ERGO Direkt/2te-ZahnarztMeinung

Dr. Engel: „Herr Lehmann: Sie irren!“

Sehr geehrter Herr Lehmann, Sie irren. Wir denken zuerst als Mediziner und finden, (zahn)medizinische Therapie kann man nicht versteigern wie Turnschuhe.

© [M] Ergo Group AG -zm

Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer © Axentis.de

Sehr geehrter Herr Lehmann, Sie irren.

Wir denken zuerst als Mediziner und finden, (zahn)medizinische Therapie kann man nicht versteigern wie Turnschuhe. Denn eine Therapieentscheidung ist eine hochkomplexe Angelegenheit: Mundgesundheitszustand, systemische Erkrankungen, medizinische Prognosen, Wünsche des Patienten, geeignete Materialien.

Dass ein Patient bei so einer komplexen Thematik eine Zweitmeinung wünscht, ist verständlich – und wird von uns unterstützt. Was aber nicht für die Einholung einer Zweitmeinung geeignet ist, ist ein Auktionsportal. Denn hier wird nicht ein Patient vorstellig, sondern allein sein Heil- und Kostenplan. Mit der Bitte um ein darunterliegendes finanzielles Angebot. Ohne Befunderhebung, ohne alles.

Da schüttelt der Mediziner den Kopf.

Nicht zu viel für eine Leistung bezahlen zu wollen, ist das gute Recht des Patienten. Er soll sich gerne eine echte zweite Meinung einholen. Ein anonymes Bewertungsportal ist hierfür aber zwingend ungeeignet.

Die verschiedenen Behandlungsalternativen werden gemeinsam zwischen Patient und Zahnarzt besprochen, damit – auch unter Berücksichtigung der Kosten – eine Behandlungsentscheidung getroffen werden kann. Von Fachfremden kann das nicht bewertet werden.

Erst nach der Entscheidung wird der endgültige Heil- und Kostenplan erstellt.

Ohne genaue Diagnostik auch kein verbindlicher Therapieplan. Nichts anderes fordern die Zahnärztekammern, denn die Berufspflichten fordern wissenschaftliches Vorgehen.


Lesen Sie den Schlagabtausch!

Dr. Engel gefällt nicht, was er auf der 2ten-ZahnarztMeinung sieht. Die riesigen Preisunterschiede irritieren ihn. Auktionszahnärzte sind für ihn Nestbeschmutzer. Der Portalbetreiber ein windiger Geschäftemacher, und unterstützende Krankenversicherungen wollen ihre Kunden sowieso nur aus Profitgier hinters Licht führen. Ist es wirklich so einfach?

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Sehr geehrter Herr Lehmann, Sie irren. Wir denken zuerst als Mediziner und finden, (zahn)medizinische Therapie kann man nicht versteigern wie Turnschuhe. Denn eine Therapieentscheidung ist eine hochkomplexe Angelegenheit: Mundgesundheitszustand, systemische Erkrankungen, medizinische Prognosen, Wünsche des Patienten, geeignete Materialien.

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In den Möglichkeiten der Landeszahnärztekammern gegen berufsrechtliche Verstöße zu ermitteln und vorzugehen, zeichnet sich ein differenziertes Bild im Hinblick auf die Ermittlungskompetenzen der Kammern und die Einleitung eines berufsgerichtlichen Verfahrens. Die Grundlagen bilden die jeweiligen Heilberufekammergesetze der Länder.

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Ob Sie es wahrhaben wollen oder nicht: Unsere Intervention hat nicht zuletzt die Interessen der Patienten im Blick. Und nur ein zufriedener Patient kommt wieder. Das hilft dann dem Zahnarzt.

Sie dagegen sind ausschließlich altruistisch unterwegs? Wieviel Prozent Provision kassieren Sie denn für jeden vermittelten Patienten? 10 Prozent der Behandlungskosten? Oder sogar 20 Prozent? Sie bekommen Geld für eine Behandlung, die sie gar nicht ausführen.

Sie behaupten, dass Sie nur ein Ziel verfolgen:

Die Patienten vor – von Ihnen titulierten – Halsabschneidern zu bewahren. Dann rufe ich Sie auf, den zuständigen (Landes-) Zahnärztekammern Ross und Reiter zu benennen. Ich darf Ihnen versichern, dass es ureigenstes Interesse der Zahnärzte ist, die schwarzen Schafe aus dem Verkehr zu ziehen. Und dass uns die Heilberufe- und Kammergesetze hierfür die Mittel in die Hand geben.

