Die Mehrheit sagt Ja zu Künstlicher Intelligenz in der Medizin
Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Wissenschaftsjahrs 2019 - einer Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Befragt wurden am 1. und 2. Juli 3.662 Menschen.
Deutsche sind bei anonymisierten Gesundheitsdaten zwiegespalten
Trotz der hohen Zustimmung sehen die Bürger die Frage nach dem Vertrauen in KI-gestützte Diagnosen aber differenziert. Nur 5,8 Prozent gaben an, dass sie einer auf KI gestützten ärztlichen Diagnose „eindeutig mehr“ und in 17,3 Prozent „eher mehr“ vertrauen würden. Ein gutes Drittel schenkt der KI in etwa gleich viel Vertrauen wie dem Arzt. Eben soviele würden dem Arzt mehr vertrauen als der KI-Diagnose.
Bei der Bereitstellung von anonymisierten Gesundheitsdaten, die für einen effektiven KI-Einsatz in der Medizin notwendig sind, zeigen sich die Deutschen zwiegespalten: So spricht sich zwar eine Mehrheit von 57 Prozent grundlegend dafür aus, Gesundheitsdaten anonymisiert bereitzustellen, wenn diese KI-Diagnosen verbessern. Über 30 Prozent verneinen jedoch diese Bereitschaft.