Pionier der Seniorenzahnmedizin

Bundesverdienstkreuz für Dr. Klaus-Peter Wefers

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Gesellschaft
Dr. Klaus-Peter Wefers legte den Grundstein für die Existenz der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ). Anfang August wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Wefers gilt als Pionier der Seniorenzahnmedizin. Er erkannte bereits vor vielen Jahren, dass sich die Zahnmedizin für den demografischen Wandel in Deutschland wappnen muss, um die alternde Bevölkerung weiterhin versorgen zu können.

1990 führte Wefers als Gründungspräsident die Vertreter verschiedener Universitäten und einiger Zahnärztekammern zu einem bundesweiten Arbeitskreis zusammen. Daraus entwickelte sich in den Folgejahren die DGAZ. Bis heute hat Wefers großes Interesse an der Alterszahnmedizin, wie er als Mitherausgeber und Autor des Werks „Mobile Zahnmedizin – Die aufsuchende Betreuung“ 2023 ein weiteres Mal zeigte.

„Mit seinem jahrzehntelangen Engagement – zuletzt auch beim Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Zahnmedizin (NKLZ) – hat Herr Wefers entscheidend dazu beigetragen, dass Studierende der Zahnmedizin heute bereits im Studium altersspezifische Aspekte kennenlernen und in der Lage sind, ältere Menschen, insbesondere Pflegebedürftige, entsprechend ihrer spezifischen Bedürfnisse zu behandeln und zu betreuen“, resümiert sein ehemaliger Chef und Wegbegleiter, Univ.-Prof. Dr. Harald Küpper.

Küpper war von 2000 bis 2023 Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde in Jena sowie von 2008 bis 2016 kommissarisch Direktor der Poliklinik für Kieferorthopädie. Von 2006 bis 2016 leitete er als Geschäftsführender Direktor das Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZZMK) des Universitätsklinikums in Jena.

Schon damals wies Wefers darauf hin, dass bei älteren Menschen anatomische und physiologische Veränderungen sowie psychosoziale und soziokulturelle Unterschiede zu berücksichtigen sind. Dazu zählen beispielsweise die Lebenserfahrung, veränderte Lebensumstände bis hin zur sozialen Isolation. Ebenso müssen zahlreiche Erkrankungen, die im Alter vorkommen, in die Behandlungsplanung einbezogen werden.

Außerdem sollten Zahnärzte künftig in der Lage sein, immobile Patienten in deren häuslicher Umgebung beziehungsweise in institutionalisierten Wohnformen zu betreuen. „Für die damalige zahnmedizinische Ausbildung waren Gedanken wie diese, vor allem auch zur Behandlung außerhalb der Praxisräume, ganz neu“, erinnert sich Küpper.

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