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Fortbildung Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation

Nichtinvasive Therapie der MIH

Nelly Schulz-Weidner
,
Constanze Uebereck
Je nach Schweregrad der Erkrankung können bei der Behandlung der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation(MIH) zunächst non-invasive Methoden zur Anwendung kommen. Wir stellen neben den Optionen für die Reduktion der ­Beschwerden bei vorliegenden Hypersensibilitäten auch Möglichkeiten für die ästhetische Rehabilitation im Frontzahnbereich vor.

Die MIH ist eine systematisch bedingte Hypomineralisation im Kindes- und Jugendalter, die durch abgegrenzte Opazitäten, die an den ersten permanenten Molaren – mit oder ohne Beteiligung der bleibenden Inzisivi – auftreten, gekennzeichnet ist [Garot et al., 2022]. Die MIH tritt weltweit auf. In Deutschland sind es nach Angaben der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS • 6) 15,3 Prozent der 12-Jährigen, die von einer MIH betroffen sind [Bekes et al., 2025].

PD Dr. med. dent. Nelly Schulz-Weidner

  • 2001: Staatsexamen und Approbation

  • 2002: Promotion: „Häufigkeit und PCR-Typisierung von Candida albicans aus der Mundhöhle und dem Magen-Darm-Trakt bei Kindern mit naturgesunden und kariösen Gebissen“, Justus-Liebig-Universität Gießen

  • 2007: Zahnärztin mit Zusatzqualifikation in Kinder- und Jugendzahnheilkunde (DGZMK) (Spezialistin für Kinder- und Jugendzahnmedizin)

  • 2009: Ernennung zur Oberärztin der Poliklinik für Kinderzahnheilkunde

  • 2023: Habilitation am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen „Kinder mit angeborener Herzerkrankung in ihrer zahnärztlichen Betreuung und Therapie“

Klinische Schwerpunkte: Zahnärztliche Betreuung und Versorgung von Kindern mit Allgemeinerkrankungen und/oder Behinderung, Zahnärztliche Versorgung von Kindern in Allgemeinanästhesie, Mundgesundheit und Therapie bei Kindern mit Allgemeinerkrankungen und/oder Behinderungen, Digitalisierung in der Kinderzahnheilkunde

Hypersensibilitäten

Neben Opazitäten können auch posteruptive Schmelzeinbrüche sowie Hypersensibilitäten auftreten. Dabei scheint eine frühzeitige Porosität des Schmelzes zu einer Bakterieninvasion und einer chronischen Pulpainfektion zu führen [Rodd et al., 2007; Lygidakis et al., 2010]. Hypersensibilitäten liegen dabei vor allem bei mittelschweren und schweren Fällen vor, können aber auch bei leichten Formen auftreten [Raposo et al., 2019].

Die Überempfindlichkeiten sind für betroffene Kinder mit starken Beeinträchtigungen verbunden. Neben Einschränkungen in der Mundhygiene und bei der Nahrungsaufnahme – insbesondere bei kalten und heißen Lebensmitteln – kann auch die zahnärztliche Betreuung erschwert sein. So kann der Püster problematisch sein, da allein die auf den Zahn gerichtete Luft bereits Beschwerden verursacht.

In vielen Fällen ist auch die Lokalanästhesie erschwert und beeinträchtigt dadurch die Behandlung [Lygidakis et al., 2022]. Darüber hinaus ist die Karieserfahrung bei Kindern und Jugendlichen mit MIH erhöht. So wiesen in der DMS • 6 8,2 Prozent der MIH-Betroffenen auch Karies auf [Bekes et al., 2025]. Dies zeigt neben der Notwendigkeit von etablierten strukturierten Therapien für hypomineralisierte Zähne und den damit möglichen verbundenen Hypersensibilitäten auch, dass die Kariesprävention zur Vermeidung einer zusätzlichen oralen Beeinträchtigung von Bedeutung ist.

Non-invasive Interventionen

Non-invasive Behandlungsmöglichkeiten im Rahmen der MIH-Therapie lassen sich gut anhand des „Würzburger Konzepts“ ableiten, das erstmals 2016 im deutschsprachigen Raum publiziert [Steffen et al., 2016; Bekes und Steffen, 2016] und 2023 aktualisiert wurde [Bekes et al., 2023]. Die Therapie differenziert nach Seitenzahn- und Frontzahngruppe, berücksichtigt mögliche Hypersensibilitäten und behandelt aktualisiert auch die betroffenen Frontzähne (Tabelle 1). Insgesamt sollte aber zudem die Patienten- und Praxisebene mit in das Betreuungskonzept eingebunden werden [Schmöckel et al., 2025]. Die begleitende Prophylaxe als Behandlungsoption flankiert dabei alle anderen Behandlungsmöglichkeiten.

Prophylaxe (und/oder ­Regeneration)

At-home-/In-office-Prophylaxe

Aus kariesprophylaktischer Sicht umfasst die häusliche Prophylaxe zuallererst das klassische zweimalige tägliche Zähneputzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta (mindestens 1.450 ppm Fluorid). Ergänzend wird die häusliche Anwendung einer Casein-Phosphopeptid-amorphen Calciumphosphat (CPP-ACP)-Paste als Quelle für bioverfügbares Kalzium und Phosphat zur Unterstützung der Mineralisierung empfohlen [Bakkal et al., 2017].

