250.000 Euro für die Kinderkrebsforschung!
Gestern überreichten BLPK-Präsident Dr. Dr. Frank Wohl und Dr. Elmar Baumer, 1. Vorsitzender des Lions Hilfswerks Weiden, dem Universitätsklinikum Regensburg den Spendenscheck in Höhe von 250.000 Euro. Die Spende geht in das Projekt „Franzi“ und unterstützt damit den geplanten Neubau des Forschungszentrums für Kinderonkologie, Herz und seltene Erkrankungen am UKR. Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, begleitete die Übergabe.
Die Initiative wird von der BLZK, der Oberpfälzer Zahnärzteschaft und dem Lions Club Weiden getragen. Mit dem geplanten Neubau des Forschungszentrums am UKR soll eine moderne Laborinfrastruktur entstehen, so dass wissenschaftliche Erkenntnisse noch schneller in die Behandlung erkrankter Kinder überführt und individuelle Therapien weiterentwickelt werden können. Bayern stellt dafür fünf Millionen Euro bereit; durch Spenden sollen weitere fünf Millionen Euro eingeworben werden.
Eine Spendendose an der Rezeption reicht nicht
„Die Grundlage für diese außergewöhnliche Spendensumme bildet das Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger aus der Oberpfalz“, betonte Wohl, der die Aktion organisiert hatte. Er sei „unbeschreiblich stolz“ auf seine Kolleginnen und Kollegen, die durch ihre tatkräftige Unterstützung soziale Projekte in der Region entscheidend voranbringen. „Es ist nicht so, dass einfach eine Spendendose an der Rezeption in der Zahnarztpraxis aufgestellt wird. Als Zahnarzt muss man sich trotz des durchbürokratisierten Praxisalltags die Zeit nehmen, die Patienten über den Spendenzweck aufzuklären.“
Wissenschaftsminister Blume, ergänzte: „Das ist beeindruckendes bürgerschaftliches Engagement und ein wichtiger Baustein für das neue Forschungszentrum für Kinderonkologie ‚Franzi‘ in Regensburg. Gerade die Kinderonkologie lebt von Forschung und Fortschritt. Neues Wissen und neue Therapien geben Hoffnung, weil sie den jungen Patientinnen und Patienten helfen und am Ende vielleicht unheilbare Krankheiten heilen können."
80 Prozent der erkrankten Kinder können geheilt werden
Prof. Dr. Selim Corbacioglu, Direktor der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation, versicherte, dass die Spenden sehr gut angelegt seien: „Die Erfolgsgeschichte der Kinderonkologie basiert darauf, dass Kinder über mehr als 50 Jahre hinweg in klinischen Studien behandelt wurden. Jede einzelne Erkrankung wird erfasst, die Erkenntnisse werden systematisch ausgewertet und die entsprechenden Konsequenzen gezogen – so dass wir heute durchschnittlich 80 Prozent dieser Patientinnen und Patienten heilen können.“






