Zehn Prozent mehr anerkannte Berufsabschlüsse aus dem Ausland
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 102.900 Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsqualifikationen bearbeitet, darunter 76.200 eingegangene Neuanträge, meldet das Statistische Bundesamt. Das ist ein Zuwachs von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch diese Zahl steigt deutlich langsamer als in den Vorjahren. 86.600 ausländische Berufsabschlüsse wurden anerkannt.
Auch 1.716 ausländische Zahnärzte und Zahnärztinnen wurden anerkannt
Mit 32.000 Anerkennungen war der mit Abstand am häufigsten anerkannte Beruf 2025 erneut der Beruf der Pflegefachfrau/des Pflegefachmanns. Auf den Plätzen zwei und drei folgten wie in den Vorjahren die Berufe Ärztin/Arzt mit 13.900 und Ingenieurin/Ingenieur mit 4.600 Anerkennungen. Diese drei Berufe machten 58 Prozent aller anerkannten Berufe aus.
2025 sind 1.716 Anerkennungsverfahren für Zahnärzte und Zahnärztinnen aus dem Ausland und im Rahmen der Approbationserteilung positiv entschieden worden. Bei den Fachärztinnen und Fachärzten für Oralchirurgie waren es drei und bei den Fachärztinnen und Fachärzten für Kieferorthopädie ebenfalls drei. Insgesamt wurden 291 Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) aus dem Ausland in Deutschland anerkannt.
Zahl der in Syrien erworbenen Qualifikationen stieg am stärksten
Die meisten Anerkennungen (9.800) stammten auch 2025 aus der Türkei. Das entsprach elf Prozent aller Anerkennungen. Mit einem Anteil von zehn Prozent wurden rund 8.300 Anerkennungen aus der Ukraine gemeldet. Unter den Top 5 finden sich außerdem Berufsabschlüsse aus Syrien (6.100), Indien und Tunesien (jeweils 5.400). Die Zahl der in Syrien erworbenen Berufsqualifikationen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent und damit unter den fünf genannten Staaten am stärksten.Die meisten anerkannten Berufsqualifikationen wurden auch 2025 in der Türkei erworben.“
Ein deutlicher Rückgang zeigt sich beim Anteil der positiv beschiedenen Anerkennungsverfahren für Berufsabschlüsse aus Bosnien und Herzegowina. Aus dem Westbalkanstaat stammten in den Jahren 2016 bis 2023 jeweils die meisten oder zweitmeisten anerkannten Berufsqualifikationen. Seit 2024 ist die Zahl der aus Bosnien und Herzegowina insgesamt gestellten Anträge sowie der positiv beschiedenen Verfahren rückläufig.


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