So unterstützt CPP-ACP die positive Veränderung des Schmelzes in Bezug auf Mineralisierung, Morphologie und Porosität (Regeneration) [Baroni und Marchionni, 2011] und scheint auch die Hypersensibilität zu vermindern [Pasini et al., 2018], was die Empfehlung zur Verwendung dieser Pasten bei betroffenen Patienten unterstreicht.

Auch die Verwendung von Tri-Calcium-Phosphat(TCP)-Pasten wird bei von MIH betroffenen Patienten empfohlen, um vor allem die Hypersensibilitäten zu vermindern. Diese ursprünglich zur Behandlung von Dentinhypersensibilitäten entwickelten Ansätze finden sich auch in der Verwendung von Pro-Argin-Pasten. So zeigten Bekes et al.,dass unmittelbar nach der Behandlung mittels Pro-Argin-Technologie eine signifikante Reduktion der Hypersensibilität erreicht werden konnte [Bekes et al., 2017].

Die empfohlene In-Office-Therapie flankiert jede „MIH-Betreuung“ und sollte aufgrund des erhöhten Kariesrisikos zwei- bis viermal jährlich durchgeführt werden. Die Fluoridtouchierung mittels Fluoridierungslack kann je nach Kariesrisiko alle drei bis sechs Monate erfolgen.

Durch die Kombination topischer Fluoridtouchierung mit häufigen Kontrollterminen im Abstand von drei bis sechs Monaten kann der Zahnarzt die betroffenen Zähne regelmäßig monitoren, um eine eventuell notwendige weiterführende Therapie zu veranlassen [Lykidakis, 2022]. Insgesamt sollte neben der In-office-Fluoridlackapplikation dieser Recall-Kontrolltermin die Durchführung der zahnärztlichen Prophylaxe (IP) mit Elternberatung (Mundhygiene, Ernährung) beinhalten.

Fluoridlacke und oben genannte At-home-Präparate bieten somit einen strukturierten Ansatz, um die betroffenen Patienten in der Prophylaxe zu betreuen.

Non-invasive Therapie

Während die Prophylaxe die Front- und Seitenzähne umfasst, wird die non-invasive Therapie für beide Zahngruppen differenziert beschrieben.

Molaren

Fissurenversiegelungen: Daten zeigen, dass durch die Versiegelung von hypersensiblen MIH-Molaren Patienten weniger Empfindlichkeiten aufweisen[Bekes et al., 2022; 2024]. Darüber hinaus konnten die vor Beginn der Behandlung berichteten Einschränkungen in der Lebensqualität mit der Applikation der Versiegelungen gemildert werden [Bekes et al., 2021]. Dabei wird die klassische adhäsive Fissurenversiegelung nur für die betroffenen Seitenzähne empfohlen, die keinen posteruptiven Zahnhartsubstanzverlust in der Region der Fissur aufweisen (Abbildung 1).

Bei vollständig durchgebrochenen Molaren stellen adhäsive Fissurenversiegelungen die erste Wahl zur Vorbeugung von Karies und posteruptivem Zahnhartsubstanzverlust dar [Lygidakis et al., 2010; Fragelli et al., 2017]. Im Hinblick auf adhäsive Fissurenversiegler muss bedacht werden, dass die Adhäsion in von MIH betroffener Zahnhartsubstanz im Vergleich zu gesundem Schmelz deutlich schlechter ist [Solanke et al., 2025]. Um die Retentionsrate zu erhöhen, wird daher die Verwendung eines Haftvermittlers empfohlen [Lygidakis et al., 2009].

Häufig erfolgt aus verschiedenen Gründen (mangelnde Compliance, noch nicht vollständig durchgebrochene Zähne) eine Abdeckung vor allem hypersensibler MIH-Molaren mit einem Glasionomerzement (GIZ) in Form einer „temporären Fissurenversiegelung“ (Abbildungen 2 und 3), bevor – zum Beispiel nach vollständigem Durchbruch – eine klassische adhäsive Fissurenversiegelung durchgeführt wird.

Frontzähne

Die Therapien für die Frontzähne betreffen neben der Reduktion möglicher Hypersensitivitäten vor allem die Verbesserung der Ästhetik.

Bleaching: Externes (vitales) Bleaching kann bei ästhetisch störenden MIH-Opazitäten einen kosmetischen Nutzen bringen. Zu den Nebenwirkungen gehören dabei Zahnfleischreizungen und Empfindlichkeit. Diese sollten ernsthaft in Betracht gezogen werden, nicht nur im Hinblick auf eventuell bereits bestehende Hypersensibilitäten, als auch, wenn das Medikament bei jüngeren Kindern angewendet wird. Das Verfahren ist in der EU rechtlich und sicherheitsbezogen nur eingeschränkt anwendbar.

