Die zm-Kolumne rund um die relevanten Praxisfragen: Zusammenarbeit im Team

Personalführung im Alltag braucht einen Plan

Brief an Christian Henrici

Brief an Christian Henrici

Die Anfragen zu dem Thema „Personal“ lassen sich in drei Kategorien einteilen:

1. Unzufriedene Mitarbeiter: Wie funktioniert Mitarbeiterbindung und wie verbessere ich die Zusammenarbeit?
2. Personalmangel: Wie finde ich passende Mitarbeiter?
3. Employer-Branding: Wie kann ich meine Praxis entsprechend positionieren?

Leichter gesagt als getan. Natürlich wissen Sie und Ihre Mitarbeiter, welchen Stellenwert wertschätzender Umgang und zielgerichtete Kommunikation haben.

Die Beziehungsebene ist der Knackpunkt

90 Prozent der täglichen Kommunikation laufen jedoch unbewusst ab. „Eigentlich wollte ich doch nur ...“ Solche oder ähnliche Sätze sind häufig Standard (nicht nur) im Praxisalltag. Ob Sach- oder Beziehungsebene, verbale oder nonverbale Kommunikation, vieles, was „nur gut gemeint war“, erreicht den Empfänger nicht und wird nicht verstanden. Missverständnisse und Störungen im Arbeitsablauf sind die Folge. Passiert es immer wieder, dass Dinge einfach nicht funktionieren, sollte man sich fragen:

  • Was passiert, wenn kommuniziert wird, womöglich noch unter Hektik und Stress? 
  • Wie viel von dem, was gesagt wurde, kommt wirklich an?
  • Wie viel Zeit benötigt selbst „einfache“ Kommunikation? Was bedeutet überhaupt „einfach“ und für wen? 

Missverständnisse führen in diesen Fällen zu Verärgerung und belasten die Zusammenarbeit erheblich. Um Akzeptanz und Offenheit untereinander zu schaffen, Vorurteile abzubauen und sich auf gemeinsame Ziele zu verständigen, bedarf es der Erweiterung des Kompetenzrahmens jedes Teammitglieds.

Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme Ihrer Personalsituation. Messen Sie, was messbar ist. Erhalten Sie dadurch objektivierbare Ergebnisse, mit denen Sie sich mit Ihrem Team zusammen wertneutral und wertschätzend aus Ihrer Ist-Situation heraus entwickeln können. Kommunikation zu professionalisieren ist „trainierbar“. Management- und Teamtrainings bieten hier zielgerichtete Unterstützung. Die erarbeiteten Synergieeffekte in der Zusammenarbeit steigern die Leistungsfähigkeit eines Teams erheblich.
Legen Sie die Basis für zufriedene Mitarbeiter, erhöhen Sie die Mitarbeiterbindung und transportieren Sie Ihr Praxisimage im Rahmen von Employer-Branding. Mit dieser Strategie schaffen Sie es mittelfristig, eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen – unabhängig von Ihrer Praxisgröße!

Die Auswirkungen, die daraus erwachsen, wirken nach innen und nach außen. Ihre Mitarbeiter spüren, dass sie ein wichtiges Teil des Gesamtteams sind – und dass sie jeweils ihr ganzes Potenzial einbringen dürfen und auch sollen. Dies bietet die Grundlage für Fordern und Fördern. Damit schaffen Sie es mittelfristig, jene Mitarbeiter an sich zu binden, die in diesem Sinne arbeiten möchten. Ihre Patienten nehmen durch die authentische und individuelle Darstellung des Teams die Praxis als nahbar wahr und kommen so mit einem „guten Bauchgefühl“. Gleiches gilt für neue Mitarbeiter. Auch diese nehmen die Stimmung auf, die Ihre Praxis vermittelt – dadurch sprechen Sie die Personen an, die in Ihr Team passen.
Häufig erlebe ich Beispiele wie „Ich mache ein Imagevideo zu meiner Praxis, präsentiere kurz die Räumlichkeiten, das Team und offene Stellen – dann läuft das schon“.