Die pauschale Diffamierung des Berufsstands hilft hierbei aber nicht weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Peter Engel, Präsident der Bundeszahnärztekammer
Chausseestr. 13, 10115 Berlin


Alle Leserbriefe zum Fall Ergo Direkt & 2te-ZahnarztMeinung.de

Wenn ich die Gründe für das „GKV-Selbstverwaltungsstärkungsgesetz“ richtig verstanden habe, dann war es das Fehlverhalten eines Einzelnen und ein Mangel an demokratischer Kontrolle. So ist es auch hier: Einzelne schaden der Profession, während die Mehrheit hart und fair mit und für ihre Patienten arbeitet.

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Eigentlich ist jedem intelligenten Menschen klar, dass „billiger“ in der Regel nicht konsequenter‧weise auch „besser“ bedeutet. Vielmehr ist der Zusammenhang zwischen „Preis“ und „Qualität“ wohl eher ein direkter als ein indirekter.

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Sehr geehrter Herr Lehmann,
wenn es denn eine tatsächliche zweite Meinung wäre, die die „Kollegen“ da abgeben. Und wenn es ihren Kunden denn tatsächlich um den Schutz von Patienten vor Abzocke ginge. Nein, es ist schlicht der Versuch eines Zahnarztes, mit möglichst geringem Aufwand und ohne eigene geistige Leistung seine Praxis-Auslastung zu erhöhen.

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Ich bin entsetzt. Über den Schreibstil, die Wortwahl. Da reiht einer Begriffe wie „Nestbeschmutzer, windige Geschäftsleute, Profitgier, hinters Licht führen“ usw. hintereinander. In Zeichen ausgedrückt, machen diese Beleidigungen des Herrn Lehmann gefühlt 30 Prozent seines Textes aus.

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Wir hatten in unserer Praxis bei einem Patienten eine ähnliche Situation wie im Artikel geschildert. Geplant war eine größere implantologisch-prothetische Versorgung, und unser Patient (zusatzversichert bei der ERGO Direkt) kam mit den genehmigten Heil- und Kostenplänen zurück in unsere Praxis. Er zeigte uns das Schreiben der ERGO (Zahnkosten-Optimierer, siehe Artikel zm) und wunderte sich, warum sein HKP im Internet gelandet war.

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Ganz abgesehen davon, dass Holger Lehmann schon die Grundregeln der Wirtschaft aus dem 19. Jahrhundert negiert, hat ein Preisdumping mit einer zweiten Meinung doch überhaupt nichts zu tun.

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Liebe Kolleginnen und Kollegen, geht so „Vertragspartnerschaft“? „We are not amused“.

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Sind Sie es auch so satt? Diese ständigen Sticheleien in der Presse, diese Darstellung, dass wir als Ärzte nur geldgeil sind. So auch wieder im Artikel der zm 21 vom 1.11.2016, in dem Holger Lehmann, Geschäftsführer von dem Auktionsportal 2te-ZahnarztMeinung.de, die Bemerkung platzieren muss: „Manche Zahnärzte meinen eben, wenn ein Patient mit Zusatzversicherung kommt, ist Weihnachten“. Es ist beleidigend, es ist abwertend.

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2te Zahnarztmeinung? Welch ein Euphemismus! Eine zahnärztliche Zweitmeinung besteht aus einer fachlich fundierten Auseinandersetzung mit einem gegebenen Therapieplan. Diese ist hier aber gar nicht gefragt sondern lediglich ein Kampfpreisangebot – orientalischer Basar wäre treffender.

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In Ihrem sehr interessanten Artikel über die Geschäftspraktiken der ERGO-Versicherung stellen Sie am Schluss die Frage, ob dies ein Einzelfall ist. Diese Frage kann ich verneinen.

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Wir können die Manipulation bei den Auktionen bestätigen: Während unserer Zusammenarbeit mit der 2ten-ZahnarztMeinung haben wir praktisch nie ein eigenes Gebot errechnet, sondern wir konnten ein Schema erkennen.

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Wir lassen uns mal wieder gefallen, dass die AOK unsere Leistungen kürzt, Puffertage und so weiter und so fort. Wieso wehren wir uns nicht?

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Was nicht geht ist, dass mein geistiges Eigentum und Resultat meiner Arbeit, die auf einem Studium und zahllosen Fortbildungen beruht, von einem Dritten ins Netz gestellt und zur Ersteigerung angeboten wird.

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Dr. Peter Engel ist mir seit den gemeinsamen „Kieler Zeiten“ ans Herz gewachsen, weil er schon während seiner Studentenzeit immer die Patienten in den Mittelpunkt der Behandlung gestellt und Gewinnmaximierung – in welcher Form auch immer – und Kostenminimierung um jeden Preis abgelehnt hat.

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Bundeszahnärztekammer
Chausseestr. 13,
10115 Berlin

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