Derzeit beschränkt die EU-Kommission (Richtlinie 2011/84/EU) die Zahnaufhellungsmittel auf eine Konzentration von 0,1 Prozent Wasserstoffperoxid für die Anwendung bei Kindern. Diese Konzentration ist jedoch klinisch ineffektiv bei MIH, da die Schmelzstruktur stark verändert ist und höhere Konzentrationen erforderlich wären [Monteiro, 2020; Griffiths und Parekh, 2021].

Neuere Daten zeigen, dass ein zehnprozentiges Carbamidperoxid-Nacht-Schienensystem zur Aufhellung vitaler bleibender Zähne bei Kindern wirksam ist und die damit verbundene Zahnempfindlichkeit und Mundreizungen in einem ähnlichen Bereich liegen wie in Studien mit Erwachsenen [Griffiths und Parekh, 2021]. Neuerdings gibt es hierfür ein von der Dosierung angepasstes Home-Bleaching-Gel, das in fünf- und zehnprozentiger Konzentration zur Verfügung steht. Aufgrund der sehr geringen Evidenzstärke weniger Studien kann hierzu für Kinder jedoch keine Empfehlung abgegeben werden.

Mikroabrasion: Die Mikroabrasion erfolgt mit 18-prozentiger Salz- oder 37-prozentiger Phosphorsäure unter mechanischem Abrieb, worauf eine Remineralisierung aus Caseinphosphopeptid-amorphem Calciumphosphat (CPP-ACP) folgt – dies scheint eine wirksame Methode zur Verbesserung des ästhetischen Erscheinungsbildes zu sein [Bandhari et al., 2019]. Wong und Winter zeigten, dass die Methode nur für weißliche und nicht für dunklere Hypomineralisationen geeignet ist [Wong und Winter, 2002].

Infiltration: Die Infiltration wurde ursprünglich zur Behandlung initialkariöser Läsionen beschrieben [Richard et al., 2017]. Zunächst wird die Oberflächenschicht mittels Salzsäure (Icon Etch, DMG dental, Hamburg, Deutschland) entfernt, um Zugang zum Körper der Läsion zu erhalten. Im zweiten Schritt wird der Defekt mit Icon Infiltrant (DMG dental, Hamburg, Deutschland) infiltriert. Diese Infiltrationstherapie mit einem 15- bis 20-prozentigen Salzsäure-Ätzmittel, Ethanol und Infiltrant scheint eine praktikable Option für die Farbabdeckung weißlicher Opazitäten bei MIH zu sein [Altan und Yilmaz, 2023; Hoan et al., 2024]. Alghawe et al. bestätigten, dass bei MIH-Opazitäten insbesondere bei mehrfachen Icon-Etch-Zyklen bei weißen/cremefarbenen Opazitäten gute ästhetische Maskierungen der Opazitäten erreicht werden können [Alghawe et al., 2024] (Abbildung 4).

Etch-Bleach-seal: Mit der Etch-Bleach-Seal-Methode scheinen sich auch gelbbraune Verfärbungen verbessern zu lassen. Die Anwendung beinhaltet die Vorbehandlung mittels Konditionierung der proteinreichen Läsionen mit 37-prozentiger Phosphorsäure. Anschließend wird eine fünfprozentige Natriumhypochlorit-Lösung angewendet [Wright, 2002]. Im Anschluss findet die Infiltrationsbehandlung mittels Infiltrant (DMG dental, Hamburg, Deutschland) statt [Prud'homme et al., 2017].

Welche Therapie im Frontzahnbereich angewendet wird, hängt vor allem vom Leidensdruck der Patienten im Hinblick auf ästhetische Einschränkungen und Hypersensibilitäten und auch von der Schwere und Farbe der Hypomineralisation ab. Auch Kombinationsbehandlungen der ästhetischen Korrekturen sind möglich. Teilweise muss jedoch auch eine restaurative Therapie erfolgen. Zusammenfassend fehlen für die beschriebene Therapien für die Frontzähne weitere klinische Studien, um die Wirksamkeit zu bestätigen.

Fazit und Empfehlungen

Patienten, die von MIH betroffen sind, sollten frühzeitig diagnostiziert und in ein engmaschiges zahnärztliches Betreuungsprogramm aufgenommen werden. Die Prophylaxe zu Hause sollte die Verwendung von fluoridhaltiger Zahnpasta und die unterstützende Anwendung von CPP-ACP-Präparaten umfassen. Die Überempfindlichkeit kann durch Fissurenversiegelung effektiv behandelt werden. Hinsichtlich der eingeschränkten Ästhetik der Frontzähne kann derzeit keine eindeutige Behandlungsempfehlung gegeben werden.

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PD Dr. med. dent. Nelly Schulz-Weidner

Poliklinik für Kinderzahnheilkunde
Zentrum für Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde
Universitätsklinikum Gießen
Schlangenzahl 14, 35392 Gießen

Dr. Constanze Uebereck

Poliklinik für Kinderzahnheilkunde
Zentrum für Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde
Universitätsklinikum Gießen
Schlangenzahl 14, 35392 Gießen

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