Bürokratieabbau – jetzt muss geliefert werden!
„Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie ihre Praxisteams müssen wieder mehr Zeit für die Behandlung haben statt für Dokumentationspflichten und Verwaltungsaufgaben“, fordert die BZÄK. Der Handlungsbedarf sei groß: „In einer durchschnittlichen Zahnarztpraxis fallen inzwischen mehr als 24 Stunden Bürokratieaufwand pro Woche an. Diese Zeit fehlt bei der Versorgung.“
Überflüssig: die verpflichtende externe Validierung in Praxen
Ein weiteres Beispiel für überflüssige Bürokratie sei die verpflichtende externe Validierung in Zahnarztpraxen. „Was einst für komplexe, noch zusammenzusetzende riesige Krankenhausgeräte ersonnen wurde, gilt irrigerweise auch für kompakte, standardisierte Geräte in Zahnarztpraxen“, verdeutlicht die BZÄK.
962 Vorgaben halten Zahnärztinnen und Zahnärzte von der Arbeit ab.
Die dort bereits etablierten Wartungs-, Kontroll- sowie Dokumentationsverfahren gewährleisten demnach ein hohes Sicherheitsniveau; die verpflichtende externe Erst- und Folgevalidierung verursache dagegen erhebliche Kosten und zusätzlichen Verwaltungsaufwand. Deshalb sollte diese Pflicht aus Sicht der BZÄK umgehend abgeschafft werden.
„Externe Prüfungen sind nur dort erforderlich, wo aufgrund technischer Defekte oder nicht sicher durchführbarer Reparaturen und Wartungen konkrete Risiken nicht ausgeschlossen werden können“, stellt die BZÄK klar.
Der Bürokratieabbau muss zügig in der Versorgungspraxis landen
Weniger Bürokratie bedeute mehr Behandlungszeit und eine effizientere Nutzung der Ressourcen im Gesundheitswesen. In einem Workshop im BMG mit der zuständigen Fachabteilung und im Spitzengespräch im BMG sei die Abschaffung der externen Validierung bereits ausführlich diskutiert worden, eine weitere Prüfung und Bearbeitung habe man zugesichert.
„Jetzt kommt es darauf an, den angekündigten Bürokratieabbau zügig und spürbar in die Versorgungspraxis zu bringen“, betont die BZÄK.


169
169

