Healthcare-Barometer 2022

Gesundheitssektor trägt stark zum Klimawandel bei

von pr
Gesellschaft
Nur 13 Prozent der Deutschen wissen, dass die Gesundheitsbranche mehr zum Klimawandel beiträgt als die Schifffahrt oder der Flugverkehr. Das geht aus dem neuen Healthcare-Barometer der Beratungsgesellschaft PwC hervor.

Die Gesundheitsbranche selbst trägt einen wesentlichen Teil zur Klimakrise bei, doch das sei nur wenigen Deutschen bekannt, so das Ergebnis des neuen Healthcare-Barometers der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. Lediglich 13 Prozent der Bürgerinnen und Bürger wissen der repräsentativen Befragung unter 1.000 Teilnehmenden zufolge, dass der Gesundheitssektor mehr CO2-Emissionen ausstößt als die Schifffahrt oder der Flugverkehr. Vielmehr hielten 49 Prozent die Schifffahrt irrtümlich für den größeren Klimasünder, 38 Prozent tippten auf den Flugverkehr.

Die Jüngeren wissen besser Bescheid


Über die Folgen des Klimawandels seien jüngere Menschen deutlich besser informiert als ältere Zielgruppen, ergab das Healthcare-Barometer weiter. So schätzten 49 Prozent der 18- bis 34-Jährigen, aber nur 32 Prozent der über 55-Jährigen den Anteil von medizinischem CO2 an den Gesamtemissionen realistisch ein. Insgesamt sei die Unsicherheit zum Thema in Deutschland groß: Altersübergreifend gaben 36 Prozent der Befragten an, dass sie den Anteil nicht abschätzen könnten.
Dass der Klimawandel mit gravierenden gesundheitlichen Folgen einhergeht, macht den Deutschen durchaus Sorgen. 87 Prozent fürchten der Umfrage zufolge die gesundheitlichen Folgen der Klimakrise, nur 13 Prozent gehen davon aus, dass die Klimakrise keine gesundheitlichen Auswirkungen haben wird. Die Deutschen fürchteten vor allem mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ausgelöst durch Hitzewellen, wie 55 Prozent der Befragten angaben. Ebenso sorgten sich die Menschen um ein häufigeres Auftreten von Asthma und anderen Atemwegserkrankungen durch die zunehmende Luftverschmutzung (46 Prozent) und von Allergien wie Heuschnupfen durch den veränderten Pollenflug (44 Prozent).

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