Leitlinie zur instrumentellen zahnärztlichen Funktionsanalyse – Teil 1

Instrumentelle Bewegungsanalyse 1

Abbildung 2: Beispiel für ein okklusionsebenennah und berührungslos messendes System zur Bewegungsaufzeichnung des Unterkiefers (hier: Jaw Motion Analyser JMA, Fa. Zebris Medical). © Ahlers

Ausblick

In einer der nächsten Ausgaben stellen wir im Rahmen der Leitlinie Instrumentelle Funktionsanalyse den Abschnitt zur Kondylenpositionsanalyse vor. Zudem erfüllt sie eine diesbezügliche Forderung des DIMDI, also letztlich der Gesundheitspolitik [Tinnemann et al., 2010].

Die Autoren dieser für die Veröffentlichung bearbeiteten Kurzfassung der Leitlinie danken den übrigen an der Erstellung der zugrundeliegenden Leitlinie beteiligten Co-Autoren für deren methodische Begleitung und Unterstützung (in alphabetischer Reihenfolge): Klaus Bartsch (VDZI), ZA Jochen Feyen (DGÄZ), Dr. Gunnar Frahn (DAZ), Sylvia Gabel (VMF), Prof. Dr. Bernd Kordaß (DGCZ), Dr. Birgit Lange-Lentz (KZBV), Prof. Dr. Dr. Andreas Neff (DGMKG), Prof. Dr. Peter Ottl (DGPro), Dr. Diether Reusch (DGÄZ), Prof. Dr. Olaf Winzen (BZÄK), Priv.-Doz. Dr. Anne Wolowski (AKPP) für deren sehr engagierte, kritische und zugleich konstruktive Mitwirkung sowie Dr. Silke Auras (DGZMK, Leitlinienbeauftragte) und Dr. Cathleen Muche-Borowski (AWMF) für deren methodische Begleitung und Unterstützung. Die Leitlinie im Original finden Sie auf der Website der AWMF veröffentlicht.


Unter dem Begriff der instrumentellen Funktionsanalyse (InstrFA) werden im zahnärztlichen Bereich Untersuchungsmethoden verstanden, die unter Zuhilfenahme spezieller Instrumente und Geräte eine in quantitativer beziehungsweise qualitativer Hinsicht ausgerichtete Beurteilung der Funktion des kraniomandibulären Systems ermöglichen.
Die Betrachtung der Funktion kann sich dabei auf unterschiedliche Aspekte fokussieren, vor allem auf
• kinematische Aspekte des Unterkiefers (Aufzeichnung von Bewegungen und deren Analyse (instrumentelle Bewegungsanalyse) zur Programmierung von Artikulatoren und / oder zur Bestimmung der Funktionstüchtigkeit des kraniomandibulären Systems),
• die Kondylenposition (Kondylenpositionsanalyse),
• die Kieferrelation (horizontale Kieferrelationsbestimmung mittels Stützstift-Registrierung) und auf
•  Aspekte der Muskelaktivität der Kiefermuskulatur bei bestimmten Unterkieferhaltungen / Unterkieferlagen, Unterkieferbewegungen oder komplexen Aufgaben wie dem Kauen (insbesondere Elektromyografie der Kaumuskulatur).

Dementsprechend ist die Leitlinie „Instrumentelle Funktionsanalyse“ in vier Kapitel gegliedert, die nachfolgend in den zm veröffentlicht werden:
Teil 1: „Instrumentelle Bewegungsanalyse“,
Teil 2: „Kondylenpositionsanalyse“,
Teil 3: „Kieferrelationsbestimmung“ und
Teil 4: „Oberflächen-Elektromyografie der Kaumuskulatur in der zahnärztlichen Anwendung“.



Leitlinie zur instrumentellen zahnärztlichen Funktionsanalyse

Die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) hat in vier Kapiteln eine S2k-Leitlinie zur instrumentellen zahnärztlichen Funktionsanalyse erstellt. Die wichtigsten Informationen finden Sie hier zusammengefasst, beginnend mit dem ersten Kapitel zu den kinematischen Aspekten des Unter-kiefers: der instrumentellen Bewegungsanalyse.

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Im Bereich der Techniken der instrumentellen Funktionsanalyse sind die wissenschaftlichen Stellungnahmen erstmals durch eine S2k-Leitlinie abgelöst worden. Eine Kurzfassung dieser Leitlinie veröffentlicht die zm in vier Teilen. Dieser zweite Teil ist dem Abschnitt der Kondylenpositionsanalyse gewidmet und beschreibt den Inhalt des Verfahrens, seine Ziele und den Nutzen für die zahnärztliche Praxis.

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In den ersten beiden Abschnitten der Leitlinie zur instrumentellen zahnärztlichen Funktionsanalyse wurden die kondyläre Bewegungsaufzeichnung, die Bewegungsanalyse sowie die Kondylenpositionsanalyse thematisiert. Dieser dritte Teil der Leitlinie ist der Kieferrelationsbestimmung mittels Stützstift-Registrat gewidmet.

