Stiftung Gesundheit

Studie prognostiziert: In fünf Jahren ist die ambulante Medizin weiblich

In fünf Jahren werden mehr Frauen als Männer in der ambulanten Patientenversorgung tätig sein. Das geht aus einer aktuellen Studie der Stiftung Gesundheit hervor. In den Zahnarztpraxen kommt der Wandel am schnellsten.

Laut Hochrechnung wird der Wandel in den Zahnarztpraxen am schnellsten sichtbar: In den nächsten fünf Jahren steigt der Anteil der weiblichen Angestellten um 10,1 Prozentpunkte. (Zum Vergleich: Bei den angestellten Ärztinnen steigt der Anteil um 7,7 Prozentpunkte.) Der Anteil der weiblichen Zahnarzt-Praxisinhaber legt um 5,1 Prozentpunkte zu. (Zum Vergleich: Für den Anteil der Praxis-Inhaberinnen wird ein Plus von 4,8 Prozentpunkten prognostiziert.) Adobe Stock/zeremskimilan

In der Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2018“ hat die Stiftung Gesundheit die Gesamtheit der rund 240.000 Ärzte, Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten analysiert, die in der ambulanten Patientenversorgung in Deutschland tätig sind. Auf Basis des Ist-Zustandes wurde eine Hochrechnung der Mediziner-Demographie für die kommenden fünf und zehn Jahre erstellt.

„Bei den angestellten Ärzten und Zahnärzten haben die Frauen zahlenmäßig schon jetzt mit den Männern gleichgezogen“, beschreibt Studienleiter Prof. Dr. Dr. Konrad Obermann die Ist-Situation. Bei den Praxisinhabern dagegen dominierten – noch – die männlichen Kollegen, die etwa 60 Prozent der niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte stellen.

In den Zahnarztpraxen kommt der Wandel am schnellsten

In beiden Gruppen wird die Zahl der Frauen aber laut der Studie deutlich ansteigen: Insgesamt sind aktuell bundesweit 54 Prozent Männer und 46 Prozent Frauen in der ambulanten Patientenversorgung tätig. In fünf Jahren werden die Frauen mit einem Anteil von 51 Prozent hier die Mehrheit stellen.

Am deutlichsten sichtbar wird der Wandel in den Zahnarztpraxen, wo der Anteil der weiblichen Angestellten am schnellsten wächst: In den nächsten fünf Jahren steigt er um 10,1 Prozentpunkte. Der Anteil der weiblichen Zahnarzt-Praxisinhaber legt in diesem Zeitraum um 5,1 Prozentpunkte zu.

Die Zahl niedergelassener Ärztinnen steigt

Bei den niedergelassenen Ärzten nimmt der Anteil der weiblichen Kräfte in den nächsten fünf Jahren ebenfalls schnell zu: Bei den weiblichen Angestellten legt er um 7,7 Prozentpunkte zu. Für den Anteil der Praxis-Inhaberinnen wird ein Plus von 4,8 Prozentpunkten prognostiziert.

Auch bei den Psychologischen Psychotherapeuten steigt die Anzahl der praktizierenden Frauen. „Der Wandel fällt allerdings weniger drastisch aus, denn hier sind Frauen schon heute in der Mehrheit“, berichtet Obermann. Bei den Praxisinhabern liegt die Frauenquote derzeit bereits bei 73,6 Prozent, bei den Angestellten sogar bei 84,2 Prozent

Frauen in der Medizin kämpfen mit Vorurteilen

Trotz dieser Entwicklung bewerten sowohl Patienten als auch Fachkollegen aktuell die Leistungen von Frauen in der Medizin im Schnitt schlechter als die von Männern. „Dies geschieht, ohne dass es dafür auf den ersten Blick sachliche Gründe gibt“, bemerkt Obermann. „Es geht nun darum, herauszufinden, worauf diese Wahrnehmung beruht und ob sich mögliche Verzerrungen aktiv ändern lassen. Ziel sollte in jedem Fall sein, dass in Zukunft die Ärzteschaft als Ganzes eine mindestens ebenso hohe Akzeptanz genießt wie es heute der Fall ist.“

Die aktuelle Studie ist Teil der Studienreihe „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“, mit der die Stiftung Gesundheit seit 2005 Trends und Entwicklungen im Gesundheitssektor untersucht. Für die aktuelle Ausgabe analysierte die Stiftung Gesundheit die Grundgesamtheit aller rund 240.000 Humanmediziner, Zahnmediziner und Psychologischen Psychotherapeuten in Deutschland, die aktiv in der ambulanten Versorgung tätig sind.

Alle Ausgaben der Studienreihe „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit“ finden Sie unter www.stiftung-gesundheit.de, Webcode „Forschung“.

17664921761049176103817610391766493 1766494 1761041
preload image 1preload image 2preload image 3preload image 4preload image 5preload image 6preload image 7preload image 8preload image 9preload image 10preload image 11preload image 12preload image 13preload image 14preload image 15preload image 16preload image 17preload image 18preload image 19preload image 20preload image 21preload image 22preload image 23preload image 24preload image 25preload image 26preload image 27preload image 28preload image 29preload image 30preload image 31preload image 32preload image 33preload image 34preload image 35preload image 36preload image 37preload image 38preload image 39preload image 40preload image 41preload image 42preload image 43preload image 44preload image 45preload image 46preload image 47preload image 48preload image 49preload image 50preload image 51preload image 52preload image 53preload image 54preload image 55preload image 56preload image 57preload image 58preload image 59preload image 60preload image 61preload image 62preload Themeimage 0preload Themeimage 1preload Themeimage 2preload Themeimage 3preload Themeimage 4preload Themeimage 5preload Themeimage 6preload Themeimage 7preload Themeimage 8preload Themeimage 9preload Themeimage 10preload Themeimage 11preload Themeimage 12preload Themeimage 13preload Themeimage 14preload Themeimage 15preload Themeimage 16preload Themeimage 17preload Themeimage 18preload Themeimage 19preload Themeimage 20preload Themeimage 21preload Themeimage 22preload Themeimage 23preload Themeimage 24preload Themeimage 25preload Themeimage 26preload Themeimage 27preload Themeimage 28
Bitte bestätigen Sie
Nein
Ja
Information
Ok
loginform
Kommentarvorschau
Kommentarvorschau schliessen
Antwort abbrechen
Ihr Kommentar ist eine Antwort auf den folgenden Kommentar

Keine Kommentare