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Repräsentative Umfrage

Deutsche wollen keine KI-Medizin ohne menschlichen Kontakt

Während die Zufriedenheit mit dem deutschen Gesundheitssystem sinkt, wächst die Zuversicht in Künstliche Intelligenz. Das zeigt der Stada Health Report 2026. SENAVART - stock.adobe.com [generiert mit KI]
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Gesellschaft
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Die Deutschen stehen digitalen Gesundheitsangeboten und Künstlicher Intelligenz grundsätzlich offen gegenüber – wünschen sich jedoch keine digitale Medizin ohne menschlichen Kontakt. Das zeigt ein aktueller Report für das Gesundheitswesen.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens schreitet voran, und auch Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in den medizinischen Alltag. Doch in Deutschland bleibt der persönliche Kontakt das Fundament einer guten Gesundheitsversorgung.

Der Hausarzt bleibt der Favorit

Laut einer Umfrage des Pharma-Herstellers Stada bevorzugen 86 Prozent der Deutschen den klassischen Besuch beim Hausarzt. Bei psychischen Belastungen setzen 71 Prozent auf das direkte Gespräch mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten statt auf digitale Angebote. Damit zählt Deutschland zu den europäischen Ländern mit der stärksten Orientierung an einer persönlichen medizinischen Versorgung.

Für den Stada Health Report 2026 befragte das Marktforschungsinstitut Human8 im Februar und März 2026 insgesamt 19.514 Menschen im Alter von 18 bis 99 Jahren in 20 Ländern, darunter 2.001 Menschen in Deutschland – repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region.

Der Report zeigt, dass Deutsche digitale Angebote zwar nutzen, jedoch großen Wert auf menschliche Ansprechpartner legen. Besonders deutlich wird dies bei Apotheken: Nur ein kleiner Teil der Europäer vertraut einer rein digitalen Apotheke vollständig. Deutschland zählt damit laut Report zu den Ländern, „in denen persönliche Beratung einen besonders hohen Stellenwert hat“.

Der Report stellte klar, dass Deutsche KI nicht als Ersatz für Ärzte verstehen. Stattdessen erwarten sie: „mehr digitale Angebote, gleichzeitig aber weiterhin persönliche Beratung“, sowie Ärzte und Apotheker als „Einordnungshilfe für KI-generierte Informationen“.

Die Erwartungen der Deutschen an KI entsprechen dabei weitgehend dem europäischen Trend. Dies sind vor allem „schnellere Diagnosen“, „bessere Erreichbarkeit medizinischer Leistungen“, „Entlastung des medizinischen Personals“, „weniger Bürokratie“. Gleichzeitig wünschen sich die Befragten, dass die finale Entscheidung weiterhin bei medizinischen Fachkräften liegt.

Europäer bevorzugen „Hybrid Healthcare“

Die Menschen in Europa stehen insgesamt KI grundsätzlich offen gegenüber: 58 Prozent der Befragten würden eine KI-Beratung in Betracht ziehen. Und 49 Prozent würden einer KI-Diagnose vertrauen – allerdings meist nur unter Bedingungen, wie einer Zertifizierung oder ärztliche Kontrolle.

Gleichzeitig bestehen laut Report auch deutliche Vorbehalte: 54 Prozent der Befragten sorgen sich über Fehldiagnosen. 41 Prozent machen sich Sorgen um Datenschutz. Und nur 11 Prozent würden ihre Gesundheitsdaten bedenkenlos einer KI anvertrauen.

„Das Gesundheitsmodell der Zukunft ist hybrid“, schlussfolgern die Autorinnen und Autoren. Die meisten Europäer wünschen sich eine Kombination aus persönlicher Beratung, digitalen Angeboten sowie KI-Unterstützung. Zudem zeigt der europäische Vergleich, dass in Ländern mit schlechter bewerteten Gesundheitssystemen die KI-Nutzung besonders hoch ist– „KI scheint Versorgungslücken teilweise zu kompensieren“, so das Fazit.

Für den Stada Health Report 2026 befragte das Marktforschungsinstitut Human8 im Februar und März 2026 jeweils zwischen 500 und 2.000 Menschen im Alter von 18 bis 99 Jahren in Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Irland, Italien, Kasachstan, Litauen, Polen, Portugal, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Spanien, der Schweiz, dem Vereinigten Königreich und Usbekistan repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region.

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