Die Entwicklung des Zahnarztberufs (9)

Genese des zahnärztlichen Verbandswesens

Der Erfolg einer jeden Berufspolitik ist stets an eine funktionierende Interessenvertretung gebunden – umso mehr, wenn die Bedeutung eines noch jungen, beziehungsweise noch nicht konsolidierten Berufsstandes erst in politischen Auseinandersetzungen erstritten werden muss. Dieser Beitrag befasst sich mit der Entwicklung eines schlagkräftigen deutschen zahnärztlichen Verbandswesens.

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Im „Zahnärztehaus“ in Köln haben die beiden großen standespolitischen Organisationen der Zahnärzte, BZÄK und KZBV, ihre erste Heimat gefunden. zm-Archiv

Noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte von einer Organisation der Zahnärzte keine Rede sein. Erst 1848 wurde der erste zahnärztliche Verein gegründet. Bis 1870 folgten lediglich sieben weitere, zumeist lokale Vereine, von denen allerdings zum Zeitpunkt der Gründung des Deutschen Reiches (1871) nur noch zwei aktiv waren. Der „Verein Deutscher Zahnärzte“ existierte lediglich von 1859 bis 1862. In diesem war – aller Wahrscheinlichkeit nach – bereits 1859 der „Verein der Zahnärzte in Berlin“ aufgegangen. Auch der 1855 gegründete „Zahnärztliche Verein in Sachsen“ stellte seine Aktivitäten – wohl mangels Resonanz – 1869 ein. Der 1862 in Breslau konstituierte „Zahnärztliche Verein für Schlesien“ trat erst gar nicht öffentlich in Erscheinung. Ebenso wenig Bedeutung erlangte der ebenfalls seit 1862 bestehende „Verein der Berliner Zahnärzte“, ohne dass dieser jedoch offiziell aufgelöst worden wäre. Selbst der 1857 gegründete „Zahnärztliche Verein in Hamburg“ führte seit der Mitte der 1960er-Jahre nur eine „Scheinexistenz“.

Somit traten zum Zeitpunkt der Reichsgründung (1871) nur der 1859 gegründete „Central-Verein deutscher Zahnärzte“ (CVdZ) – die Vorgängerorganisation der heutigen DGZMK – sowie der „Verein deutscher Zahnärzte zu Frankfurt am Main“ öffentlich in Erscheinung. Dass der nationale Central-Verein anders als die heutige, wissenschaftlich ausgerichtete DGZMK auch stark standespolitisch orientiert war, lässt sich seiner Satzung entnehmen: Nach § 2 der Statuten galt die „Hebung des Standes der Zahnärzte in wissenschaftlicher und sozialer Beziehung“ als Hauptziel der Organisation. Seit 1861 erschien als Presseorgan des CVdZ die „Deutsche Vierteljahrsschrift für Zahnheilkunde“.

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