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Die Psychiatrie im Fokus

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Was erzählen die Räume einer Psychiatrie über den Umgang mit Menschen, die an einer psychischen Erkrankung leiden? Antworten darauf gibt eine Foto-Ausstellung im Medizinhistorischen Museum in Hamburg.

Die Kölner Künstlerin Heidi Pfohl regt in ihrer Sonderausstellung an, über das Verhältnis von Wahnsinn, Psychiatrie und Raum nachzudenken: Wie verhalten sich psychische Erkrankungen und die Behandlungsräume zueinander?

In ihren überwiegend fotografischen Arbeiten zeigt Pfohl die Vielfalt der Räume und verweist auf die historischen und mythologischen Ursprünge, die die spezifischen Umgangsformen mit psychisch Kranken bis heute prägen und sich in den Raum einschreiben.

Ein zentraler Moment ihrer Fotografien liegt auf der Ambivalenz von Innen und Außen und welchen räumlichen Ausdruck dieses Verhältnis jeweils findet: Seien es Fenster, die nicht geöffnet werden können, ein Garten, der nicht wirklich ins Freie führt, eine Glasscheibe, die den Blick in nur eine Richtung freigibt. Im Fokus der Arbeit „Lieu/Espace“ (2013) stehen die menschenleeren  Patientenzimmer sowie die Krisen- und Ruheräume von Kinder- und Jugendpsychiatrien.

Am 3. Oktober ab 16 Uhr findet die Finissage mit Künstlergespräch und Lesung ausCharlotte Perkins Gilmans Erzählung "Die gelbe Tapete" (1892) undSilas Weir Mitchells Lehrbuch "Die Behandlung gewisser Formen von Neurasthenie und Hysterie" (1887) statt. Mehr Informationen finden Siehier.

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