Pionierinnen der Zahnmedizin – Teil 1

Maria Schug-Kösters – erste habilitierte Zahnärztin in Deutschland

Maria Schug-Kösters (1900–1975) war 1928 die erste Frau in Deutschland, die eine Doppelapprobation für Zahnheilkunde und Medizin erlangte. Zudem erhielt sie 1932 als erste Deutsche die Venia Legendi für das Fach Zahnheilkunde. Wer war diese Hochschullehrerin, welche Widerstände musste sie überwinden und wie entwickelte sich ihre Karriere?

Maria Schug-Kösters Deutscher Zahnärzte-Kalender 13 (1954), 70

Maria Kösters (Abbildung 1)1 wurde am 24. Februar 1900 in Köln-Deutz geboren.2 Sie war die Tochter des Apothekers und späteren Bergwerkdirektors Emil Kösters (*1864) und der Niederländerin Louise Kösters (*1864). Sie absolvierte das Abitur am heutigen St. Marien-Gymnasium in Regensburg und nahm im Herbst 1919 in Münster das Studium der Medizin auf. Seit dem dritten Semester belegte sie zusätzlich das Studienfach Zahnheilkunde.

1921 wechselte sie an die Universität München. Hier legte sie im Mai 1923 die zahnärztliche Prüfung ab und promovierte im Oktober 1923 über „Die Steinbildung im Kindesalter“ zur Dr. med. dent.3 1924 setzte sie – ebenfalls in München – das Medizinstudium fort. Parallel fungierte sie seit 1925 als (Hilfs-)Assistentin an der konservierenden Abteilung der Münchner Universitätszahnklinik bei Peter Paul Kranz (1884–1957).

1926 bestand Kösters die ärztliche Prüfung und erlangte die zweite Approbation. 1928 folgte in München die Promotion zur Dr. med. über „Neue zwillingspathologische Untersuchungen der Mundhöhle“.4 1929 wurde sie ordentliche Assistentin bei Kranz und 1931 habilitierte sie sich bei ihm für das Fach Zahnheilkunde – mit „Schädelmessungen mittels der Röntgenstereogrammetrie“.5 Im Dezember 1931 fand ihre Antrittsvorlesung statt (Abbildung 2)6 und im März 1932 wurde sie in München zur Privatdozentin ernannt – nur wenige Monate vor Elsbeth von Schnizer (1900–1998)7, die sich in jenem Jahr in Heidelberg als zweite Deutsche für Zahnheilkunde habilitieren konnte.

Abb. 2: Einladungskarte zur Antrittsvorlesung (1931) | UA LMU München, Personalakte M. Schug-Kösters, E-II 3078 – aus Beck (2009), 112

1935 ließ sich Kösters dann in eigener Praxis in München nieder, zeitweise zusammen mit dem Zahnarzt Anton Schug (1899–1963/64). Sie veröffentlichte jedoch weiterhin wissenschaftliche Arbeiten und nahm Lehraufgaben wahr, so dass Kranz 1938 den Antrag stellte, sie zur nichtbeamteten außerordentlichen Professorin zu ernennen. Besagtem Antrag wurde stattgegeben. 1939 folgte dann die Verbeamtung. Im Dezember 1941 heiratete sie Anton Schug und trug seitdem den Namen Schug-Kösters.8 Bereits im September 1942 brachte sie den gemeinsamen Sohn Hans-Peter zur Welt; die Ehe hatte indes nur bis 1950 Bestand.9

Parteilpolitisch galt sie 1945 als neutral

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs mussten die beiden Leiter der Münchner Universitätszahnklinik – Kranz10 und Karl Pieper (1886–1951)11 – aufgrund ihrer politischen Belastung die Universität verlassen. Nun schien die Stunde von Schug-Kösters zu schlagen: Sie war (aus nicht ersichtlichen Gründen) im Status einer Parteianwärterin12 verblieben und war lediglich im NS-Lehrerbund und in der SA Mitglied geworden, ohne jedoch ein Amt zu bekleiden.13 Während rund zwei Drittel der zahnärztlichen Hochschullehrer bis 1945 der Partei beigetreten waren,14 galt sie als parteipolitisch neutral.