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Prof. Dr. Alfons Hugger
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Universitätsklinikum Düsseldorf
Moorenstraße 5, 40225 Düsseldorf

Prof. Dr. Karl-Heinz Utz
Käferweg 1, 53639 Königswinter-Stieldorf

Dr. Wolf-Dieter Seeher
Südliche Auffahrtsallee 64, 80639 München

Priv.-Doz. Dr. M. Oliver Ahlers
Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik, Zentrum ZMK Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistr. 52, 20251 Hamburg


Alle Leitlinien auf zm-online

Drei wissenschaftliche Fachgesellschaften aus der Zahnmedizin haben die S1-Handlungsempfehlung "Kompositrestaurationen im Seitenzahnbereich" herausgegeben.

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Bei der zahnärztlichen Behandlung von Crystal Meth-Abhängigen sollten spezifische Besonderheiten berücksichtigt werden. Die weltweit erste S3-Leitlinie soll auch Zahnärzten Handlungssicherheit geben.

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Bei der AWMF ist seit dem 19. Februar erstmals eine S3-Leitlinie zu vollkeramischen Kronen und Brücken abrufbar. In einem über zweijährigen Prozess wurde federführend durch die DGPro und die DGZMK in Zusammenarbeit mit zwölf weiteren beteiligten Fachgesellschaften und Institutionen die vorhandene wissenschaftliche Evidenz zur Langzeitbewährung vollkeramischer Kronen (Vollkronen) und Brücken (3-gliedrige Brücken) ausgewertet.

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Eine Aktualisierung der Leitlinie "Operative Entfernung von Weisheitszähnen" ist jetzt erschienen. Sie liegt jeweils als Fassung für Zahnärzte und für Patienten vor.

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Patienten mit einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte oder nach Tumoroperationen leiden mitunter an komplexen Formstörungen. Liegen diese im Nasen-Bereich, gibt eine neue Leitlinie Orientierung für Behandler.

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Erstmals wurde nach den offiziellen Regularien der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) eine S3-Leitlinie zur Therapie periimplantärer Infektionen (periimplantäre Mukositis und Periimplantitis) entwickelt.

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Die erste S2k-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie des Down-Syndroms (Trisomie 21) im Kindes- und Jugendalter ist da. Sie enthält zahlreiche Handlungsempfehlungen für Vorsorge, Diagnostik, Therapie und Entwicklungsförderung - auch für Zahnmediziner.

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Erstmals wurde federführend durch die DGI und die DGZMK eine S3-Leitlinie zur kaufunktionellen Rehabilitation bei Zahnunterzahl beziehungsweise Zahnverlust bei Patienten unter Antiresorptivatherapie (Bisphosphonate, Denosumab) entwickelt.

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Die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und -therapie (DGFDT) hat in vier Kapiteln eine S2k-Leitlinie zur instrumentellen zahnärztlichen Funktionsanalyse erstellt. Die wichtigsten Informationen finden Sie hier zusammengefasst, beginnend mit dem ersten Kapitel zu den kinematischen Aspekten des Unter-kiefers: der instrumentellen Bewegungsanalyse.

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Rezidivierende Aphthen gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Mund- und Rachenschleimhaut. Jetzt ist die S2k-Leitlinie zur Diagnostik und zu Therapieoptionen von Aphthen und aphthoiden Läsionen erschienen.

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Die Versorgung von Kindern mit verschluckten und eingeatmeten Fremdkörpern ist Gegenstand einer neu erschienenen Leitlinie, an der die Deutsche Gesellschaft für Kinderchirurgie (DGKCH) mitgearbeitet hat.

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Zentrales Ziel der Zahnerhaltung ist die Gesunderhaltung des naturgesunden beziehungsweise des kariesfreien, sanierten Gebisses. In der vorliegenden Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) werden grundlegende Empfehlungen zur Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen formuliert.

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Die neue Leitlinie betrifft alle Patienten mit Unfall-bedingten Verletzungen an bleibenden Zähnen im Wechsel- und/oder im bleibendem Gebiss und schließt damit die Traumatologie der Milchzähne aus. Angemerkt werden muss, dass die Qualität der Evidenz aus klinischen Studien zum Versorgungsaspekt Zahntrauma niedrig bis sehr niedrig ist (Evidenzlevel III-IV). Aus diesem Grund sind die in der Leitliniengruppe formulierten Empfehlungen als Therapieoptionen beziehungsweise Behandlungsvorschläge („Soll“, „Sollte“ sowie „Kann“) zu verstehen.

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Das European Resuscitation Council (ERC) hat in seinen Leitlinien 2015 entscheidende Fragestellungen zur gesamten Reanimationskette auf Basis des bestehenden Wissenstandes aktualisiert. Die Empfehlungen sind klar formuliert: Frühes Erkennen der Situation und Verhindern eines Kreislaufstillstands, frühe cardiopulmonale Reanimation und frühe Defibrillation. Eine Zusammenfassung.

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