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Einfühlungsvermögen ist der Schlüssel zum Vertrauensaufbau

Diese Tipps helfen im Umgang mit ängstlichen Patienten!

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Praxis
Angst vor den Instrumenten, Schmerzen oder dem Kontrollverlust? Zum Glück gibt es für Zahnärztinnen und Zahnärzte etliche Strategien, um die Nerven ihrer Patienten zu beruhigen. Diese Tipps geben Experten.

Christina Pastan, Assistenzprofessorin für Endodontie und Leiterin des Bereichs Mind-Body-Wellness, und ihr Kollege Edward Lahey, Leiter der Abteilung für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Tufts University School of Dental Medicine, in Boston, Massachusetts, USA, erklären, wie man Patienten helfen kann, ihre Angst vor dem Zahnarztbesuch zu überwinden.

Diese Strategien empfehlen sie:

  • Ermutigen Sie Ihre Patienten, ihre Ängste Ihnen gegenüber offen anzusprechen. Nehmen Sie die vorgetragenen Bedenken ernst und erklären Sie jeden Schritt der Behandlung sowie alle Möglichkeiten der Schmerzlinderung. Das Ansprechen von Unsicherheit – selbst in letzter Minute – kann verhindern, dass die Furcht eskaliert.

  • Bitten Sie die Patienten, Ihnen ihre vollständige Krankengeschichte mitzuteilen, denn sie gibt Aufschluss über die Strategien zur Angstbewältigung in der Vergangenheit. Außerdem ist es für den behandelnden Zahnarzt natürlich wichtig, alle Medikamente zu kennen, die ein Patient regelmäßig einnimmt, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden.

  • Wenn Patienten am Tag ihres Besuchs nervös sind, bitten Sie sie, ihre Sorgen, frühere Erfahrungen beim Zahnarzt und Bedenken bezüglich ihrer Medikamente im Vorfeld mit klarem Kopf aufzuschreiben, denn man ist bekanntlich nicht in Bestform, wenn man Angst hat.

  • Geben Sie ihnen zu verstehen, dass sie sich nicht wie das Opfer auf dem Stuhl fühlen sollen, im Gegenteil: Der Patient ist der wichtigste Part der Interaktion.

  • Bitten Sie ängstliche Patienten, die Augen zu schließen. Bei Eingriffen an Fuß oder Arm kann man den Kopf wegdrehen. Das ist bei zahnärztlichen Behandlungen nicht möglich. Das Schließen der Augen kann die visuelle Belastung – zum Beispiel bei Injektionen – reduzieren.

  • Leiten Sie furchtsame Patienten an, durch die Nase zu atmen. Zahnärztliche Instrumente können die Mundatmung erschweren und Panik auslösen. Wer doppelt so lange aus- wie einatmet, aktiviert das parasympathische Nervensystem – dadurch beruhigt sich der Herzschlag und die Atmung vertieft sich.

  • Strahlen Sie Zuversicht aus und präsentieren Sie einen Behandlungsplan: Vertrauen wirkt beruhigend.

  • Patienten fühlen sich manchmal in eine Entscheidung gezwungen. Signalisieren Sie Ihren Patienten: Es ist nie zu spät, Fragen zu stellen, auch nicht während des Termins!

  • Eltern sollten ihre eigene Angst im Griff behalten, weil sie sich leicht auf das Kind übertragen kann.

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