So urteilte die NS-Dozentenschaft 1938: „Weltanschaulich-politisch ist sie [...] sicher keine Gegnerin des Dritten Reiches und politisch als indifferent zu beurteilen.“15 Von Schug-Kösters selbst finden sich keine Aussagen zum Nationalsozialismus – mit Ausnahme der eher nebensächlichen Befunde, dass sie den von vielen gefürchteten zahnärztlichen Reichsdozentenführer (und Münchner Kollegen) Pieper als liebenswürdig beschrieb und ihre offiziellen Briefe mit dem Hitlergruß versah.16

Beck schildert Schug-Kösters zusammenfassend als „eine Person, die sich weder politisch engagierte, noch das NS Regime unterstützte“. Sie habe vielmehr den Mut besessen, „jüdischen Mitbürgern ihre Hilfe anzubieten. So verhalf sie beispielsweise selbstlos Karl Bragard (1890–1973), vor der Gestapo unterzutauchen“. Bragard war 1934 Vertreter des Lehrstuhls für Orthopädie an der Universität München.17

Schug-Kösters musste sich nach 1945 keinem Entnazifizierungsverfahren unterziehen. Daher wurde ihr – in der Nachfolge von Kranz und Pieper – die Leitung der Zahnklinik der Universität München übertragen. Im Herbst 1947 musste sie das Amt wieder an Kranz abtreten, blieb jedoch Leiterin der konservierenden Abteilung und wurde verbeamtet. Als Kranz 1953 emeritiert wurde, ging die Klinikleitung an Josef Heiß (1908–1973). Schug-Kösters blieb Abteilungsleiterin – bis zu ihrer Emeritierung im November 1968. Sie verstarb am 31. August 1975 in ihrem Wohnhaus in München-Pasing an einem Krebsleiden.18

Die Universitätsposten waren in Männerhand

Schug-Kösters war die erste doppelt approbierte Frau in Deutschland und überdies die erste Habilitierte im Fach Zahnheilkunde. Doch diese Fakten erzählen nicht die ganze Geschichte: Die erwähnte Praxis in der Maximiliansstraße eröffnete sie 1935 deshalb, weil sie in Konkurrenz zu männlichen Kollegen stand. Tatsächlich fanden die Frauen im „Dritten Reich“ an den Universitäten keine gleichen Rahmenbedingungen vor.19 So erhielten (potenzielle) „Familienväter“ in dieser Zeit bei Stellenkonkurrenz oft den Vorzug gegenüber weiblichen Kollegen. Auch Elsbeth von Schnizer musste ihre Stelle in Heidelberg einem Kollegen überlassen.20

Die exakten Hintergründe der Praxisniederlassung von Schug-Kösters sind nicht bekannt – allerdings schrieb sie hierzu 1939 vielsagend: „Am 03.04.1935 schied ich als Assistentin aus der zahnärztlichen Universität aus, um männlichen Kollegen Platz zu machen“.21 Schon bald zeigte sich, „dass die Führung einer Praxis für sie keine Arbeitsform war“, auch weil sie „die wirtschaftliche Seite der Praxis nicht gut in den Vordergrund stellen“ konnte.22

Auch die nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte Position der Klinikleiterin musste Schug-Kösters 1947 wieder abtreten: Nachdem Kranz „erfolgreich“ entnazifiziert war, erhob dieser erneut den Anspruch auf das Direktorat. So rückte Schug-Kösters zurück ins zweite Glied. Eine ähnliche Erfahrung machte die Münchner Kollegin und Zoologin Ruth Beutler (1897–1959), die nach dem Krieg als kommissarische Leiterin das dortige Zoologische Institut wiederaufbaute, um anschließend dem zurückkehrenden Karl Ritter von Frisch (1886–1982) Platz zu machen.23 Beides sind prägnante Beispiele für den unterschiedlichen Status männlicher und weiblicher Professoren.

In der Folge blieb Schug-Kösters verantwortlich für die konservierende Abteilung der Klinik und widmete sich wieder verstärkt ihren Studien, namentlich der Endodontie, der Kavitätenpräparation und Füllungstherapie und den verstärkt aufkommenden keramischen Arbeiten. Sie sorgte für die „Errichtung eines keramischen Labors“24 und etablierte mit dem Buch „Die Behandlung der Pulpa und des apikalen Parodontium“ ab 1959 ein erfolgreiches Standardwerk. Es erschien bis 1981 in insgesamt fünf Auflagen.25

Große Beachtung fand auch das Werk „Karies und Füllungsmethoden“, das 1964 und – in einer weiteren Auflage – 1971 publiziert wurde;26 besagtes Buch fußte auf ihrer ersten Monografie „Lehrbuch der Kavitätenpräparation“ (1951),27 sodass man eigentlich auch von einem Werk sprechen kann, das in unterschiedlichen Auflagen in den Jahren 1951 bis 1971 verlegt wurde. Das Lehrbuch wurde sogar ins Italienische und Spanische übersetzt.28

Neben den genannten Schwerpunktthemen befasste sich Schug-Kösters auch mit der Abdrucknahme, der Kariologie, der Parodontologie, der oralen Pathohistologie, den Herderkrankungen, den Zahnfrakturen und Subluxationen, der Milchzahnbehandlung und der Dampfsterilisation. Insgesamt publizierte sie rund 70 Arbeiten.29

