Fraunhofer-Einrichtung fördert Projekt zum dentalen 3D-Druck
Das Fraunhofer-Leistungszentrum IAMHH zeichnet einmal im Jahr Forschungsprojekte der Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT und des Instituts für Industrialisierung smarter Werkstoffe (ISM) der TU Hamburg zur additiven Produktion aus. Die jüngste Auszeichnung fand am 5. Mai 2026 am Fraunhofer IAPT statt.
Die Jury erteilte drei der sieben vorgestellten Projekte eine Förderzusage. Erste Ergebnisse sollen im November 2026 für den Transfer in die industrielle Anwendung verfügbar sein. Ein als vielversprechend ausgezeichnetes Projekt kommt aus dem Bereich Dentaltechnik.
Stützstrukturentfernung für Dentallabore
3D-Druck gehört in Dentallaboren bereits zum Standard und Druckprozesse laufen automatisiert. Die Nachbearbeitung findet jedoch noch in einem aufwändigen, manuellen Prozess statt. In dem Projekt „SonoDent3D“ entwickelt ein Team des Fraunhofer IAPT einen reproduzierbaren Prozess zur Entfernung von Stützstrukturen für die Dentaltechnik. Die Automatisierung soll per Ultraschall erfolgen.
Das Projekt umfasst die Parameterentwicklung des ultraschallbasierten Entfernungsprozesses, die Entwicklung eines für den Prozess optimierten Stützstrukturdesigns sowie die Integration eines einfachen Kopplungssystems zwischen Dentalbauteil und Ultraschallsystem. Das neue Vorgehen zielt auf eine reproduzierbar hohe Qualität bei gleichzeitiger Reduktion des personellen, zeitlichen und finanziellen Aufwands ab.
Förderung zielt auf Verwertung der Forschung in der Industrie
Das Fraunhofer-Leistungszentrum IAMHH sieht die additive Fertigung als disruptive Technologie der industriellen Produktion. Mit der Förderung unterstützt das Leistungszentrum insbesondere Projekte zur Digitalisierung und Automatisierung von Fertigungsabläufen. Ausschlaggebend für die Auswahl der Jury sind die Aussichten der Projekte auf eine Verwertung im Rahmen einer Ausgründung, Patentierung oder Lizenzierung.
Das Fraunhofer-Leistungszentrum IAMHH lädt interessierte Industrieunternehmen ein, Beteiligungsoptionen und Details zu den ausgezeichneten Projekten zu erfragen. Jan Johannsen, stellvertretender Geschäftsführer des Fraunhofer-Leistungszentrums IAMHH, kommentiert die Auszeichnungen: „Das jährliche Pitch Event ist ein zentraler Baustein unserer Förderung der Additiven Produktion in der Metropolregion Hamburg. Mit der Finanzierung von bis zu drei Projekten im Jahr schafft das Leistungszentrum konkrete Transferpfade von der Forschung in die Industrie.“



