Debakel in Frankfurt

Goethe-Universität muss Zusagen für Studienplätze in der Zahnmedizin zurücknehmen

von ck
Zahnmedizinzm starter
Die Goethe-Universität in Frankfurt hat für das Wintersemester 2022/23 fälschlicherweise zu viele Studienplätze vergeben: 31 eingeschriebene Zahnmedizinstudierende und 251 angehende Humanmediziner erhielten im Nachgang Rücknahmebescheide.

"Bei der Zulassung zu den Studienplätzen in den Fächern Medizin und Zahnmedizin für das Wintersemester 2022/23 ist es zu einem durch die Goethe-Universität verursachten Übermittlungsfehler hinsichtlich der Meldung der Anzahl an Nachrückerplätzen an die Stiftung für Hochschulzulassung gekommen", heißt es wörtlich auf der Website der Hochschule.

Vergeben wurden 703 Plätze – es gab aber nur 421

Die Universität hatte für das kommende Wintersemester insgesamt 421 Studienplätze für Medizin (381) und Zahnmedizin (40) zu vergeben, meldete jedoch fälschlicherweise insgesamt 703 freie Plätze – und verteilte sie auch vollständig.

Der Dortmunder Stiftung für Hochschulzulassung, wo die Zahnmedizin- und Medizinstudienplätze zentral vergeben werden, fiel der Fehler am Dienstag, den 24. August, auf. Wie die Universität berichtet, wurde sie  am Folgemorgen darüber informiert und verschickte dann am Freitag die Rücknahmebescheide.

"Die erteilten Zulassungen der Goethe-Universität bedeuten für die betroffenen Studieninteressierten, dass sie aus dem aktuellen Verfahren für andere Hochschulen ausgeschieden sind", gibt die Uni zu. Sämtliche vorhandenen Studienplätze seien mit dem Abschluss der Koordinierungsphase vergeben worden. Es sei leider nicht möglich, Einschreibungen in die Studienfächer Medizin und Zahnmedizin oberhalb der vorhandenen Kapazitäten vorzunehmen, da ein ordnungsgemäßes Studium unter diesen Bedingungen für alle unmöglich wäre.

„Die Goethe-Universität zeigt sich von dem Vorfall sehr betroffen und wird alles in ihrer Macht Stehende tun, um den Betroffenen unterstützend zur Seite zu stehen. Die Analyse des Vorgangs läuft, entsprechende Anpassungen der internen Abläufe werden auf der Grundlage des Ergebnisses vorgenommen“, sagte Universitätskanzler Dr. Albrecht Fester. 
Betroffene können sich bei Rückfragen und Beratungsbedarf an diese E-Mail-Adresse wenden:

zsb-nawi@uni-frankfurt.de

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