Spendenaktion für Flutopfer

Wieder behandlungsfähig

Die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ) zieht Bilanz zur Spendenaktion für die Flutkatastrophe im Juli 2021. Insgesamt 60 Zahnarztpraxen waren von dem Hochwasser betroffen. Einige wurden völlig zerstört, darunter auch die Praxis von Dr. Peter und Dr. Ulrike Minderjahn im nordrhein-westfälischen Stolberg.

Dank der finanziellen Unterstützung konnten Ulrike und Peter Minderjahn ihre Praxis in Stolberg wiedereröffnen. Dass die Hilfen so schnell eingingen, sei ein Segen gewesen, berichten sie. So war der Neustart in einer Zeit möglich, in der viele andere noch auf staatliche Hilfen warten mussten. Erst 2015 hatte das Ehepaar in eine Praxisausstattung mit hochwertiger Einrichtung und modernsten Gerätschaften investiert, nun musste wieder alles komplett erneuert und kernsaniert werden. Praxis Dr. Minderjahn

Wir hatten zuerst überlegt, die Praxis gar nicht mehr aufzumachen“, sagen die Eheleute heute rückblickend. Dass es dann doch anders kam und die Praxis nach neun Monaten Totalausfall schließlich wiedereröffnet werden konnte, verdanken sie auch der Unterstützung durch die Standesorganisationen, die Kollegenschaft und die Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte (HDZ).

Zahnärzte spendeten über eine Million Euro

Bereits vier Tage nach der Flut starteten die Landeszahnärztekammern und die KZVen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein und Westfalen zusammen mit der Bundeszahnärztekammer (BZÄK), der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und dem HDZ ihre gemeinsame Spendenaktion für die in Not geratenen Kollegen und Kolleginnen im Ahrtal. Das Ergebnis war überwältigend: 1.033.388,58 Euro kamen in den darauffolgenden Wochen zusammen.

Die Erinnerungen an den Anblick der Praxisräume am Tag nach der Katastrophe sind noch präsent: In den Morgenstunden stand das Wasser fensterhoch, drückte durch Boden, Wände und Türen. Obwohl am Vorabend noch versucht worden war, mit Pumpen und Sandsäcken die Praxis zu schützen, waren die Räume schnell geflutet, berichtet Peter Minderjahn. | Praxis Dr. Minderjahn

Die ganze Katastrophe offenbarte sich ihm zufolge aber erst, als das Wasser zurückging: „Es war alles zerstört: der Estrich, die Heizung, das Mobiliar. Medizinische Geräte und Behandlungseinheiten waren mit Schlamm und kontaminiertem Wasser bedeckt. Eine Reparatur wäre unmöglich gewesen. So haben wir nach und nach alles ausgeräumt, quasi auf den Status eines Rohbaus zurückführen lassen und sind dann wieder bei null angefangen.” | Praxis Dr. Minderjahn

Seit die Bilder von der Flutkatastrophe um die Welt gingen, ist fast ein Jahr vergangen. Mindestens 133 Menschen starben bei dem Hochwasser, das in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli Teile von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen verwüstete und Schäden in Höhe von 30 Milliarden Euro hinterließ. | Praxis Dr. Minderjahn

Staatliche Hilfen haben die Minderjahns nicht beantragt, die bürokratische Hürden und der administrative Aufwand wären zu groß gewesen. Nur die Soforthilfen aus der Spendenaktion hätten das Überleben seiner Praxis gesichert, sagt der Praxischef, und – nicht zu vergessen – die Unterstützung handwerklich begabter Patienten sowie Kollegen, die ihm und seiner Frau in der neunmonatigen Renovierungsphase die Möglichkeit gaben, in ihren Praxen mitzuarbeiten. | Praxis Dr. Minderjahn

„Schon im September konnten wir die ersten Auszahlungen an die von der Flutkatastrophe am stärksten betroffenen Praxen vornehmen”, berichtet der stellvertretende HDZ-Vorsteher Dr. Klaus Winter. „Unsere schnellen, unbürokratischen Soforthilfen kamen 36 Praxen zugute.“

Insgesamt hatten sich 1.727 Menschen an der Aktion beteiligt, von denen 914 eine HDZ-Spendenbestätigung erhielten. „Alleine das Ausstellen der Spendenquittungen war eine administrative Herausforderung, denn auch wenn wir die größte zahnärztliche Hilfsorganisation sind, so verfügen wir doch nicht über zehn oder 20 Mitarbeiter“, erzählt Winter.

Die Spendenaktion wurde dieser Tage zum Abschluss gebracht und nach dem gleichen Verteilerschlüssel eine finale Auszahlung vorgenommen. „Wir sind alle sehr froh und glücklich, dass wir mit dem Geld so vielen Kollegen helfen konnten”, sagt Winter. Sein Dank gilt „allen Mitstreitern für die gute Zusammenarbeit und den kollegialen Zusammenhalt“. 

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