Interview

„Die Projekte sollten den Patienten als Entscheider stärken!“

Dr. Martin Danner ist Bundesgeschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen e.V. (BAG SELBSTHILFE). B.A.G. Selbsthilfe Klaus Goergen-Lensmen

Der Innovationsfonds soll nach dem Willen des Gesetzgebers Impulse für die Patientenversorgung setzen. Kann dieses Ziel mit dem Innovationsausschuss erreicht werden?

Dr. Martin Danner:

Grundsätzlich ist in Erinnerung zu rufen, dass in der Vergangenheit Leistungsausgrenzungen in der GKV – auch beispielsweise beim Zahnersatz – damit gerechtfertigt wurden, dass es ein Finanzierungsdefizit in der GKV gäbe. Da ist es schon erstaunlich, dass nun circa 300 Millionen Euro über den Innovationsfonds verausgabt werden sollen für Vorhaben, die über die Regelversorgung hinausgehen. Dies macht nur Sinn, wenn der Innovationsfonds Vorhaben auf den Weg bringt, die erwiesenermaßen und nachhaltig eine Verbesserung der Versorgung mit sich bringen. Hierfür sind wirklich innovative Ideen erforderlich.

Welche Art von Projekten sollten aus Sicht der Patientenvertreter auf jeden Fall gefördert werden?

Es sollten Projekte gefördert werden, die die Rolle des Patienten als selbstbestimmten und informierten Entscheider stärken. Auch Themen wie die Barrierefreiheit von Zahnarztpraxen sind uns wichtig, aber auch im Kontext einer älter werdenden Gesellschaft bedeutsam. Entsprechendes gilt für die Aufrechterhaltung der Versorgung im ländlichen Raum.

Wo sehen Sie den größten Bedarf an Innovationen für die Regelversorgung?

Die Transparenz im Gesundheitswesen muss gerade für die Patientinnen und Patienten wieder verbessert werden. Dies betrifft die Transparenz von Versorgungsstrukturen, die Transparenz zur Qualifikation der (Zahn-)Ärzte und auch die Transparenz von rechtlichen Regelungen.

Welchen Einfluss erhoffen Sie sich von den Innovationen auf das Arzt-Patienten-Verhältnis?

Eine Stärkung der Rolle des Patienten als aufgeklärten Entscheider. Die neuen Versorgungsformen dürfen nicht so gestaltet sein, dass Patienten nur noch als unmündige Objekte der Behandlung hin- und hergeschoben werden.


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