Interview mit Detlef Kolbow von der LAG Berlin

„Das ist ein Türöffner für die Mundgesundheit der Berliner Kinder“

Die neue schwarz-rote Koalition in Berlin hat die Zahngesundheit von Kindern und Jugendlichen im Koalitionsvertrag aufgenommen, mit dem Ziel, das Zähneputzen in Kitas und Grundschulen verpflichtend einzuführen. Was das bedeutet, erläutert Detlef Kolbow, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Berlin zur Verhütung von Zahnerkrankungen e.V.

Welche Chancen bietet die Vereinbarung im neuen Berliner Koalitionsvertrag für die Zahngesundheit der Kinder in der Stadt?

Detlef Kolbow: Die Koalitionsvereinbarung – wie aktuell inzwischen auch die Richtlinien der Regierungspolitik – enthält erstmals in der Geschichte der Regierungspolitik des Landes Berlin verbindliche Vorgaben zur Verbesserung der Mund- und Zahngesundheit der Kinder. Das hat es so noch nicht gegeben.

Sie sind ein essenzieller Türöffner, weil sie die Grundlinien der Regierungspolitik bilden, also die allgemeine politische Ausrichtung. Damit kann und wird die dringend gebotene Chance eröffnet, die Thematik ressort- und institutionenübergreifend zu verankern.