Fortbildungsteil 2/2006

Psychologie als Handwerkszeug für den Praktiker\r

228582-flexible-1900
Kenntnisse von Psychologie und Psychosomatik sind die Rüstzeuge neben zahnmedizinischem und medizinischem Wissen, um alltäglich den Anforderungen der Behandlung von Patienten erfolgreich begegnen zu können. Dieser interaktive Fortbildungsteil ermöglicht es dem Zahnarzt, der sich bislang noch nicht mit dieser wichtigen Thematik auseinandergesetzt hat, sich mit einzelnen Themen zu diesem Fachkomplex intensiv zu beschäftigen und nach Erarbeitung der Themen sein Wissen interaktiv zu überprüfen.

Patienten, die den vermeintlichen Misserfolg einer Zahn(-ersatz-)behandlung beklagen, gibt es immer häufiger. Nur selten ist eine nicht lege artis durchgeführte Behandlung die Ursache für die Beschwerde. Vielmehr liegt oftmals eine psychische Grunderkrankung des Patienten vor, die eine erfolgreiche zahnärztliche Behandlung von Grund auf ausschließt. Wird diese nicht rechtzeitig vom Zahnarzt erkannt, sind die Folgen unvermeidlich.Dr. Inge Staehle, Erlangen, zeigt typische Fehler auf, die seitens des Zahnarztes mit psychosomatisch erkrankten Patienten bei rechtzeitigem Erkennen vermieden werden können.

Das Gespräch des Zahnarztes mit seinem Patienten ist ein komplexes Geschehen im allgemeinen Behandlungsablauf und steht nicht nur zur Anamneseerhebung, sondern auch während des gesamten Behandlungsverlaufes an oberster Stelle.

PrivatdozentDr. Ralf Nickel, Schlangenbad, zeigt allgemeine Grundprinzipien auf und macht auf Fehler aufmerksam, die häufig im Umgang mit dem Patienten gemacht werden. Deutlich wird: Neben zahnmedizinischem Fachwissen ist die Führung des Patienten im Gespräch das A und O einer erfolgreichen Behandlung. Und das kann erlernt werden.

Der atypische Gesichtsschmerz zeichnet sich durch ein chronisches Beschwerdebild aus, das eine eindeutige Zuordnung der Ursache nicht erkennen lässt, aber mit einer hohen Komorbidität psychischer Störungen einhergeht.Professor Dr. Dr. Stefan Evers, Münster, geht auf dieses Krankheitsbild näher ein und warnt davor, bei Patienten mit ideopathischem Gesichtsschmerz invasive Behandlungen jeglicher Art durchzuführen.

Irritationen an der Mundschleimhaut oder allgemeine Befindlichkeitsstörungen werden immer häufiger beklagt. Statistiken belegen, dass diese Beschwerden besonders von weiblichen Patienten im mittleren Lebensabschnitt vorgebracht werden. Liefert die Anamnese keinerlei organische Anhaltspunkte, liegt die Verdachtsdiagnose der Materialunverträglichkeit nahe, soweit Zahnersatz vorhanden ist. Dieses Thema nimmt PrivatdozentDr. Randolf Brehler, Münster, näher unter die Lupe.

Probleme, die im Praxisalltag anstehen, einfach negieren oder gar in sich „hinein fressen“, das ist für manchen Zahnarzt eine nur kurzfristige Lösung. Langfristig führt dieses Verfahren zu Stress und psychischer Belastung des Zahnarztes, die dann nicht selten ihren Weg in einer Erkrankung suchen. Um diesem zu begegnen, hat der ungarische Arzt Michael Balint, Freud-Schüler, eine Methode entwickelt, diese Belastung in Gruppengesprächen abzubauen.Professor Dr. Stephan Doering, Münster, stellt die Methode der Balintarbeit vor und gibt Tipps, wie man eine Gruppe finden kann.

Melden Sie sich hier zum zm-Newsletter des Magazins an

Die aktuellen Nachrichten direkt in Ihren Posteingang

zm Heft-Newsletter


Sie interessieren sich für einen unserer anderen Newsletter?
Hier geht zu den Anmeldungen zm Online-Newsletter und zm starter-Newsletter.