Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen

BMG bestätigt: Z-MVZ entstehen typischerweise regional und in Ballungsräumen

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Verbesserung der Versorgung auf dem Land? Von wegen. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bestätigte jetzt in seiner Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen, dass Z-MVZ in der Regel regional und überwiegend in Ballungsräumen entstehen. Das sei im Übrigen typisch für MVZ.

Die Fraktion der Bündnis 90/ die Grünen stellten am 18. Oktober die Kleine Anfrage „Entwicklung zahnmedizinischer Versorgungsstrukturen" ( http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/049/1904927.pdf _blank dipLink "Die PDF-Datei Drucksache 19/4927 öffnet sich in einem neuen Fenster" ): Seit dem Inkrafttreten des GKV-Versorgungstärkungsgesetzes 2015 sei ein deutlicher Anstieg der zahnmedizinischen Versorgungszentren (Z-MVZ) festzustellen. Zudem kaufen laut Presseberichten sogenannte Private-Equity-Gruppen Krankenhäuser und gründeten hierüber Z-MVZ. Die Abgeordneten wollten daher von der Bundesregierung Details über die zahnärztliche Versorgung, die Träger von Z-MVZ und die Motive von Großinvestoren erfahren.

"Weder eine Besonderheit zahnärztlicher MVZ, noch eine Besonderheit von MVZ insgesamt"

Am 25. Oktober antwortete das BMG. Interessant ist die Antwort auf Frage 11 zum Gründungsverhalten. Denn hier räumt das Ministerium offen ein, dass Z-MVZ entgegen der gesetzgeberischen Zielsetzung in der Regel regional und überwiegend in Ballungsräumen gegründet werden. Was im Übrigen "weder eine Besonderheit zahnärztlicher MVZ, noch eine Besonderheit von MVZ insgesamt" sei.

"Trifft es zu, dass an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmende MVZ vorwiegend in Ballungsräumen sowie ländlichen Räumen mit einkommensstarker Bevölkerung gegründet werden (Vgl. Süddeutsche Zeitung vom 15.09.2018) und welche Gründe sieht die Bun

"Trifft es zu, dass an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmende MVZ vorwiegend in Ballungsräumen sowie ländlichen Räumen mit einkommensstarker Bevölkerung gegründet werden (Vgl. Süddeutsche Zeitung vom 15.09.2018) und welche Gründe sieht die Bundesregierung für diese Entwicklung?"

Die Antwort der Bundesregierung:

Die Gründung arztgruppengleicher MVZ wurde 2015 per Gesetz aber auch explizit deswegen ermöglicht, um die Versorgung auf dem Land zu verbessern.

"... auch in Zukunft eine gut erreichbare medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten auf hohem Niveau sicherzustellen"

So zielt das im Juli 2015 in Kraft getretene GKV-Versorgungsstärkungsgesetz laut BMG darauf ab, "auch in Zukunft eine gut erreichbare medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten auf hohem Niveau sicherzustellen. Insbesondere im ländlichen Raum sollen finanzielle Anreize und verbesserte Arbeitsbedingungen geschaffen werden, um den Beruf des Landarztes attraktiver zu machen. Mit dem Innovationsfonds sollen Projekte gefördert werden, die neue Wege in der Versorgung beschreiten".

Die Verantwortlichen vor Ort hätten zudem "mehr Möglichkeiten, stärkere Anreize für eine Niederlassung von Ärzten insbesondere in unterversorgten oder strukturschwachen Gebieten zu setzen". Und weiter: "Die Gründungsmöglichkeiten für medizinische Versorgungszentren wurden weiterentwickelt. So können zum Beispiel Kommunen durch Gründung eines medizinischen Versorgungszentrums insbesondere in ländlichen Regionen aktiv die Versorgung mitgestalten."

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