Kieferorthopädie

Aligner und Mini-Implantat-getragene Slider

Die Aligner-Technik hat sich zu einer weitverbreiteten kieferorthopädischen Therapiemethode entwickelt. Im Vergleich zu konventionellen Multibracketapparaturen vermeidet der Einsatz von Alignern ästhetische Beeinträchtigungen und reduziert das Demineralisationsrisiko. Das Anwendungsspektrum der Aligner-Therapie lässt sich durch skelettal verankerte Geräte wie Mini-Implantate erweitern. Insbesondere im Oberkiefer ergeben sich durch Mini-Implantate im Gaumen interessante neue Möglichkeiten.

Universitätsklinikum Düsseldorf, Poliklinik für Kieferorthopädie

Die Effektivität konventioneller Multibracketapparaturen wurde in den vergangenen Dekaden sehr umfangreich wissenschaftlich belegt. Mittels festsitzender Brackets gelingt es in der Regel verlässlich, kleine und konstante Kräfte sowie Drehmomente auf zu bewegende Zähne zu applizieren.

Aligner – Was funktioniert? Wo sind die Limits?

Labial befestigte Brackets sind jedoch gekennzeichnet durch eine ästhetische Beeinträchtigung [Ziuchkovski, 2008] sowie eine nicht zu vernachlässigende Gefahr von Demineralisierungen im Bracket-nahen Schmelzbereich [Buschang, 2019]. Als ästhetische Alternative werden neben der Lingualtechnik heutzutage in zunehmendem Maße Aligner-Schienen verwendet. Die Aligner-Technik, 1999 auf den US-amerikanischen Markt (Align Technology, Santa Clara, USA) gekommen, wird seit 2001 in Deutschland angewandt und ist inzwischen eine weit verbreitete kieferorthopädische Therapiemethode. Neben der besseren Ästhetik hat die Therapie mit Aligner-Schienen einen weiteren Vorteil im Vergleich zu festsitzenden Brackets: Es entstehen weniger Probleme mit der Demineralisierung [Buschang, 2019].

Mittels Aligner-Schienen können Zähne mit einer hohen Verlässlichkeit gekippt und derotiert werden [Papadimitriou, 2018]. Eine begrenzte Wirksamkeit zeigen Aligner-Schienen jedoch, wenn eine körperliche Zahnbewegung gewünscht ist, wie es bei einem Lückenschluss, einer transversalen Expansion oder einer gewünschten Distalisierung der Fall ist [Papadimitriou, 2018]. In der Literatur lassen sich zwar vereinzelte Artikel finden, wo über eine Molarendistalisation von bis zu 2,5 mm berichtet wird, als nachteilig werden jedoch die eher kippenden Molarenbewegungen, die hohe Anforderung an die Mitarbeit des Patienten (Notwendigkeit von intermaxillären Gummizügen) sowie eine sehr lange Behandlungsdauer genannt [Bowman, 2015; Ravera, 2016; Simon, 2014]. Um eine körperliche Distalisierung mit einer hohen Verlässlichkeit und Geschwindigkeit zu erreichen, gibt es nun die Möglichkeit, die Effektivität der Aligner-Therapie durch skelettal verankerte Geräte zu unterstützen. Insbesondere im Oberkiefer ergeben sich durch Mini-Implantate im Gaumen sehr interessante neue Möglichkeiten für den Kliniker. 

Abbildung 1: Design der Distalisierungsapparatur mit Mini-Implantaten im Gaumen (Beneslider, a): Für die gleichzeitige Verwendung mit Alignern werden keine Bänder verwendet, sondern Tubes (b) an die Palatinalflächen geklebt (c) – der Aligner kann die Klebestelle bedecken (unten links) oder ausgeschnitten sein (unten rechts). | PSM, Edwin Schmid

Abbildung 2: 41-jährige Patientin mit einer Aufwanderung der Seitenzähne im zweiten Quadranten und einem daraus resultierenden Platzmangel für die Frontzähne im zweiten Quadranten| Universitätsklinikum Düsseldorf, Poliklinik für Kieferorthopädie

Abbildung 3: Distalisierungsapparatur auf zwei kieferorthopädischen Mini-Implantaten befestigt: Die Kraftapplikation auf die Zähne erfolgt über geklebte Tubes (siehe Abbildung 1b). | Universitätsklinikum Düsseldorf, Poliklinik für Kieferorthopädie

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