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Auswertung des Robert Koch-Instituts

Antibiotikaverbrauch in Kliniken stagniert auf hohem Niveau

Der Antibiotikaverbrauch in deutschen Kliniken war im vergangenen Jahr unverändert hoch. Um das nationale Reduktionsziel zu erreichen, sind weitere Anstrengungen nötig, mahnt das Robert Koch-Institut. Alexander Raths - stock.adobe.com
ao
Medizin
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Der Antibiotikaverbrauch in deutschen Kliniken ist weiterhin hoch. Das ist das Ergebnis der aktuellen Auswertung der Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance (AVS) des Robert Koch-Instituts (RKI).

Wie das RKI mitteilte, erreicht Deutschland damit nicht das nationale Ziel, den Antibiotikaverbrauch in der ambulanten und stationären Versorgung bis 2030 um neun Prozent gegen­über 2019 zu senken. Um dieses Ziel aus der nationalen Strategie zur Bekämpfung von Antibiotika­resistenzen (DART 2030) zu erreichen, seien weitere Anstrengungen notwendig – insbesondere beim Antibiotic Stewardship, dem gezielten und verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika.

Im November sollen Daten zum ambulanten Bereich vorliegen

Wie weit Deutschland insgesamt vom Reduktionsziel entfernt ist, lässt sich laut dem Institut erst beurteilen, wenn auch die aktuellen Daten aus der ambulanten Versorgung vorliegen. Sie sollen im November anlässlich der Weltwoche zur Aufklärung über antimikrobielle Resistenzen veröffentlicht werden. 

Bei den Antibiotikaresistenzen weisen erste Auswertungen des RKI auf eine problematische Entwicklung beim Bakterium Escherichia coli hin. Resistenzen gegen häufig eingesetzte Cephalosporine der dritten Generation, eine Gruppe von Antibiotika mit breitem Wirkspektrum, stellten ein zunehmendes Problem dar, so das Institut. Fielen diese Antibiotika für die Behandlung aus, seien die Therapieoptionen deutlich eingeschränkt. An der Antibiotika-Resistenz-Surveillance (ARS) beteiligten sich 126 Labore.Die detaillierten Auswertungen zu den nationalen Resistenzzielen will das Institut ebenfalls im November vorlegen.

Antibiotika zählen zu den wichtigsten Arzneimitteln der modernen Medizin. Werden sie zu häufig oder falsch eingesetzt, können Bakterien resistent werden und Infektionen schwerer behandelbar sein. In Europa werden nach Angaben des RKI jährlich rund 35.000 Todesfälle mit Antibiotikaresistenzen in Verbindung gebracht – mehr als im Straßenverkehr. 

Für die Antibiotika-Verbrauchs-Surveillance (AVS) für das Berichtsjahr 2025 haben 593 Kranken­häuser aus ganz Deutschland Daten übermittelt.

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