten Heilberuflerinnen von ihrem Job und wie unterscheiden sich ihre Vorstellungen von denen ihrer männlichen Kollegen? Das hat die apoBank mit ihrer Studie „Inside Heilberufe“ untersucht. Adobe Stock_WavebreakmediaMicro

Insgesamt sind beiden Geschlechtern zwar ideelle Werte wichtiger als materielle, allerdings legen Frauen noch weniger Wert auf hohen Lebensstandard, Eigentum und Vermögensbildung als Männer.

Frauen sehen sich nicht als Unternehmerinnen

Die berufliche Karriere ist den Ärztinnen, Zahnärztinnen und Apothekerinnen fast genauso wichtig wie ihren männlichen Kollegen, aber sie sehen sich nicht als Unternehmerinnen. Unternehmerisch tätig zu sein, finden nur 24 Prozent der Frauen für sich interessant, bei Männern sind es mit 42 Prozent fast doppelt so viele.

Umgekehrt ist das Verhältnis, wenn es um nachhaltigen Lebensstil und Umweltschutz geht: Für 70 Prozent der Frauen ist dies ein bedeutendes Anliegen. Immerhin messen auch 61 Prozent der Männer diesen Themen hohe Bedeutung bei. Doch Wohlstandskriterien wie hohes Einkommen, Eigentum oder Vermögensbildung sind ihnen wichtiger.

Sie wollen mehr verdienen

Nach den Wünschen für den beruflichen Alltag gefragt, fällt auf, dass Frauen beim Thema Geld einen Aufholbedarf sehen, und das obwohl ihnen hohe Einkünfte nicht so wichtig sind wie ihren männlichen Kollegen. Mehr Zeit für die Patienten, flexiblere Arbeitszeitgestaltung und mehr Unabhängigkeit bei beruflichen Entscheidungen stehen bei beiden Geschlechtern oben auf der Wunschliste.

Was Fortbildung und Austausch mit Kollegen betrifft, ist das Bedürfnis bei Frauen viel ausgeprägter als bei den Männern. Die Belastung durch Bürokratie empfinden Heilberuflerinnen offenbar noch stärker – die Dokumentation und Verwaltungsarbeit ist für 92 Prozent ein wunder Punkt.

14 Prozent sind richtig unzufrieden

Vor allem bei Frauen sind seit der letzten Befragung im Jahr 2016 die Zufriedenheitswerte mit der beruflichen Situation um elf Prozentpunkte signifikant gefallen: Aktuell liegen sie bei 52 Prozent. Richtig unzufrieden sind 14 Prozent, ein Drittel äußert sich neutral.

„Die sinkende Zufriedenheit unter den Heilberuflerinnen ist ein Warnsignal, denn sie werden mehrheitlich die Gesundheitsversorgung von morgen gestalten“, sagt Daniel Zehnich, Leiter des Bereichs Gesundheitsmärkte und Gesundheitspolitik bei der apoBank. „Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir uns genauer anschauen, wie Frauen in den Heilberufen leben und arbeiten wollen. Laut unserer Studie ist vor allem ein Arbeitsumfeld wichtig, dass Familie und Privatleben als oberste Priorität respektiert, indem es eine flexible und freie Arbeitszeitgestaltung zulässt. Dabei steht die Patientenbehandlung im Vordergrund, mit möglichst wenig Bürokratie und überschaubarer unternehmerischer Tätigkeit in der eigenen Praxis oder Apotheke. Zudem sind genügend Zeit für Fortbildung und Austausch mit Kollegen gewünscht.“

Studienhintergrund

Die Heilberufe werden weiblich: Mehr als 60 Prozent der Medizinstudierenden sind Frauen, in der Pharmazie sind es sogar mehr als 70 Prozent.

Für die Studie im Auftrag der apoBank wurden 500 Heilberufler, darunter Apotheker, Ärzte, Zahnärzte sowie Medizin-, Zahnmedizin und Pharmaziestudenten durch das Institut DocCheck Research befragt. Insgesamt 45 Prozent der Befragten waren weiblich, 55 Prozent männlich.

Laut Statistischem Jahrbuch der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) lag der Frauenanteil bei zahnärztlich tätigen Personen 2017 bei 45,1 Prozent. Das sind bereits 8,8 Prozent mehr als im Jahr 2000.

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