Ihrer Zeit war Sie um Jahre voraus

Werner Ketterl (1925–2010), der bekannteste Schüler Schug-Kösters‘, betonte 1975 in einem Nachruf, dass diese „ihrer Zeit meist um Jahre voraus“ gewesen sei: „1950 hat sie das Efficiency-Prinzip gelehrt – heute sind die daraus entstandenen ergonomischen Vorstellungen im zahnärztlichen Bereich aus unserer Tätigkeit nicht mehr wegzudenken. Die Einführung aseptischer Kautelen im Rahmen der Endodontie, die direkte und indirekte Überkappung, die Vitalamputation und die Vitalexstirpation wurden von ihr zehn Jahre vor Einführung des neuen Bema den Studenten gelehrt und im Kurs praktiziert. Bereits 1955 begann unter ihrer Leitung die spezielle Ausbildung der Studenten in der Parodontologie [...] ein Stand, der heute noch nicht an allen deutschen Universitäten unseres Faches erreicht ist“.30 Ziel des erwähnten Efficiency-Prinzips war es, „mit dem geringstmöglichem Aufwand an Zeit, Kraft und Instrumenten den bestmöglichen Erfolg zu erreichen“.31

Auch Erwin Reichenbach (1897– 1973)32 würdigte Schug-Kösters: „Die Erfolge betreffen den Unterricht und auch die wissenschaftliche Tätigkeit. So wurden 1949 die Wurzelbehandlung unter aseptischen Kautelen eingeführt [...] und seit 1958 die systematische Behandlung der Parodontopathien auf breiter Basis in Angriff genommen.“33

Falschaussagen sollten sie diskreditieren

Obwohl Maria Schug-Kösters somit in der Nachkriegszeit zu erheblicher fachlicher Bedeutung gelangt war, fiel die Klinikleitung nach der Emeritierung von Kranz (1953) nicht an sie zurück, sondern ging an den aus Greifswald berufenen Josef Heiß – eine Personalentscheidung, die für Schug-Kösters schwerwiegende Folgen haben sollte: Aus den Quellen ergibt sich, dass diese bei dem formal übergeordneten Heiß einen zunehmend schweren Stand hatte. Mit Beginn der 1960er-Jahre häuften sich die „öffentlichen Beleidigungen“ und „Falschaussagen“ von Heiß gegenüber Schug-Kösters. Dass die (zum Teil irritierend derben) Angriffe von Heiß das Ziel verfolgten, die Kollegin zu diskreditieren, ist den überlieferten Zitaten zu entnehmen. Demnach äußerte Heiß zum Beispiel: „Wenn ich eine solche Silikat-Zementfüllung mit überstehendem Rand sehe, muss ich immer an die Kösters denken.“ Und an anderer Stelle (unter Bezugnahme auf einen desorientierten, schwerhörigen Patienten und auf den Umstand, dass die Abteilung von Schug-Kösters im zweiten Stock der Klinik angesiedelt war): „Ach lassen Se ihn doch stehen, der ist ja blöd, der wäre der Richtige für den II. Stock!“34

Dass diese Diffamierungen auch außerhalb Münchens die Runde machten, ergibt sich aus den Memoiren des Düsseldorfer Ordinarius Carl-Heinz Fischer (1909–1997).35 Fischer thematisierte die Angriffe von Heiß auf Schug-Kösters und ließ durchblicken, dass seine Sympathie letzterer galt.36

Schug-Kösters wehrte sich 1964 mit einer Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München gegen die Angriffe, weil sie „den Schutz der Lehrtätigkeit eines Hochschullehrers durch öffentliche Beleidigungen verletzt“ sah.37 Dennoch lenkte Heiß nicht ein: So überging er im Fall Kösters das (üblicherweise seitens der Klinikleitung mit einer Feier gewürdigte) 25-jährige Dienstjubiläum (1964) und lehnte es zudem Ende der 1960er-Jahre ab, ihren langjährigen Oberarzt und Protegé Aloys Ring (*1919) zu habilitieren, obwohl dieser gute Leistungen nachweisen konnte.38

Unter den Studierenden galt Schug-Kösters als beliebt und fachkundig. Ketterl zufolge wurde sie von diesen insgeheim „Maria“ genannt.39 Und Ring ergänzte: „Ihre Stärke lag nicht im Autoritären, im Kommandieren oder Anordnen, sondern im menschlichen Kontakt mit Mitarbeitern und Patienten [...].“40

1966 reichte Schug-Kösters ihren ersten Antrag auf Emeritierung ein. Doch letztlich musste sie ihr Gesuch um Entpflichtung auf Bitten des Dekanats mehrfach verschieben, bis Ende 1968 ein passender Nachfolger gefunden war.

