Editorial

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Heftarchiv Meinung

Liebe Leserinnen und Leser,

statistisch betrachtet ist Berufsunfähigkeit für Zahnärzte heute weit weniger typisch als für den Durchschnitt der tätigen Bevölkerung: Muss in Deutschland etwa jeder Fünfte wegen Krankheit seine Arbeit aufgeben, trifft es unter Zahnärzten immerhin „nur“ jeden Dreizehnten. Für Versicherungsmathematiker ist das vielleicht ein guter Schnitt, für die Betroffenen und ihre Angehörigen allerdings oft als nichts anderes als blanker Hohn.

Denn wer hier auf die zweifelhafte Lotterie von Erfahrungswerten vertraut, fordert nichts anderes heraus als Glück. Muss er dann später trotzdem wegen chronischer Krankheit den Kittel für immer an die Garderobe hängen, kann ihn die mangelhafte Vorsorge durchaus für den Rest des Lebens schwer bestrafen. Wer meint, aus starkem Selbstvertrauen auf die inzwischen in allen Tätigkeitsbereichen empfohlene Vorsorge gegen die Folgen der Berufsunfähigkeit verzichten zu können, spart daher oft am falschen Ende.

Dass ein kaputter Rücken, Handgelenksarthrosen, Dermatosen, Stress und Co. dem freiberuflichen Zahnarzt schneller die wirtschaftliche Existenz rauben kann als manchem angestellten Akademiker oder Schreibtischtäter, fällt heute selbst Laien kaum noch schwer nachzuvollziehen.

Entsprechend gilt das, was Experten heute jedem Angestellten als guten Rat mit auf den Weg geben, erst recht für den selbständigen Zahnarzt: Wer frühzeitig vorsorgt, kann im Falle einer ohnehin tragischen Berufsunfähigkeit zumindest die finanzielle Katastrophe für sich und seine nächsten Anverwandten verhindern.

Soweit, so klar. Aber auch für Zahnärzte gilt in diesem Feld oft das, was Otto Normalverbraucher als Eindruck mitnimmt, wenn es um das richtige Maß und die richtige Art des Versicherns geht: Die Materie ist ausgesprochen kompliziert. Schnell gerät man in den Dschungel, in dem der Laie nicht selten zum gefundenen Fressen für profithungrige „Experten“ wird. Wer nicht aufpasst, ist dann Teil des undurchschaubaren Vexierspiels aus Unter-, Über- oder Fehlversorgung. Selbst für den gut Versicherten ist es dann später nicht immer leicht, wenn die – hoffentlich zu vermeidende – Berufsunfähigkeit eintritt und man an die traurig verdienten Absicherungsleistungen will: Wer hier die Haken und Ösen nicht kennt, gerät schnell ins kostspielige Abseits. Hinzu kommt, dass auch bereits gezahltes Geld – je nach Konstruktion der Absicherung – im Nachhinein zurückgefordert werden kann.

Die aktuelle zm-Titelgeschichte zur „Berufsunfähigkeit“ kann das weitläufige Thema nicht erschöpfend abhandeln. Sie sondiert, orientiert und zeigt die wichtigsten Fallstricke auf.

Wichtig ist es, in diesen Bereichen von Erfahrungen und dem Know-how anderer zu profitieren. Wir haben auf zm-online. de ein Internet-Forum eingerichtet. Es bietet sich als Austausch- und Diskussionsebene für den richtigen Weg zur Absicherung gegen Berufsunfähigkeit an. Eine Checkliste als erste Orientierungshilfe findet sich im Leserservice – auch als PDF zum Download.

Profitieren Sie vom Wissen, was andere sich bereits angeeignet haben. Denn Fehler kommen hier teuer.

Mit freundlichem Gruß

Egbert Maibach-Nagelzm-Chefredakteuer

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