Lachgassedierung

Die Therapie angenehmer machen

Bei Angstpatienten ist der Zahnarzt mitunter gefordert, besondere sedierende Techniken anzuwenden, um die Situation für beide Seiten angenehmer zu gestalten und den Menschen auf seinem Stuhl behandlungsfähig zu machen. Dieser Beitrag zeigt auf, bei welchen Indikationen Lachgas ein ergänzender Baustein im Rahmen der Behandlung sein kann, wie Sie die Patienten führen müssen und wie die Sedierung abläuft.

Abbildung 1: Lachgassedierung bei einem 15-jährigen Mädchen bei Wurzelrestextraktion Alkilzy

Abbildung 2: Lachgassedierung bei einem 6-jährigen Kind für Pulpektomie an Zahn 65: Die Applikation des Kofferdams sichert die Nasenatmung und reduziert zudem die Raumbelastung durch Lachgas. Alkilzy

Die zahnärztliche Behandlung von nicht kooperativen Kindern und ängstlichen Patienten ist anspruchsvoll. Nicht weniger als zehn bis 30 Prozent der Kinder und Erwachsenen haben eine Form von Angst vor Zahnbehandlungen [CED, 2012]. Psychologische Verhaltensformungstechniken, wie etwa verbale und non-verbale Kommunikation, positive Verstärkung, Ablenkung oder Hypnose, sind während der zahnärztlichen Behandlung allein nicht immer ausreichend [Baygin et al., 2010]. Mithilfe der Sedierung gelingt es häufig, die Angst bei den Patienten zu reduzieren und so günstigere Behandlungsbedingungen zu schaffen.

Dies kann auch helfen, eine langfristige positive Einstellung zu notwendigen zahnärztlichen Behandlungen zu entwickeln. Die Behandlung in Sedierung ist ausgesprochen attraktiv, da diese unter Umständen eine Alternative zur Narkose darstellt. 91 Prozent der Patienten berichten über Zufriedenheit mit der Lachgassedierung und wünschen die nachfolgenden Behandlungen in gleicher Weise [Hennequin et al., 2012]. Obwohl die Kosten und die Risiken für die N2O-Sedierung im Vergleich zur Vollnarkose niedriger sind, wird die Lachgassedierung aufgrund ihrer besonderen Indikationen und Grenzen nicht für alle Patientenfälle als Alternative empfohlen [Daher et al., 2012].

Patientenauswahl

Die Lachgassedierung ist eine sichere Technik und kann bei ASA-I- oder -II-Patienten ab etwa vier Jahren verwendet werden. Bei kleinen Kindern unter vier Jahren wird die Behandlung mit Lachgas nicht empfohlen, da aufgrund des Alters die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit eingeschränkt ist und die Anweisungen an das Kind nur schwierig zu übermitteln sind. Die Lachgassedierung kann bei Kindern und Jugendlichen neben den üblichen Zahnbehandlungen auch gut für kleine chirurgische Eingriffe, beispielsweise Lippenbändcheninzisionen oder die Freilegung beziehungsweise auch die Entfernung von impaktierten Zähnen, eingesetzt werden (Abbildung 1).

Auch bei erwachsenen Patienten bietet sich die Lachgassedierung für eine angenehme zahnärztliche Behandlung an. Hier profitieren ängstliche Patienten, Patienten mit Zahnarztphobie, Patienten mit starkem Würgereiz oder ungeduldige Patienten vor allem bei chirurgischen Behandlungen am Zahnarztstuhl wie etwa bei Weisheitszahnextraktionen oder bei zeitaufwendigen Behandlungen wie Wurzelkanalbehandlungen oder Kronenpräparationen.

Lachgas beeinflusst die Stoffwechselwege kaum und wird fast vollständig unverändert über die Lungen ausgeschieden. Daher ist es auch bei Patienten anwendbar, die Nieren- oder Lebererkrankungen haben, denn nur weniger als 0,004 Prozent des Gases werden tatsächlich im Körper metabolisiert [Alai et al., 2012].

Vorsicht ist jedoch bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, schwerem Asthma, psychischen Störungen oder Schwangerschaft geboten. Aufgrund der potenziellen Ansammlung des Lachgases in luftgefüllten Hohlräumen und der folgenden schmerzhaften Ausdehnung sollte Lachgas bei Patienten mit Mittelohrentzündung, Atemwegsinfekten oder Darmverschluss nicht verwendet werden (Tabelle zu Indikationen und Kontraindikationen).

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