Beck mutmaßt, dass das Krebsleiden, an dem Schug-Kösters erkrankte, „vielleicht auch Folge für einen Menschen [war], der sein Leben lang Sorgen und Probleme mit sich selbst ausgemacht hatte und selten um seelische Hilfe bat, wenn sie Probleme in der Klinik oder privat hatte“.41 Besagte Aussage ist zweifellos spekulativ. Allerdings ist unstrittig, dass Schug-Kösters in ihrem Berufsleben wiederholt mit Zurücksetzungen umgehen musste, die ihre Resilienz herausforderten – einmal 1935, als sie sich zur Niederlassung veranlasst sah, obwohl ihr die freiberufliche Tätigkeit nicht lag, dann 1947, als sie die Klinikdirektion abzutreten hatte, und späterhin in der zermürbenden Auseinandersetzung mit Heiß.

Die Professorin war auch eine gute Violinistin

Dennoch gab es für Schug-Kösters auch ein Leben außerhalb der Zahnheilkunde: Als Violinistin erfreute sie in jungen Jahren „ihre Mitschülerinnen bei Schulfesten“ mit Einlagen. Später teilte sie ihr Hobby mit ihrem Sohn Hans-Peter Schug; zudem wurde sie lange Zeit von der Violinistin Herma Studeny (1886–1973) unterrichtet. Überdies unternahm sie „Skitouren“ und galt als „passionierte Wanderin“. Zu ihren weiteren Hobbys gehörten die Literatur und die Kunst.42

Im kollektiven Gedächtnis blieb – und bleibt – Maria Schug-Kösters allerdings als erste Privatdozentin und Professorin in der deutschen Zahnheilkunde. Vor allem ihre akademischen Schüler Werner Ketterl und Aloys Ring hielten die Erinnerung an die Münchner Wissenschaftlerin durch Laudationes und Nachrufe wach. Doch das wohl größte Kompliment machte ihr Erwin Reichenbach, Ordinarius in Halle, der sie in jungen Jahren als Assistent in München kennengelernt hatte und sie 1965 in eine Reihe mit dem Nestor der Zahnerhaltung Otto Walkhoff stellte: „Unter ihrer Leitung wurde in der Abteilung nicht nur die hervorragende Tradition eines Walkhoff43 gepflegt, sondern auch so erfolgreich und fortschrittlich weitergearbeitet, daß dieses Spezialfach in München zu großem Ansehen gelangte.“44

Prof. Dr. Dr. Dr. Dominik Groß
Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin der RWTH Aachen
Klinisches Ethik-Komitee des Universitätsklinikums Aachen MTI 2,
Wendlingweg 2, 52074 Aachen
dgross@ukaachen.de

Fußnoten:

1 Bildquelle: Deutscher Zahnärzte-Kalender 13 (1954), 70;
2 BayHStA München, MK 55237 und MK 69612; Heiß (1960); Heuser (1965 und 1970); Ketterl (1965 und 1975); Reichenbach (1965 und 1970); Friederich (1968), 39, 113; Egerer-Röhricht (1971), 145–154; Ring (1975 und 1979); Scheckel (1976), 46, 63f.; Locher (1998), 16, 51, 91–93; Lange (2000); Beck (2009)
3 Schug-Kösters (1923);
4 Schug-Kösters (1928);
5 Schug-Kösters (1933);
6 Groß (2019), 71b; UA LMU München, E-II 3078;
7 Groß (2021);
8 Heiß (1960), 509;
9 Beck (2009), 20, 57f.;
10 Falck (1954), 177–179;
11 Groß (2020a);
12 BArch R 9361-IX/40021304;
13 BArch R 9361-IX/40021304; BArch R 4901/13268;
14 Groß (2018 und 2020b); Groß/Krischel (2020);
15 Beck (2009), 19;
16 BArch R 73/16073;
17 Beck (2009), 23;
18 Beck (2009), 22–29, 59;
19 Groß (1998 und 2009); Groß/Schäfer (2011);
20 Groß (2021)
21 UA LMU München, E-II-3078;
22 Beck (2009), 15;
23 Beck (2009), 27f.;
24 Heiß (1960), 509;
25 Schug-Kösters (1959);
26 Schug-Kösters (1964);
27 Schug-Kösters (1951);
28 Reichenbach (1965), 176;
29 Beck (2009), 99–103 (Publikationsverzeichnis);
30 Ketterl (1975), 976;
31 Schug-Kösters (1962), 177; Beck (2009), 40;
32 Groß (2020c);
33 Reichenbach (1965), 176;
34 BHStA MK 69612, Nr. 59197; Beck (2009), 49f.
35 Groß et al. (2016);
36 Fischer (1985), 588;
37 BayHStA München, MK 69612; Beck (2009),
38 Beck (2009), 52;
39 Ketterl (2000), 38;
40 Ring (1975), 516;
41 Beck (2009), 59;
42 Beck (2009), 9, 58f.; Friederich (1968), 39;
43 Groß (2017); Groß (2020d);
44 Reichenbach (1965), 176

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