Zahnmedizin

Kräuter für die Zähne

Bis heute macht sich der Mensch die heilende Wirkung von Pflanzen zunutze. Aus ihnen gewonnene Inhaltsstoffe helfen auch bei Zahnproblemen und bei der Mundpflege.

"Bei Zahnstein eine reife Erdbeere auf der Zahnbürste zerdrücken und damit die Zähne putzen!", heißt es in alten Ratgebern. Und zur Vorbeugung gegen Karies sollen "frische, zerkaute Blätter der Knoblauchrauke helfen".


Sechs Mittel und ihre Einsatzgebiete

Die wohl bekannteste in der Zahnheilkunde verwendete Pflanze ist die echte Kamille. Sie wächst auf Getreidefeldern und  Brachäckern als Schuttpflanze sowie an Wegrändern und ist nahezu in ganz Europa beheimatet. Aus den Blüten wird das tiefblaue Azulen gewonnen, das eine stark entzündungshemmende, schmerzstillende und heilende Wirkung entfaltet. Kamillenaufgüsse finden in der Zahnheilkunde Anwendung bei Zahnfleischentzündungen, Wunden, Geschwüren wie Aphthen und Prothesendruckstellen.

Eine der am häufigsten bei Zahnschmerzen und Karies verwendeten Pflanze ist die Nelke. Das aus ihr gewonnene Eugenol wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend, daher wird es seit vielen Jahren in der Zahnmedizin angewendet. Der Inhaltsstoff mit dem typischen Zahnarztgeruch wirkt antibakteriell und antifungal, wie auch gegen Candida. Er wirkt auch gegen Parasiten wie Würmer (Nematoden, Trichomonaden), Milben und Zecken. Außerdem soll die aromatische Knospe zu den besten bekannten Antioxidantien gehören und sich daher wie kaum ein zweites Gewürz zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkraft eignen. Eugenol gilt aber in größeren Mengen genossen als Zellgift und wirkt mutagen, die LD 50 liegt jedoch bei 3g/kgKG.

Fast in jeder Zahnpasta und in jedem Mundwasser ist Minze enthalten. Der in vielen Variationen vorkommende Lippenblütler ist in ganz Europa zuhause. Die Öle wirken antiseptisch und sind daher auch ein wichtiger Konservierungsbestandteil für Zahnpflegemittel. Zudem sind sie schmerzlindernd, regen die Speicheldrüsentätigkeit an und verleihen den Zahnpflegemitteln ihren angenehm frischen Geschmack. Das Pfefferminzöl wird jedoch neben dem in vielen Pasten enthaltenen Menthol in erster Linie von Kindern oft als geschmacklich zu scharf abgelehnt.

Der im Mai bis Juni auf sonnigen Wiesen mit seinen blau-lila Blüten leuchtende Wiesensalbei ist nicht nur wegen seiner aromatischen, dicht behaarten Blätter berühmt, sondern auch wegen seines Extrakts, der aus den Blütenblättern gewonnen und erfolgreich gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt wird. Auch das Salbei-Öl hat eine antiseptische Wirkung. Eine Laboruntersuchung zeigt, dass nach zehnminütigem Einwirken von 0,01-prozentigem Salbei-Öl (das entspricht etwa der Konzentration eines selbst gebrühten Teeaufgusses) Bakterien in Zahnbelägen vermehrt abgetötet werden. Salbei-Extrakte sind in einigen Fertigarzneimitteln enthalten, die bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt werden.

Die Weidenrinde wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend. Ihr Hauptwirkstoff Salicin wird in Darm und Leber zu Salicylsäure metabolisiert. Diese Säure ist als isolierte Substanz auch in Aspirin und vergleichbaren Schmerzmitteln enthalten. Das Mittel ist nicht für Akutschmerzen geeignet, sondern es dauert einige Tage, bis sich der Wirkstoffspiegel angeflutet hat, damit die Wirkung auch eintreten kann. Daher verwenden viele Patienten Weidenrinde als Tee bei chronischen Schmerzen, und zwar nicht nur im Gesicht, sondern auch bei Rücken- oder Gelenkschmerzen.

Die Ananas, beziehungsweise das in der Frucht enthaltene Enzym Bromelain, hat in den letzten Jahren seine volle Berechtigung im Einsatz auch in der Oralchirurgie-Praxis gefunden. Es hat eine entzündungshemmende, blutverdünnende und abschwellende Wirkung. Vor allem bei traumatischen oder postoperativen Schwellungen der Nase und der Nebenhöhlen sowie nach Zahnextraktionen oder anderen oralchirurgischen Eingriffen wird das Enzym in Form von Tabletten angewendet. Aber auch Sportler schätzen die abschwellende Wirkung bei Sportverletzungen und die Linderung bei Muskelkater. 


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