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Apothekensterben setzt sich fort

Bundesweit nur noch 16.601 Apotheken

ao
Politik
Die ABDA meldet einen neuen Tiefstand bei der Zahl der Apotheken: Sie sank demnach im vergangenen Jahr um 2,6 Prozent auf insgesamt 16.601 Offizinen.

Gab es Ende 2024 bundesweit noch 17.041 Apotheken, waren es Ende vergangenen Jahres 440 weniger. Wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mitteilte, standen 502 Apothekenschließungen im Laufe des Jahres lediglich 62 Neueröffnungen gegenüber.

Mit bundesweit 16.601 Apotheken ist laut ABDA mittlerweile „der niedrigste Stand an Apotheken seit fast 50 Jahren erreicht“. Die Standesvertretung der Apotheker macht dafür gestiegene Kosten verantwortlich, während das Honorar seit 2013 nicht mehr erhöht wurde.

Die Wege zur nächsten Apotheke werden weiter

ABDA-Präsident Thomas Preis warnte, dass durch den Rückgang der Zahl der Offizinen immer mehr Menschen immer weitere Wege bis zur nächsten Apotheke zurücklegen müssten. „Das ist eine gefährliche Entwicklung, denn die Resilienz unserer Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung wird mit jeder Apothekenschließung weiter geschwächt. Die Versorgung durch ausreichend viele Apotheken gehört zur Daseinsvorsorge der Menschen in unserem Land“, so Preis.

Seit der letzten Erhöhung des Festhonorars im Jahr 2013 seien die Kosten in den Apotheken um 65 Prozent gestiegen. „Für immer mehr Apotheken ist ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb nicht mehr darstellbar“, betonte Preis.

Die ABDA fordert höhere Honorare

Der ABDA-Präsident forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Union und SPD haben sich im Koalitionsvertrag bereits darauf verständigt, das fixe Apothekenhonorar pro Medikamentenpackung einmalig auf 9,50 Euro zu erhöhen. Preis kritisierte vor dem Hintergrund von Apothekenschließungen als „vollkommen unverständlich“, dass dies bisher nicht umgesetzt werde.

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