Weiterbildung in Corona-Zeiten

Lernen im virtuellen Klassenzimmer

Alle Welt redet derzeit von Webinaren, E-Learning, Online-Fortbildungen. Jeder, der kann, versucht umzustellen auf ein digitales Angebot. Beim Master Parodontologie und Implantattherapie der Uni Freiburg ist das digitale Lernen Kern des Konzepts, seit fast 15 Jahren. Ein Erfahrungsbericht.

Foto: AdobeStock_Aleksandra Suzi

Montagabend, 19:50 Uhr, alle zwei Wochen dasselbe Ritual, seit über zwei Jahren: Wir richten unsere Plätze ein, fahren den Rechner hoch, setzen das Headset auf und und loggen uns ein ins virtuelle Klassenzimmer. Begrüßung, Ton-Check, los geht’s!

Dagmar Helfen,  M.D.Sc., ist niedergelassene Zahnärztin in Tübingen. | Privat

Alle 14 Tage drücke ich mit Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland, der Schweiz und sogar aus Kasachstan die virtuelle Schulbank. Ich bin Teilnehmerin des Masterstudiengangs Parodontologie und Implantattherapie an der Universität Freiburg unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Ratka-Krüger. Ihr Team tut schon seit fast 15 Jahren genau das, was momentan so hochgepriesen wird.

Nachdem sich alle angemeldet haben, bearbeiten wir das jeweilige Thema. Die Tele-Tutoren, Spezialisten der Parodontologie, moderieren. Sie kümmern sich um uns, begrüßen die Referenten, leiten die Diskussionen und bereiten eigene Vorträge vor ... Für die Technik stehen uns Experten zur Seite, so dass sich auch Nicht-Digital-Natives (wie ich) ohne Probleme an dem Austausch beteiligen können. Der Ablauf ist hervorragend organisiert, gearbeitet wird nach klaren Regeln – das macht es leicht, sich zurechtzufinden.

In den „freien VCs“, den „virtual classrooms“, werden entweder Patientenfälle aus der Praxis bearbeitet oder offene Fragen vertieft und beantwortet. An anderen Abenden hören wir Dozenten in kleinem Kreis, was die Hemmschwelle für Fragen extrem herabsetzt. Der Umgang miteinander ist offen. Auch für die hochrangigen Referenten scheint es eine besondere Atmosphäre zu sein. So scheut man sich nicht, nochmal nachzuhaken, wenn man in einem extrem spezialisierten Vortrag nicht alles verstanden hat. Man traut sich auch zu fragen, wie Hochschulprofessoren den Spagat zwischen Lehre und Praxis meistern – und kriegt eine ehrliche Antwort.

Was macht den Reiz aus?

Was macht den Reiz aus? Warum mache ich das, obwohl ich schon lange praktiziere? Um ehrlich zu sein, hat es mich gereizt, mich in der Parodontologie kompakt auf den neuesten Stand zu bringen. Ich habe mich für diesen Masterstudiengang entschieden, weil er gespickt ist mit aktuellen Informationen, auf die ich – wann auch immer – online zugreifen kann. Präsenzmodule in Freiburg mit Hands-on-Training, dreimal pro Jahr, runden das Lernen ab.

Das virtuelle Klassenzimmer ist eine optimale Möglichkeit, den Horizont zu erweitern. Kollegen in ihrer Praxis, in der Universität, als angestellte Zahnärzte und als Praxisgründer lösen aus ihren Blickwinkeln verschiedenste Fälle und Probleme. Ich hätte nie gedacht, dass das virtuelle Klassenzimmer eine lieb gewonnene Institution wird, auf die ich mich selbst an lauen Sommerabenden freue. Vor allem hätte ich nie geglaubt, dass ich in in Sachen E-Learning absolut mitreden kann.

Ich danke den Veranstaltern dafür, meinen Horizont nicht nur in puncto Parodontologie, sondern auch in puncto E-Learning erweitert zu haben.

Der Studiengang

Der Masterstudiengang „Parodontologie und Implantattherapie“ an der Universität Freiburg vermittelt in acht aufeinander abgestimmten Modulen und einem Abschlussmodul alle theoretischen und praktischen Inhalte der Parodontologie. In Modul 1 werden die Grundlagen der Ätiologie und der Epidemiologie vermittelt, außerdem wird das Behandlungskonzept vorgestellt und in Modul 2 um die Inhalte der Anatomie sowie der Histologie ergänzt. Modul 3 thematisiert die Mikrobiologie inklusive Pathologie, Immunologie und Pharmakologie. Zusammen bilden sie das Gerüst für die Module Prophylaxe und Behandlungskonzept (Modul 4) und Chirurgische PA-Therapie mit Operationen am Patienten (Module 5 und 6). Das Curriculum wurde zum zehnjährigen Bestehen neu konzipiert und enthält jetzt zwei weitere Module: Ästhetik und Funktion (Modul 7) sowie Implantologie (Modul 8). Am 23. Oktober 2020 startet der Studiengang zum 14. Mal.

Weitere Informationen unter: www.masterparo.de.

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