Stiftung Warentest

Elektrische Zahnbürsten: Gute gibt´s auch günstig

von LL
Praxis
Die Stiftung Warentest hat wieder elektrische Zahnbürsten getestet, darunter ganz neue Modelle. Auf den vorderen Plätzen, sprich mit „gut“ bewertet, sind viele Markenprodukte, aber auch Modelle für um die 20 Euro.

Getestet wurde in der neuen Runde wieder in den Kategorien „Zahnreinigung“, „Handhabung“ und „Haltbarkeit sowie Umwelteigenschaften“. Weit vorne sind teurere Marken-Modelle etwa von Philips und Braun, aber auch deutlich günstigere Modelle erzielen gute Reinigungsergebnissen. Laut Testfazit der Stiftung sind diese gut bewerteten günstigen Modelle kaum schlechter als teure Bürsten für mehrere Hundert Euro.

Im Test treffen wieder die zwei vorherrschenden Systeme aufeinander: rotierend-oszillierende Modelle und Schallzahnbürsten. Die Stiftung erklärt, dass keines der beiden Systeme hinsichtlich der Reinigungsleistung einen eindeutigen Vorteil habe. Sie gibt aber den Hinweis, dass beim Kauf das eigene Putzverhalten eine Rolle spiele: Mit einer Rundkopfzahnbürste muss jeden Zahn einzeln gereinigt werden, der Kopf der schall­aktiven Zahnbürste dagegen säubere mit seiner länglichen Form mehr Fläche auf einmal.

Schallzahnbürsten liegen vor den rotierenden Systemen

Das beste Testurteil mit der Note 1,9 erhielt eine Schallzahnbürste: die rund 185 Euro teure Philips Sonic Care 9400. Verwendet wurde der Premium Gum Care Bürstenkopf. Die Beurteilung lautet: „Rundum gut. Die eher teure Bürste" über­zeuge in allen Bereichen. Die Tester loben die „respektable Akku-Lauf­zeit“ von 117 Minuten und heben die optische Andruckkontrolle positiv hervor.

Platz zwei geht an die Playbrush Smart One X Schallzahnbürste für knapp 100 Euro. Im Testkommentar heißt es: „Die insgesamt gute Bürste reinigt die Zähne sehr gut.“ Die Akkulaufzeit von 783 Minuten sei spitze, es gebe aber Schwächen in der Handhabung. Auf Platz drei liegt auch eine Schallzahnbürste: die Silk'n SonicYou für knapp 89 Euro. Die Reinigungsleistung sei gut, die Hand­habung überzeuge aber nicht in allen Punkten. Akkulaufzeit: 540 Minuten.

Mit der Braun Oral-B Pro 3 3000 folgt auf dem vierten Platz die erste rotierende Zahnbürste. Das Urteil: Für 55 Euro erhalten VerbraucherInnen „eine insgesamt gute Bürste ohne heraus­ragende Eigenschaften". Ein Manko ist die vergleichs­weise kurze Akku-Lauf­zeit von 66 Minuten.

Eine günstige Bürste überzeugt – eine andere fällt durch

Mit der Dontodent Akku-Zahnbürste Active Professional vom dm befindet sich dann auf dem sechsten Platz im Ranking ein günstiges Drogerie-Produkt. Die rotierende Zahnbürste kostet um 20 Euro und putzt die Zähne „gerade noch gut", befinden die Tests. Ihre Akku-Laufzeit liegt bei 84 Minuten.

Komplett durchgefallen ist hingegen die etwa doppelt so teure Sunstar Gum Powercare Zahnbürste. Sie erhält die Note 5,5. „Mangelhaft, weil nicht test­bar", urteilt die Stiftung Warentest. Der Grund: Die Mehr­zahl der Geräte ließ sich zu Beginn der Laborprüfungen weder anschalten noch aufladen.

Nicht getestet: Ultraschall-Zahnbürsten

Ultraschall-Zahnbürsten prüfte die Stiftung Warentest aus verschiedenen Gründen nicht. Sie hätten eine deutlich geringere Markt­bedeutung, argumentieren die Tester, und würden oft nur im System mit einer speziellen Zahnpasta angeboten. Die Putzergebnisse wären daher nicht mit denen herkömmlicher elektrischer Zahnbürsten vergleichbar, da die im Testlabor ohne Zahnpasta ermittelt werden.

Um die Putzergebnisse der verschiedenen Zahnbürsten im Tests möglichst objektiv vergleichen zu können, werden die elektrischen Zahnbürsten mithilfe von speziellen Zahnmodellen und einer Putzmaschine geprüft. Verschiedene Experten beurteilen nach Angaben der Stiftung außerdem die Handhabung der Bürsten, etwa wie gut sie damit beim Zähneputzen an schwer erreichbare Stellen gelangen, wie handlich und wie laut sie sind. Überdies ermitteln die Tester den Stromverbrauch und simulieren im Labor für jede Zahnbürste eine zirka sechsjährige Benutzung durch zwei Personen, um die Haltbarkeit zu bewerten.

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