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Livestream-Gespräch mit Jens Spahn

"Es hilft nur Transparenz, Transparenz, Transparenz"

  • Zu den Experten gehörte Thomas Mertens, Chef der Ständigen Impfkommission (STIKO). Ihm war es wichtig, mit Blick auf die Diskussion um die mögliche Höherpriorisierung einzelner Berufsgruppen mit einem weit verbreiteten Missverständnis aufzuräumen: Häufig werde fälschlicherweise angenommen, dass die Entscheidungsgrundlage für die STIKO das Infektionsrisiko sei, sagte Mertens. „Das ist aber nicht richtig”, erklärte der Virologe. Vielmehr gehe es darum, eben jene höher zu priorisieren als andere, die ein besonders hohes Risiko für schwere bis tödliche Krankheitsverläufe haben. In den vielen Zuschriften, die er zu diesem Thema täglich erhalte, vermisse er ein ausgewogenes Solidaritätsverständnis. „Viele Menschen verlangen Solidarität, aber ihnen geht es dann nur darum, dass eine Gruppe etwas bekommt”, sagte er. Dabei komme der Gedanke zu kurz, dass Solidarität auch bedeute, dass jemand verzichten muss.   Natürlich dürften die Länder in begründeten Fällen von den Empfehlungen der STIKO abweichen, erklärte Mertens, warnte aber: Wenn dies zu häufig geschehe, komme man schnell in eine Situation, die nur noch schwer zu vermitteln sei.   
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