Imagevideos, die eine Praxis nur von ihrer Schokoladenseite zeigen, sind toll, reichen aber nicht, um zu überzeugen. Andersrum wird ein Schuh draus: Entwickeln Sie gemeinsam mit Ihrem Team die Aspekte, die Ihre Praxis ausmachen: Was sind die Besonderheiten Ihrer Praxis? Wie erleben die Mitarbeiter das Arbeitsklima? Wie steht es mit der Harmonie im Team? Erfahren Ihre Mitarbeiter Lob und Anerkennung? Veranstalten Sie Firmenausflüge, Weiterbildungen, bieten Sie angemessene Praxiskleidung? Sind Zertifikate von Fortbildungen für Besucher Ihrer Homepage sichtbar? Lassen Sie Ihre Mitarbeiter zu Wort kommen? All diese Dinge zeigen den Charakter einer Praxis und gehören in ein Imagevideo.

Ein flottes Imagevideo reicht nicht

Mit der Erfahrung aus mehr als 2.600 umfassenden Mandaten in zehn Jahren beantwortet der Praxisexperte und Hauptgesellschafter der „OPTI health consulting GmbH“ Fragen von Mandanten und Lesern zum Unternehmen Zahnarztpraxis. Der Einblick in seinen „Praxis“- Alltag soll Lösungsansätze aufzeigen, um Problemen in der Praxis so früh wie möglich begegnen zu können. Oder besser – um diese gar nicht erst entstehen zu lassen. | zm-mg

Ebenso sehen wir, dass viele Landing-Pages noch immer sehr patientenlastig aufgebaut sind – ganz im Stil von „Wir bieten ...“. Oft mit beeindruckender Aufzählung der Leistungen, die jedoch den Besucher schneller überfordert, als ihm lieb ist. Heute ist die Website eine der wichtigsten Außenmerkmale Ihrer Praxis. Sie sollte gut strukturiert sein – keinesfalls überfrachtet! Starten Sie für einen ersten Eindruck mit einem hochwertigen Teambild. Von dort aus sollte der User intuitiv navigieren können: Wo findet er eine kurze Erklärung zur Praxis? Gestalten Sie diese nicht distanziert – holen Sie den Besucher ab! Verwenden Sie Ihre eigenen Formulierungen, überlassen Sie das Texten nicht allein der Agentur. Integrieren Sie einen Button, der direkt zur Karriereseite führt. Pflegen Sie hier offene Stellen, am besten mit einem Knopf, über den direkt Bewerbungen abgeschickt werden können.

Wo finde ich als Patient Angebote Ihrer Praxis? Patienten müssen die Leistungen nicht alle auf einen Blick sehen, aber den Button, der sie dorthin bringt! Wie stellen Sie Ihr Team vor? Das können kurze Texte zu den Lebensläufen und Hobbys der Angestellten sein – am besten von Ihnen verfasst. Denken Sie daran: Je authentischer Sie Ihre Mitarbeiter und sich selbst darstellen, desto kongruenter gelingt der Abgleich in der „Live-Begegnung“. Das schafft Vertrauen aufseiten der Patienten – und steigert die Zufriedenheit der Mitarbeiter, die aus sich selbst heraus in einem starken Team agieren können.

Ich erlebe zudem immer wieder, dass aufgrund von Zeitnot und Stress in der Praxis Bewerbungen „erstmal gesammelt“, bevor sie gesichtet werden. Sie können sicher sein, dass die Kandidaten, die Sie beim Sichten der Daten gerne einladen würden, dann bereits einen anderen Arbeitsplatz in Aussicht haben. Besser ist es, ihnen zumindest ein kurzes Feedback zu senden. Hier kommt es gut an, wenn Sie sich für die Bewerbung bedanken und um etwas Geduld im Hinblick auf die weiteren Schritte bitten.

In diesem Sinne ...
Ihr Christian Henrici
 
Henrici@opti-hc.de
www.opti-hc.de

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