Ambulante Qualitätssicherung bei den Ärzten

Am Anschlag

Die Allgemeinärzte monieren die vielen Vorschriften, mit denen die Qualität ihrer Leistung im ambulanten Bereich dokumentiert, sichergestellt und gefördert werden soll. Während die KBV vor einer weiteren Ausweitung administrativer Aufgaben warnt, muss sie jetzt zudem die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses für eine sektorenübergreifende Qualitätssicherung umsetzen.

Entscheidend bei der Qualitätssicherung sei „eine vernünftige Balance zu finden zwischen gesetzlichen Bestimmungen und den Erfordernissen des Praxisalltags“, betonte KBV-Vorstandsmitglied Dipl. med. Regina Feldmann. F1online

Dr. Franziska Diel, Leiterin des Dezernats sektorenübergreifende Qualitätssicherung und -förderung der KBV, hob hervor, dass das Versorgungsangebot in der ambulanten Versorgung in den vergangenen Jahren enorm gewachsen sei. F1online

Am Anfang stand die These des Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen: „In der vorherrschenden Meinung wird den Krankenhäusern zwar häufig eine besonders hohe Qualität der Behandlung zugesprochen, doch in vielen Punkten schneidet der ambulante Bereich besser ab. Der Umfang an Qualitätssicherung geht hier weit über das hinaus, was von Kliniken gefordert ist.“ Daher wolle die KBV in diesem Jahr gleich mit mehreren Veranstaltungen deutlich machen, wie ernst es den Ärzten mit einer Förderung der Qualität medizinischer Leistungen ist, so Gassen bei einem Presseseminar zum Thema Qualitätssicherung in der ambulanten Versorgung am 12. Januar in Berlin.

„Es wird ein immenser Aufwand betrieben, um das Niveau im ambulanten Bereich zu halten und noch weiter nach oben zu treiben“, sagte Gassen. Er erinnerte daran, dass es für fast 50 Leistungsbereiche verpflichtende Maßnahmen der Qualitätssicherung gebe, dass sich die KBV proaktiv an Qualitätssicherungsmaßnahmen im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beteilige, dass die KVen regional Qualitätsförderung betreiben oder dass sich die Ärzte in freiwilligen Qualitätsinitiativen engagieren.

Motivation nicht gefährden

Dass sich die Ärzte schon immer aus eigenem Antrieb um qualitätsfördernde und -sichernde Maßnahmen kümmerten, stellte KBV-Vorstandsmitglied Dipl. med. Regina Feldmann heraus. Die Förderung ärztlicher Leistungen werde von den Medizinern als ureigenste Aufgabe verstanden, „gerade deswegen haben die Maßnahmen auch eine so hohe Akzeptanz“, so Feldmann. Diese intrinsische Motivation der Ärzteschaft sei unabdingbare Voraussetzung für die Qualitätsentwicklung. Feldmann: „Gerade weil sie ein so hohes Gut ist, darf sie nicht mit überbordenden gesetzlichen Regelungen konterkariert und damit geschwächt werden.“ Zu viel Kontrolle und zu viele gesetzliche Vorgaben bewirkten das Gegenteil. „Es gilt, eine vernünftige Balance zu finden zwischen gesetzlichen Bestimmungen und den Erfordernissen des Praxisalltags“, betonte sie. Wenn Qualitätssicherung zentral vom G-BA festgelegt wird, konterkariere dies die intrinsische Motivation der Ärzte.

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