5.100 Menschen starben im Juni in Deutschland durch die Hitze
So führte allein die Hitzeperiode vom 22. bis 28. Juni zu etwa 4.300 hitzebedingten Sterbefällen. Die Auswirkungen der Extremhitze könnten sogar noch größer sein, geben die Wissenschaftler vom RKI zu bedenken und verweisen auf das Statistische Bundesamt, das die Übersterblichkeit in dieser Woche auf 6.800 Fälle schätzt.
2018 und 2019 waren laut RKI die Jahre mit den höchsten hitzebedingten Sterbefallzahlen (8.400 und 6.900) der letzten Dekade, 2022 bis 2025 lagen die Schätzungen jeweils bei rund 2.600 bis 4.900 Todesfällen.
41,8 Grad
Der diesjährige Juni war der heißeste Juni, der jemals in Westeuropa gemessen wurde. Das teilte der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn mit. Die Durchschnittstemperatur lag bei 20,74 Grad – mehr als drei Grad über dem Juni-Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. In Deutschland wurde der Temperaturrekord am 27. Juni in Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt gebrochen: mit 41,8 Grad.
Die Hitzeeinwirkung führt sehr selten unmittelbar zum Tod, in den meisten Fällen ist die Kombination aus Hitzeexposition und bereits bestehenden Vorerkrankungen (Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenerkrankungen und Nierenerkrankungen) tödlich.
Übersterblichkeit bedeutet: in einem bestimmten Zeitraum sterben mehr Menschen als normalerweise zu erwarten wären.


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